+++ News-Update am 18. Mai+++ Kanzlerin will Anti-Corona-Regeln in der EU vereinheitlichen

Angela Merkel wünscht sich EU-weit einheitliche Regeln zum Umgang mit der Corona-Pandemie - nach deutschem Vorbild. Der Reisekonzern TUI könnte verlustbringende Unternehmensteile abstoßen. Der Überblick am 18. Mai.
Angela Merkel

Angela Merkel

Foto: Pool/ Getty Images

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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Umstrittenes Medikament: Trump nimmt prophylaktisch Hydroxychloroquin

23 Uhr: US-Präsident Donald Trump nimmt offenbar als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Infektion mit dem Coronavirus das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin ein. Das teilte Trump laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. "Ich habe es die vergangenen anderthalb Wochen genommen. Eine Pille jeden Tag", sagte Trump. Er habe dadurch "null Symptome". Der US-Präsident begründete die Einnahme damit, dass er "viel gute Geschichten" darüber gehört habe.

Trump hatte das Arzneimittel immer wieder angepriesen. Zuletzt bezeichnete er es im April als "Geschenk Gottes" im Kampf gegen das Coronavirus. Forschungsergebnisse, auch aus den USA, deuten jedoch darauf hin, dass Hydroxychloroquin nicht gegen die Krankheit Covid-19 hilft.

Studien legen teilweise sogar nahe, dass die Sterberate bei mit dem Mittel behandelten Patienten deutlich höher sein könnte als bei einer Behandlung ohne dieses Medikament. Indes haben sich nach Angaben der Johns Hopkins Universität allein in den USA mehr als 1,5 Millionen Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Mehr als 90.000 Menschen sind demnach bislang an den Folgen einer Infektion gestorben. Die USA sind damit das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2? Was die Bezeichnungen bedeuten.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus".

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

TUI könnte verlustbringende Unternehmensteile abstoßen

22.25 Uhr: Der Reisekonzern TUI will nicht rentable und wenig zukunftsträchtige Gesellschaften womöglich veräußern. Ein Unternehmenssprecher bestätigte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zunächst solle aber versucht werden, die entsprechenden Unternehmensteile wieder fit zu machen. Welche Bereiche genau betroffen sein würden, stehe noch nicht fest.

Laut "FAZ" hatte Konzernchef Fritz Joussen in einem Schreiben an die Belegschaft gesagt, dass TUI in den vergangenen Jahren stark genug gewesen sei, um "die strukturell schwächeren Gesellschaften im Konzern durchzubringen". Das habe sich jetzt geändert.

Insbesondere Konzernteile, die schon länger Verlust machten und auch in Zukunft keinen besseren Ausblick hätten, müssten sich neu aufstellen. "Wenn dies nicht möglich ist, werden wir uns von Einheiten trennen oder ihren Betrieb einstellen", hieß es in dem Schreiben.

TUI ist in besonderem Maße von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Derzeit verliert das Unternehmen jeden Monat eine dreistellige Millionensumme. Zuletzt kündigte der Konzern an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Damit fiele mehr als jede zehnte Stelle weltweit weg.

Intensivbetten in Mumbais Krankenhäusern werden knapp

21.30 Uhr: In der indischen Metropole Mumbai werden Betten und Beatmungsgeräte für Corona-Patienten knapp. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa seien Krankenhäuser deshalb angewiesen, Covid-19-Patienten bereits dann zu entlassen, wenn sie auf dem Weg der Besserung seien. Sie würden gebeten,anschließend zu Hause in Quarantäne zu bleiben.

In indische Medien kursierten Handyaufnahmen, auf denen mehrere in einem Bett und auf dem Boden liegende Patienten zu sehen waren. Mumbai ist die am sträksten von der Pandemie betroffene Stadt Indiens. Rund 20.000 der mehr als 96.000 bekannten Infektionen des Landes wurden hier registriert.

Zudem kommt etwa jeder vierte Corona-Tote des Landes aus Mumbai. In Indien, dem mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt, gilt seit Ende März eine Ausgangssperre. Sie wird seit einiger Zeit gelockert.

Zahl der Corona-Infizierten in Italien sinkt weiter

20.20 Uhr: Italien verzeichnet immer weniger Infizierte und Tote in Folge des Coronavirus. Wie der italienische Zivilschutz mitteilte, registrierten die Behörden in den vergangenen 24 Stunden 99 Corona-Tote. Es war der niedrigste Wert seit dem Lockdown in der ersten Märzhälfte. Zum Höhepunkt der Pandemie am 27. März hatte es noch fast 1000 Tote gegeben - an einem Tag.

Insgesamt wurden in Italien seit Februar 225.886 Infektionen mit Sars-CoV-2 und 32.007 Tote infolge einer Covid-19-Erkrankung gezählt. Experten vermuten jedoch, dass die Zahl noch höher liegt. Denn viele mögliche Opfer, die zum Beispiel zu Hause starben, seien nicht getestet worden, heißt es.

Portugal öffnet Kneipen und Kitas wieder

20.04 Uhr: In Portugal hat die zweite Phase des Exitplans aus den Auflagen in der Corona-Pandemie begonnen. Restaurants, Cafés und Kneipen öffneten wieder, auch Schulen, Kindertagesstätten, Museen und Läden mit bis zu 400 Quadratmetern Fläche nahmen unter Sicherheitsauflagen den Betrieb wieder auf.

Die linke Regierung von Ministerpräsident António Costa hatte Ende April einen Drei-Phasen-Plan zum "schrittweisen und vorsichtigen" Ausstieg aus dem Lockdown vorgestellt. Zum Beginn der zweiten Phase mahnte Costa die Bürger weiter zur Vorsicht: "Wir dürfen die Erfolge, die wir bisher mit so viel Mühe erzielt haben, nicht aufs Spiel setzen."

Geöffnetes Café in Lissabon: In Portugal hat die zweite Phase beim Weg aus dem Lockdown begonnen

Geöffnetes Café in Lissabon: In Portugal hat die zweite Phase beim Weg aus dem Lockdown begonnen

Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA/ AFP

Mit Beginn der dritten Phase, die voraussichtlich am 1. Juni starten soll, werden auch Kinos, Theater sowie Einkaufszentren wieder öffnen dürfen - allerdings zunächst noch mit deutlich reduziertem Gästevolumen. Konkrete Pläne für die Wiederaufnahme des Tourismus gibt es vorerst nicht.

New Yorks Gouverneur Cuomo negativ getestet

19.53 Uhr: Nach seinem Coronavirus-Test vor laufender Kamera hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sein Testergebnis verraten: Er ist negativ. Er habe zwar keine Symptome gehabt, dies sei aber kein Ausschlusskriterium für eine Infektion. Cuomo rief die New Yorker dazu auf, sich verstärkt testen zu lassen, um eine zweite Welle von Covid-19-Erkrankungen zu verhindern. Im Moment schöpfe der Bundesstaat seine Kapazitäten von täglich 40.000 Tests nicht aus.

Erdogan kündigt viertägige Ausgangssperre zum Ende des Ramadan an

19.49 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Coronakrise eine viertägige Ausgangssperre über die Feiertage am Ende des Fastenmonats Ramadan angekündigt. Sie beginne am Vorabend des sogenannten Zuckerfests in der Nacht zum 23. Mai und ende am 26. Mai, sagte Erdogan. Die Maßnahme gelte für das ganze Land.

Die Türkei erlässt seit Wochen weitgehende Ausgehverbote in ausgewählten Provinzen über das Wochenende oder an Festtagen. Bis Dienstag - einem Feiertag in der Türkei - gilt etwa noch eine Ausgangssperre in 15 Städten und Provinzen, darunter in Ankara, Istanbul und Izmir. Erdogan sagte, er hoffe, dass die Ausgangssperren nach dem Zuckerfest aufgehoben werden könnten. Reisebeschränkungen für 15 Städte, darunter Ankara und Istanbul, würden allerdings um weitere 15 Tage verlängert. Damit bleiben die Regionen vorerst weitestgehend abgeschottet.

In ausgewählten Moscheen würden ab dem 29. Mai wieder Gebete zugelassen, sagte Erdogan. Schulen, die seit dem 16. März geschlossen sind, sollen ab September wieder öffnen. Senioren ab 65 Jahren und unter 20-Jährige, für die seit dem 21. März ein tägliches Ausgehverbot gilt, dürften wie auch schon vergangene Woche an ausgewählten Tagen vor die Tür. In der Türkei waren zuletzt rund 151.000 Infizierte gemeldet.

Merkel dringt auf Angleichung der Anti-Corona-Regeln in der EU

19.05 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Angleichung der Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie innerhalb der Europäischen Union angemahnt, um den freien Reiseverkehr wieder zu ermöglichen. Sie regte nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron an, sich dabei an der deutschen Obergrenze für Neuinfektionen zu orientieren.

Danach sollen aufgehobene Lockerungen rückgängig gemacht werden, wenn die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner überschritten wird. "So muss es auch in anderen Ländern sein, dann kann man sich gut aufeinander verlassen", sagte Merkel. Urlauber sollten sich auf Einschränkungen einstellen. "Es wird keine normale Tourismussaison sein können", sagte sie. Man wolle aber ermöglichen, was verantwortbar sei.

Nach rund zweieinhalb Monaten darf der Petersdom in Rom mit Einschränkungen wieder öffnen

Nach rund zweieinhalb Monaten darf der Petersdom in Rom mit Einschränkungen wieder öffnen

Foto: Alessandra Tarantino/ dpa

Außenminister Heiko Maas hatte sich zuvor mit seinen Kollegen aus zehn der beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen darauf verständigt, auf eine Öffnung der Grenzen für Touristen noch vor Sommerbeginn hinzuarbeiten.

Bayern und Hamburg ändern Quarantäne-Regeln für Einreisende

18.31 Uhr: Nach mehreren anderen Bundesländern ändern auch Bayern und Hamburg die Quarantäne-Regeln für Einreisende. Wer aus EU- und Schengenstaaten sowie aus Großbritannien in den Freistaat kommt, muss sich seit dem Wochenende nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mitteilte.

In Hamburg müssen Einreisende ab Dienstag nicht mehr in Quarantäne gehen. Das gilt laut Gesundheitsbehörde für Reisende aus EU-Ländern sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien. Die Verpflichtung trete allerdings wieder in Kraft, wenn das Robert Koch-Institut mitteile, dass in dem Bundesland innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner festgestellt worden seien. Rückkehrer aus den genannten Staaten, die sich bereits in Quarantäne befinden, können ihr Haus ab Dienstag wieder verlassen.

Westfleisch in Coesfeld nimmt am Dienstag Testbetrieb auf

18.10 Uhr: Nach etwa einwöchiger Zwangspause nimmt das Unternehmen Westfleisch im münsterländischen Coesfeld am Dienstag testweise den Betrieb wieder auf. Im ersten Schritt würden aber noch keine Schweine geschlachtet, teilte das Unternehmen mit. In Zusammenarbeit mit den Behörden würde der Betrieb stufenweise wieder hochgefahren. Am Mittwoch sollen dann die ersten 1500 Schweine geschlachtet werden.

Der Kreis Coesfeld hatte das Werk vorübergehend geschlossen, nachdem in der Coronakrise zahlreiche Werksarbeiter positiv getestet worden waren. Bis Ende vergangener Woche lagen in Coesfeld knapp 270 positive Coronavirus-Tests bei rund 1200 Mitarbeitern vor. Die hohe Zahl hatte dazu geführt, dass im Kreis die Lockerungen erst mit einer Woche Verspätung gültig wurden.

Unterdessen darf ein weiterer Westfleisch-Betrieb im niedersächsischen Dissen noch ein paar Tage weiterarbeiten, bevor er für zwei Wochen geschlossen wird. Rund ein Drittel der Mitarbeiter ist nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Uber will offenbar 3000 weitere Jobs streichen

18.00 Uhr: Der Fahrdienstvermittler Uber baut Medienberichten zufolge zum zweiten Mal binnen weniger Wochen Tausende Arbeitsplätze ab. Nun sollen 3000 Jobs wegfallen, berichteten das "Wall Street Journal " und der US-Sender CNBC  unter Berufung auf eine E-Mail des Uber-Chefs Dara Khosrowshahi.

Erst Anfang des Monats hatte Uber angekündigt, 3700 seiner damals rund 27.000 Stellen abzubauen und rund eine Milliarde Dollar Kosten einsparen zu wollen. "Das aktuelle Geschäft kann nicht annähernd unsere Kosten ausgleichen", zitierte das "Wall Street Journal" aus Khosrowshahis E-Mail. Uber schreibt schon lange Verluste.

Merkel und Macron planen "Wiederaufbaufonds" in Höhe von 500 Milliarden Euro

17.23 Uhr: Deutschland und Frankreich wollen die Rezession in der EU durch die Coronakrise mit einem Wiederaufbaufonds in Höhe von 500 Milliarden Euro bekämpfen. Er solle "die am stärksten getroffenen Sektoren und Regionen" über Mittel aus dem EU-Haushalt und gemäß europäischer Prioritäten unterstützen, heißt es in einem gemeinsamen Papier der deutschen und französischen Regierung. Dabei sollten insbesondere Investitionen in den Bereichen des ökologischen und digitalen Wandels gefördert werden.

Der Fonds soll nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Zusammenhalt in der EU sichern. "Ziel ist, dass Europa gestärkt, zusammenhaltend und solidarisch aus dieser Krise kommt", sagte Merkel. Da das Coronavirus sich in den europäischen Ländern unterschiedlich stark auswirke, sei der Zusammenhalt in der Union gefährdet. Merkel warb daher für eine "außergewöhnliche, einmalige Kraftanstrengung", zu der Deutschland und Frankreich bereit seien. 

Ein solches Programm müssten alle 27 EU-Staaten einstimmig billigen. Die Erweiterung des Haushaltsrahmens muss zudem in allen EU-Staaten ratifiziert werden, in Deutschland vom Bundestag.

Zunehmende Aktivität von Pädophilen im Internet

16.12 Uhr: Europol verzeichnet während der Pandemie eine zunehmende Aktivität von Pädophilen im Internet. "Was am meisten Sorge bereitet, ist der Anstieg der Online-Aktivitäten von solchen, die Material mit sexuellem Missbrauch von Kindern suchen", erklärt die Direktorin der EU-Polizeibehörde, Catherine De Bolle, bei einer Anhörung im EU-Parlament.

De Bolle beruft sich auf Daten der nationalen Polizeibehörden. Auch entsprechende Notfall-Telefone verzeichneten deutliche Zunahmen. De Bolle zufolge können noch mehr Fälle ans Licht kommen, wenn die Kinder in ihre Schulen zurückkehren und sich dort an ihre Lehrer wenden.

Menschen können ihre Hunde anstecken

15.45 Uhr: Das Coronavirus trifft in seltenen Fällen auch Haustiere, wie zwei neue Studien zeigen. Hunde können sich demnach bei ihrem Besitzer infizieren, Katzen den Erreger untereinander weitergeben.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

22 EU-Staaten haben mit Öffnung von Schulen begonnen

15.15 Uhr: In der Krise haben 22 der 27 EU-Staaten mit der Wiedereröffnung von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen begonnen. Der Großteil habe mit der Betreuung in Kindergärten und Unterricht in einigen Klassen der Grundschulen begonnen, sagte die kroatische Bildungsministerin Blazenka Divjak, deren Land derzeit den EU-Vorsitz innehat. Daneben seien auch weiterführende Schulen für die Abschlussjahrgänge und Berufsschulen wiedereröffnet worden.

Es herrsche eine "eher vorsichtige" Herangehensweise vor, auch wenn es bisher keine Berichte über wieder steigende Infektionszahlen wegen Schulöffnungen gebe. Um dies zu bewerten, sei es "aber wahrscheinlich zu früh".

Die EU-Minister seien sich in einer Konferenz einig gewesen, dass die Umstellung auf Digitalangebote unter den Umständen einer Pandemie "ziemlich gut" funktioniert habe, sagte Divjak. Natürlich müsse aber auch über noch herrschende Defizite diskutiert werden - auch weil unklar sei, wie lange die Pandemie noch anhalte: "Wir wissen nicht, was für eine Art von akademischem Jahr wir ab dem Herbst haben werden."

Zahl der Neuinfektionen in Deutschland fällt weiter

15.06 Uhr: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind deutschlandweit binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit gibt es seit Ausbruch der Seuche 174.697 bekannte Ansteckungen. Die Zahl der infizierten Toten stieg innerhalb eines Tages um 21 auf 7935. Geschätzte 154.600 Menschen haben dem RKI zufolge ihre Infektion überstanden. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen schwankt von Wochentag zu Wochentag, ist aber in der Tendenz weiter fallend.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Angaben vom Sonntag bei 0,94. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,87. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Was die Corona-Statistik verrät – und was nicht

Die offiziell gemeldete Zahl der Infizierten bezieht sich ausschließlich auf mit Labortests nachgewiesene Infektionen. Wie viele Menschen sich tatsächlich täglich neu infizieren und bislang infiziert waren, ohne positiv getestet worden zu sein, ist unklar. Antikörperstudien zeigen, dass es eine erhebliche Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen gibt.

Die offizielle Zahl der Toten beschreibt, wie viele Menschen mit dem Virus gestorben sind. In wie vielen Fällen die Infektion ursächlich für den Tod war, lässt sich daraus nicht unmittelbar ablesen. Obduktionsstudien zeigen aber, dass bei den meisten Toten die Covid-19-Erkrankung auch die Todesursache war.

Mehr Informationen dazu, was im Umgang mit Corona-Daten zu beachten ist und welche Quellen der SPIEGEL nutzt, lesen Sie hier.

Bundesbank erwartet langsame Erholung der deutschen Wirtschaft

14.47 Uhr: Vorsichtiger Optimismus: Nach aktueller Lage hält die Bundesbank eine leichte Belebung der Wirtschaft noch in diesem Quartal für möglich. Zunächst geht es aber wohl abwärts.

Guterres: Welt zahlt "hohen Preis" für widerstreitende Strategien

14.35 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat die uneinheitliche Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Pandemie scharf kritisiert. "Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien befolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür", sagte er in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der Weltgesundheitsversammlung (WHA). Die WHA ist eines der Hauptorgane der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Guterres beklagte, es habe "sehr wenig Einigkeit" gegeben bei der Reaktion auf die Ausbreitung: "Viele Länder haben die Empfehlungen der WHO ignoriert." Hauptthema der Konferenz ist die globale Antwort auf die Ausbreitung des neuartigen Erregers, an dessen Folgen bereits mehr als 310.000 Menschen gestorben sind.

Nordseeinseln für Tagestouristen über Himmelfahrt und Pfingsten gesperrt

14.26 Uhr: Wer an den nahenden Feiertagen für einen Kurztrip nach Helgoland oder St. Peter-Ording wollte, sollte umplanen: Viele der beliebtesten Ausflugsziele an der Nordsee bleiben für Tagesgäste tabu.

Auch Bayern ändert Quarantäneregeln für Einreisende

14.03 Uhr: Nach mehreren anderen Bundesländern hat auch Bayern die Quarantäneregeln für Einreisende geändert. Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien in den Freistaat kommt, muss sich nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München erklärte: "Bayern hat seine Verordnung entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarungen geändert."

Bis dato hatten sich Menschen, die etwa aus einem europäischen Nachbarland nach Bayern einreisten, noch für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Dies sollte die Ausbreitung der Pandemie eindämmen. Die Bundesländer hatten sich vergangene Woche nach Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt darauf verständigt, die Regeln zu lockern. Einige hatten die Quarantänevorgaben schon aufgehoben.

Möbelindustrie: Rund ein Fünftel weniger Aufträge

13.45 Uhr: Seit Beginn der Krise haben große Teile der Möbelindustrie nach eigenen Angaben rund ein Fünftel weniger Aufträge bekommen als zuvor. Das berichteten fast vier von fünf Unternehmen der Branche, die vom Verband der Deutschen Möbelindustrie befragt wurden. Fast 80 Prozent der Unternehmen haben dem Verband zufolge im April Kurzarbeit angemeldet.

Die Corona-Kronprinzen aus der arabischen Welt

Die Coronakrise bremst die ambitioniertesten Machthaber der arabischen Welt aus: Mohammed bin Salman und Mohammed bin Zayed. Zwischen den einst Unzertrennlichen werden zunehmend Differenzen sichtbar. Lesen Sie hier mehr dazu.

Russland meldet dritten Tag in Folge weniger als 10.000 Neuinfektionen

13.40 Uhr: In Russland schwächt sich der rasante Anstieg bei den Neuinfektionen etwas ab. Mit 8926 Ansteckungen bleiben die Meldungen der Behörden den dritten Tag in Folge unter der Marke von 10.000, die im Mai bislang meist überschritten wurde. Die Gesamtzahl steigt damit binnen 24 Stunden auf 290.678. Nach den USA hat Russland die meisten Infektionen weltweit gemeldet. Die Zahl der Todesfälle legte um 91 auf 2722 zu.

Alle erwachsenen Dänen können sich testen lassen

13.32 Uhr: Alle Erwachsenen in Dänemark bekommen die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Angesichts der dänischen Strategie, die Zahl der getesteten Dänen massiv zu erhöhen, können alle volljährigen Bürger im Laufe der Woche einen Termin vereinbaren. Selbst beim kleinsten Verdacht, sich möglicherweise angesteckt zu haben, solle man dies tun, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Kurz darauf standen bereits Zehntausende Dänen auf der entsprechenden Website auf der Warteliste, um eine Testzeit zu buchen.

Dänemark verfügt derzeit über die Kapazitäten, rund 50.000 Personen aus der breiteren Bevölkerung wöchentlich zu testen. Eine bestimmte Testmenge soll aber weiter für Menschen mit Symptomen, Gesundheits- und Pflegepersonal, Bewohner und Pfleger in Altersheimen sowie Patienten in ambulanter Behandlung reserviert bleiben.

Rund 400.000 Menschen sind in Dänemark bislang auf Covid-19 getestet worden. Bei knapp 11.000 Personen wurde eine Infektion nachgewiesen, mehr als 9200 haben sich davon bereits wieder erholt. 547 Menschen sind bisher gestorben.

Österreichs Innenminister übt Kritik an Stadt Wien

13.30 Uhr: Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat die Stadt Wien scharf für ihr Krisenmanagement kritisiert. Unter anderem warf er der Stadt vor, nicht alle relevanten Informationen an den Einsatzstab des Ministeriums weiterzugeben. "Wien hat derzeit 60 Prozent der Neuinfektionen in Österreich, das ist ernst zu nehmen", sagte Nehammer. Ein Experte des Ministeriums erklärte, dass es bei den Informationen der Stadt über mögliche Infektionsketten "eindeutig Verbesserungspotenzial" gebe. Man habe oft polizeiliche Unterstützung angeboten, damit die Einhaltung von Quarantänen überwacht werden könne: "Auch das wurde von der Stadt Wien nicht in Anspruch genommen."

Nehammer forderte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) daher auf, nun gemeinsam gegen eine zweite Infektionswelle anzukämpfen. "Es muss unser gemeinsames Ziel sein, diese zu verhindern", sagte Nehammer. "Damit wir das Virus eingrenzen können, braucht es schnelles und entschlossenes Handeln. Das heißt, es braucht Transparenz."

In der österreichischen Hauptstadt regieren die sozialdemokratische SPÖ und die Grünen, während die Bundesregierung von der konservativen ÖVP und den Grünen gestellt wird. Im Herbst stehen in Wien Wahlen an.

An Covid-19 erkrankt sind in Österreich nur noch rund 1000 Menschen, allerdings fast 600 davon in Wien. Die Zahl der Neuinfektionen pro Tag blieb österreichweit zuletzt stets unter 100.

Merkel und Macron sprechen über Wiederaufbauprogramm

13.27 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron planen einen gemeinsamen Vorstoß in der Coronakrise. Nach SPIEGEL-Informationen soll ein Fonds zum Wiederaufbau der Wirtschaft Hunderte Milliarden Euro umfassen.

130 Infizierte im Flüchtlingsheim in Sankt Augustin

13.15 Uhr: In einem Flüchtlingsheim in Sankt Augustin in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit Corona infiziert. Die restlichen 170 Bewohner hätten sich nicht infiziert, wie Tests gezeigt hätten, sagte am Montag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

"Es werden wie in allen Landesunterkünften die höchsten Hygienevorschriften umgesetzt", betonte sie. Die negativ und die positiv Getesteten würden getrennt untergebracht. Auch die Außenbereiche seien getrennt. Das Essen werde ausschließlich auf den Zimmern eingenommen. Um die Belegung zu reduzieren und mehr Platz zu schaffen, würden viele negativ getestete Bewohner in eine andere Unterkunft verlegt.

Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus ist in Flüchtlingsheimen keine Seltenheit. Allein in Nordrhein-Westfalen waren bereits zwei Einrichtungen stärker betroffen. So wurden in Euskirchen mehr als 50 Personen positiv getestet, in Mettmann bei Düsseldorf kam es in einem Flüchtlingsheim zu mehr als 30 Positivfällen.

Dutzende Infektionsfälle in Dissen: Schon wieder Westfleisch

12.45 Uhr: Auch der Schlachthof im niedersächsischen Dissen, bei dem am Wochenende zahlreiche Infektionsfälle bekannt wurden, gehört zum Teil der Genossenschaft Westfleisch. Wie ein Westfleisch-Sprecher dem SPIEGEL auf Anfrage bestätigte,  sind 92 Beschäftigte des Zerlegebetriebs WestCrown in Dissen positiv getestet worden. WestCrown ist ein 50:50-Joint-Venture von Westfleisch und dem Unternehmen Danish Crown aus Dänemark.

Westfleisch war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil sich mehr als 300 Beschäftigte der beiden nordrhein-westfälischen Werke Coesfeld und Oer-Erkenschwick infiziert hatten. Der Standort Coesfeld ist seit Montag vergangener Woche geschlossen. Auch die WestCrown-Fabrik in Dissen blieb nach Bekanntwerden der Infektionsfälle an diesem Montag zu.

"Nun gilt es, so rasch wie möglich die Gründe für das Testergebnis zu analysieren", erklärte Carsten Schruck, Geschäftsführender Vorstand der Westfleisch SCE, in einer Mitteilung. Die genauen Wege möglicher Infektionszusammenhänge müssten umfassend untersucht werden. Auch wegen der Westfleisch-Fälle in Nordrhein-Westfalen hatte Niedersachsens Landesregierung vergangene Woche angekündigt, sämtliche Schlachthofmitarbeiter im Bundesland auf das Coronavirus zu testen. (clh)

Der Börsen-Wahnwitz

Die Aktienkurse haben sich von der wirtschaftlichen Realität entkoppelt. Bei vielen Unternehmen steigt der Börsenwert, obwohl sie gar keine echten Krisengewinner sind. Wie lange kann das gut gehen? Lesen Sie hier mehr dazu: Rallye trotz Coronakrise.

Wenige oder gar keine Neuinfektionen in den meisten Kreisen

12.15 Uhr: Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland hat binnen einer Woche nur sehr wenige oder gar keine Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Allerdings weist das RKI ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben durch Übermittlungsverzüge von den tatsächlichen Zahlen vor Ort abweichen können.

Der RKI-Übersicht zufolge sind in rund 50 Landkreisen innerhalb von sieben Tagen keine neuen Ansteckungen bekannt geworden. In rund 220 waren es fünf oder weniger Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Eine Handvoll Kreise kratzte aber auch an der von der Politik festgelegten Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - oder lag darüber. Der Wert dient als Grenze, bei deren Überschreitung strikte Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie vorgesehen sind - in der betreffenden Region.

WHO: Europa muss sich jetzt auf zweite Welle vorbereiten

12.00 Uhr: Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Infektionen einstellen. Es sei an der "Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der britischen Zeitung "The Telegraph". Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer "Doppelwelle". "In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern." Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen.

Restaurants und Kneipen in Dänemark wieder geöffnet

11.55 Uhr: Die Dänen können wieder ins Café, Restaurant oder in die Kneipe gehen. Die vor rund zwei Monaten geschlossenen Lokale durften zum Wochenstart wieder öffnen, mussten dabei aber bestimmte Voraussetzungen wie etwa einen ausreichenden Abstand zwischen den Gästen schaffen. Gleiches galt für Kirchen, Moscheen und Synagogen. Auch die Schüler der sechsten bis zehnten Jahrgangsstufen nahmen ihren Unterricht im Klassenzimmer wieder auf.

Dänemark hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus große Fortschritte gemacht und befindet sich derzeit in der zweiten Phase der Lockerung. Eine Entscheidung über die Öffnung der Grenzen nach Deutschland, Norwegen und Schweden steht dagegen weiter aus. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte vergangene Woche Bereitschaft dafür signalisiert, Touristen bald ins Land zu lassen, die etwa mit einem Mietvertrag für ein Ferienhaus oder mit einer Hotelreservierung den Grund ihrer Einreise nachweisen könnten.

Frankreich will Kauf von nachhaltigen Autos fördern

11.48 Uhr: Frankreichs Regierung möchte im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach der Krise den Kauf nachhaltiger Autos fördern. Die Krise müsse zu einem Hebel gemacht werden, um einen ökologischen Übergang zu beschleunigen und die Franzosen zu ermutigen, Fahrzeuge zu kaufen, die für sie heute noch zu teuer seien, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire dem Radiosender France Info. Er kündigte an, dass die französische Regierung innerhalb der nächsten 15 Tage einen Plan für die Unterstützung der Automobilbranche vorlegen werde.

Le Maire stellte zudem Unterstützung für den Luftfahrtsektor in Aussicht. Vor dem 1. Juli werde ein Plan vorgelegt, der der Branche mit "Hunderttausenden Arbeitsplätzen in der Region Toulouse und anderswo" unter die Arme greifen solle. Im südwestfranzösischen Toulouse hat Airbus seine Schaltzentrale.

Söder für Lohnfortzahlung für Eltern

11.30 Uhr: Die CSU unterstützt die Forderung, Lohnfortzahlung für Eltern wegen Corona zu verlängern. Das sagte der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder dem SPIEGEL: "Wir unterstützen das. Denn Eltern müssen in dieser besonderen Situation entlastet werden."

Wer in der Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens - bis zu einer Grenze von 2016 Euro im Monat. Für manche wären die Zahlungen damit jetzt erschöpft.

Zuvor hatte auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer die Forderung des Koalitionspartners SPD befürwortet, Familien in der Krise länger und stärker zu unterstützen und dafür den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern. "Das war und bleibt notwendig", sagte sie der "Saarbrücker Zeitung". "Ich will deshalb, dass wir diese Hilfe im Rahmen des Konjunkturpaktes bis zum Ende des Jahres fortsetzen und darüber hinaus auch die Bezugsdauer von sechs auf zehn Wochen erhöhen."

Irland beginnt mit ersten Lockerungen

11.20 Uhr: Irland hat am Montag erste vorsichtige Lockerungen vorgenommen. Beschäftigte mit Arbeitsplätzen im Freien wie Bauarbeiter oder Gärtner durften ihre Arbeit wieder aufnehmen, einige Läden wie Baumärkte und Gartencenter sowie Bauernmärkte wieder öffnen. Auch Fußball-, Tennis- und Golfplätze durften unter der Auflage strikter Abstandsregeln wieder geöffnet werden. Menschen dürfen sich draußen wieder in kleinen Gruppen treffen.

Die vorsichtigen Lockerungen der seit dem 28. März geltenden Beschränkungen sind die erste Phase eines Öffnungsprozesses, der bis August dauern soll. Nach Angaben der irischen Gesundheitsbehörden starben mehr als 1500 Menschen an Covid-19. Am 20. April war ein Höchststand von 77 Toten an einem Tag vermeldet worden, am Sonntag lag diese Zahl bei zehn. Die Folgen der nun eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen sollen drei Wochen lang beobachtet werden.

Langfristige Schulschließungen führen zu dauerhaftem Verlust von Einkommen

11.14 Uhr: Durch die Schulausfälle wegen der Coronakrise drohen Schülern offenbar Einkommensverluste im späteren Erwerbsleben. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo.

Gewerkschaft: Lehrer sollten nicht auf Ferien verzichten

11.07 Uhr: Lehrerinnen und Lehrer sollten nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nicht auf einen Teil ihrer Ferien verzichten. Die meisten Lehrer seien stärker beansprucht gewesen, und auch die Eltern würden Wert auf Ferien legen, sagte die Vorsitzende Marlis Tepe dem SWR. Die Ferien sollten daher nicht angetastet werden.

Genauso wenig hält die GEW-Chefin es für nötig, Schuljahre oder Schulhalbjahre zu wiederholen: "Ich glaube, dass man einfach weitergehen muss im Geschäft." Man müsse genau prüfen, was die Schüler erreicht hätten, und dann stärker individualisiert voranschreiten. "Ich will nicht sagen, dass zu viel Stoff in der Schule ist, aber man muss dann eben Stoff runternehmen und sich auf Grundlegendes konzentrieren."

Sylt hat wieder geöffnet

10.39 Uhr: Touristen dürfen wieder nach Schleswig-Holstein - und die Fähren und Autozüge auf die Inseln sind gut gefüllt. In Mecklenburg-Vorpommern dürfen vorerst nur Einheimische urlauben. Lesen Sie hier mehr zu den Lockerungen für Urlauber.

Lindner bedauert Umarmung mit Bekanntem trotz Abstandsgebot

10.20 Uhr: Nach einer Feier in einem Berliner Lokal wurde FDP-Chef Christian Lindner dabei fotografiert, wie er einen Bekannten umarmte - entgegen den Corona-Regeln. Nun erklärt er sein Verhalten.

Österreich: Viele Kinder können wieder zur Schule

10.15 Uhr: Seit Montag werden in Österreich die 6- bis 14-jährigen Kinder wieder unterrichtet. Für rund 700.000 Schüler endet damit in dieser Woche das Homeschooling - durch die Aufteilung mancher Klassen ist der erste Schultag aber für einige erst am Donnerstag.

Die Wiederaufnahme des Unterrichts für diese Jahrgänge ist der zweite Schritt beim Neustart der österreichischen Schulen. Bereits seit 14 Tagen werden Schüler unterrichtet, die kurz vor einem Abschluss stehen, etwa Abiturienten. Ab dem 3. Juni startet die Schule dann auch wieder für Jugendliche über 14 Jahre.

Für den Neustart hat das Bildungsministerium ein Hygienehandbuch geschrieben. In der Schule muss grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, der erst am Platz abgenommen werden darf. Zudem werden die Klassen ab 19 Schülern in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe darf dann von Montag bis Mittwoch in die Schule, die zweite Gruppe am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf werden die Tage getauscht.

Söder fordert finanzielle Anreize für Urlaub in Deutschland

10.00 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder will Hotels und Reisebüros in Deutschland mit finanziellen Anreizen für einen "Urlaub daheim" unter die Arme greifen. Es müsse in der Debatte über den Sommerurlaub in der Krise darum gehen, "wie man gerade Urlaub in Deutschland fördern kann", sagte der CSU-Chef. Dies könne etwa über eine steuerliche Absetzbarkeit oder auch Urlaubsgutscheine erfolgen.

Anders als Außenminister Heiko Maas (SPD) sei er "sehr zurückhaltend" bei den Erwartungen, in welcher Form Urlaub in europäischen Ländern wie Spanien, Italien oder Frankreich möglich sei, sagte Söder. Um die derzeit von der Krise besonders betroffenen Reiseunternehmen zu retten, gebe es deshalb zwei Möglichkeiten - entweder eine direkte Unterstützung der Unternehmen oder eben durch Anreize für den Urlaub.

Unterrichtsbesuch für sächsische Grundschüler ab sofort freiwillig

9.55 Uhr: Von diesem Montag an sollten alle Grundschüler in Sachsen wieder in die Schule gehen - eine bundesweite Ausnahme, die auf Kritik stieß. Eltern klagten dagegen und setzten sich vor Gericht durch. Mit weitreichenden Folgen.

Kabinett verschiebt Beratungen über Schlachthöfe

9.39 Uhr: Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat die Beratungen über Konsequenzen aus den Ausbrüchen in deutschen Schlachtbetrieben auf diesen Mittwoch verschoben. Es gebe noch Beratungsbedarf, hieß es aus Regierungskreisen in Berlin. Im Brennpunkt der Diskussion steht der Umgang mit saisonalen Arbeitskräften aus dem Ausland, nachdem die Fleischindustrie wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen seit vielen Jahren in der Kritik steht.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat härtere Auflagen gefordert. Eigentlich wollte er in der Sitzung am heutigen Montag Vorschläge vorlegen, um das Arbeitsschutzgesetz zu ändern.

Ausbruch bei Paketzusteller: Kreis Heinsberg prüft intensiv Kontakte

9.00 Uhr: Nach dem Ausbruch in einem Depot des Paketzustellers DPD hat der Kreis Heinsberg zusätzliche Mitarbeiter mobilisiert, um schnell die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Ein Krisenstab komme am Vormittag zusammen, um die weiteren Schritte zu beraten, sagte ein Kreissprecher.

Alle rund 80 positiv Getesteten des Standorts in Hückelhoven seien in häuslicher Quarantäne, nach aktuellem Stand sei niemand im Krankenhaus, es gebe bisher nur milde verlaufende Fälle, sagte ein DPD-Sprecher. Der Paketzusteller hatte den Betrieb in Hückelhoven Ende vergangener Woche ausgesetzt und alle 400 Mitarbeiter in zweiwöchige Quarantäne geschickt.

FDP zeigt Verständnis für Proteste gegen Corona-Maßnahmen

8.50 Uhr: FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hat Verständnis für die Proteste gegen die Corona-Beschränkungen geäußert. Die Pandemie erfordere "Rücksichtnahme der Bürger untereinander, nicht aber Frag- und Kritiklosigkeit gegenüber dem Staat", sagte die FDP-Politikerin der "Passauer Neuen Presse". Sie finde es grundsätzlich "legitim, nach der Verhältnismäßigkeit der Corona-Einschränkungen zu fragen".

Demonstranten müssten ihre Freiheiten aber verantwortlich und rücksichtsvoll wahrnehmen und dabei auch Abstands- und Hygieneregeln einhalten. "Für Gewalt und Verschwörungstheorien fehlt mir jedes Verständnis", sagte Teuteberg.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich rief die Bürger dazu auf, sich bei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen von Verschwörungslautsprechern und Extremisten zu distanzieren. "Einigen dürfte aufgefallen sein, mit wem sie da zusammen demonstriert haben", sagte Mützenich den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Es sollte Lernprozesse geben, mit wem man sich gemein macht und mit wem nicht."

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Brasilien meldet mehr als 16.000 Corona-Tote

5.50 Uhr: Zwei Monate nach dem ersten registrierten Todesfall sind in Brasilien mehr als 16.000 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Sonntag hervor. Demnach starben in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 16.118 Menschen an der Lungenkrankheit. 241.080 Infizierte wurden inzwischen offiziell registriert.

Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität zählt das Land auf der Welt die sechsthöchsten Todes- und die vierthöchsten Infektionszahlen. Auch in anderen Ländern Lateinamerikas steigen die Infektionszahlen mit dem neuen Coronavirus und auch die Zahlen der Todesopfer deutlich.

Wie die BBC  berichtet, steht das Gesundheitssystem in Brasiliens größter Stadt São Paulo vor dem Kollaps. Bürgermeister Bruno Covas sagte demnach, die öffentlichen Krankenhäuser hätten nun 90 Prozent ihrer Auslastung erreicht. Innerhalb von zwei Wochen könnten sie an den Rand ihrer Kapazitäten kommen.

Wie der brasilianische Bundesstaat São Paulo (4688) hat inzwischen auch Mexiko (mehr als 5000) bei der Zahl der offiziell gemeldeten Corona-Toten China überholt. Besonders viele Infektionen in Amerika verzeichnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch für drei andere amerikanische Länder: Demnach wurden in Peru und Chile in der vergangenen Woche zwischen 10.000 und 100.000 neue Infektionen gemeldet, in den USA sogar mehr als 100.000.

Maas prophezeit Sommerurlaub mit Einschränkungen

5.40 Uhr: Außenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. "Es gibt vielfach positive Entwicklungen", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen wieder zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, kündigte er an. "Wir wollen nach dem 15. Juni eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?"

Maas will an diesem Montag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Griechenland, Spanien, Italien, Österreich, Kroatien, Portugal, Malta sowie Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen.

Maas warb zugleich dafür, die Quarantänebestimmungen innerhalb der EU aufzuheben, sie sollten nur noch für Menschen gelten, die aus Drittstaaten von außerhalb einreisen.

Maas wies darauf hin, dass es in allen Urlaubsländern Einschränkungen wegen der Viruspandemie geben werde. "Das, was wir als normal empfinden im Sommerurlaub, wird es dieses Jahr nirgendwo geben."

"Ein gewaltiger Schock" für Chinas Wirtschaft

5.40 Uhr: China hat weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen angekündigt. Die weltweite Nachfrage sei infolge des Ausbruchs des Coronavirus deutlich eingebrochen, und der Handel stünde vor beispiellosen Herausforderungen, sagt Chinas Handelsminister Zhong Shan auf einer Pressekonferenz in Peking. Die Unternehmen hätten eine extrem schwierige Zeit. Der Virusausbruch sei für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes "ein gewaltiger Schock". Die Regierung wolle daher die Binnennachfrage ankurbeln und den Konsum fördern, fügte er ohne Angabe weiterer Details hinzu.

Corona in den USA: "Die New Yorker wurden unsichtbar"

5.30 Uhr: Die deutsche Künstlerin Josephine Meckseper lebt in Manhattan. Hier spricht sie über die Auswirkungen der Krise auf den Kulturbetrieb - und darüber, was Corona mit dem Zeitgeist der Stadt macht.

Hallenbetreiber mit starken Umsatzeinbußen in der Coronakrise

4.55 Uhr: Hallenbetreiber in Deutschland haben aufgrund des angeordneten Verbots von Großveranstaltungen bis zum Sommer mit hohen Umsatzeinbußen zu kämpfen. "Rund hundert Veranstaltungstage mit etwa 1,2 Millionen erwarteten Besuchern mussten abgesagt oder verlegt werden", beschrieb Tomasz Grenke, Sprecher der Betreiberfirma der Lanxess-Arena in Köln, der Deutschen Presse-Agentur die Lage. Für die Betreiber der mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Zuschauern größten Mehrzweckhalle in Deutschland würde daraus ein Verlust von 20 Millionen Euro resultieren.

Ähnlich sieht die Lage beim Olympiapark in München aus. Durch das Verbot sei die ganze Geschäftsgrundlage weg, sagte Pressesprecher Tobias Kohler. "Der Park steht eigentlich nur noch zum Spazierengehen und Joggen zur Verfügung." Bis Ende Juni würden Einnahmen in Höhe von zehn Millionen Euro wegfallen. Auf das Jahr gerechnet geht man von einem Verlust in der gleichen Größenordnung aus.

Die Krise hat auch die Betreiber der SAP-Arena in Mannheim stark getroffen. "Für uns ist das absolute Worst-Case-Szenario eingetreten", sagte Geschäftsführer Daniel Hopp. Nicht nur, dass keine Veranstaltungen im Heimstadion des Eishockey-Rekordmeisters Adler Mannheim bis zum Sommer stattfinden könnten. Auch wann es wieder Events in der bekannten Form geben werde, sei ja bisher noch nicht abzusehen. "Das erfüllt uns mit großer Sorge."

Lockerungen für Restaurants und Hotels - Dehoga kritisiert unterschiedliche Umsetzung der Lockerungsverordnungen

4.35 Uhr: Am Montag werden in weiteren Bundesländern die Öffnungsverbote für Restaurants, Cafés, Hotels und andere Einrichtungen aufgehoben. Der Branchenverband Dehoga kritisiert allerdings uneinheitliche Regelungen auch auf Landesebene.

In Hamburg, Hessen, Sachsen, Thüringen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein sind Hotels und Ferienwohnungen wieder geöffnet. In fast allen Bundesländern dürfen auch Restaurants und Cafés nun Gäste im Innenbereich empfangen. In Bayern gilt das bisher nur für Biergärten und Außenbereiche. In Sachsen-Anhalt mussten die Wirte bei ihren Landräten und Oberbürgermeistern dazu Sonderanträge stellen und ein eigenes Hygienekonzept nachweisen.

In den Ländern unterscheiden sich die Regelungen weiter stark: Während in Berlin Kneipen auch am Wochenende noch geschlossen blieben, konnten beispielsweise in Brandenburg die Wirte bereits den Ausschank starten. Überall gelten weiterhin Abstands- und Hygieneregeln: Menschen müssen in Restaurants 1,5 Meter Abstand halten, Servicekräfte dürfen häufig nur mit einem Mund-und-Nasen-Schutz bedienen.

Nach Einschätzung der Landesvereinigungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Saarland und in Hessen lohnt sich die Wiederöffnung unter Auflagen jedoch nicht für alle Gastronomiebetriebe. Viele würden ihre Lokale und Kneipen noch zulassen, auch um zu schauen, wie die Gäste die Angebote annähmen, teilte der Dehoga Saarland mit. Der Dehoga-Landesverband Brandenburg kritisierte die unterschiedliche Umsetzung der Lockerungsverordnungen des Landes durch Kommunen und Landkreise für das Gastgewerbe und wünschte sich mehr Einheitlichkeit. Er bekomme zahlreiche wütende Anrufe von Kollegen, die sich über unterschiedliche Regelungen beschwerten, sagte der brandenburgische Dehoga-Präsident Olaf Schöpe.

Notenbank befürchtet Einbruch der US-Wirtschaft um bis zu 30 Prozent

4.15 Uhr: In den USA könnte die Wirtschaft im laufenden Quartal nach Einschätzung der Notenbank Fed um bis zu 30 Prozent schrumpfen. Es sei gut möglich, dass das Bruttoinlandsprodukt infolge der Pandemie um 20 bis 30 Prozent abnehme, sagte Fed-Direktor Jerome Powell am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Er hält es zudem für wahrscheinlich, dass die US-Arbeitslosenquote auf 20 bis 25 Prozent steigt.

Cuomo lässt sich im Fernsehen auf Coronavirus testen

3.55 Uhr: Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo hat sich am Sonntag vor laufender Kamera einem Coronavirus-Test unterzogen. Während seiner täglichen Pressekonferenz zur Lage der Pandemie entnahm eine Ärztin eine Abstrichprobe aus der Nase des 62-Jährigen. Das sei schnell gegangen und habe überhaupt nicht wehgetan, sagte Cuomo. Der Demokrat forderte die Menschen in New York auf, sich bei Bedarf testen zu lassen. Man habe die Kapazitäten deutlich ausgeweitet. An rund 700 Stationen könnten nun täglich 40.000 Tests durchgeführt werden.

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In dem besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesstaat New York sind die täglichen Todeszahlen weiter gesunken. Am Vortag seien 139 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, deutlich weniger als zum Höhepunkt des Ausbruchs im April, teilte Cuomo mit. Auch die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus liegen, sank weiter, ebenso die Zahl der Neuinfizierten.

Insgesamt haben sich in dem Bundesstaat mit 19 Millionen Einwohnern bislang mehr als 350.000 Menschen mit dem Virus infiziert, rund 28.000 sind daran gestorben. New York hatte am Freitag mit der langsamen Öffnung einiger seiner ländlichen Regionen begonnen. Nördlich der Millionenmetropole New York City dürfen in weniger betroffenen Gebieten wieder einige Läden mit dem Straßenverkauf beginnen, auch Bauarbeiten dürfen wieder aufgenommen werden.

"Anne Will" zu Corona-Demos: "Wäre nie dort hingegangen, um mich als Politiker beschimpfen zu lassen"

3.40 Uhr: Bei "Anne Will" wird über "Hygienedemos" diskutiert. Sahra Wagenknecht sorgt sich um angeblich fehlende kritische Positionen in den Medien - und Karl Lauterbach bleibt solchen Zusammenrottungen lieber fern.

Kramp-Karrenbauer unterstützt verlängerte Lohnfortzahlung für Eltern

3.15 Uhr: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer unterstützt das Vorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), die Lohnfortzahlung für Eltern in der Coronakrise zu verlängern. Sie wolle, dass die Bezugsdauer von sechs auf zehn Wochen erhöht werde, sagte Kramp-Karrenbauer der "Saarbrücker Zeitung" . Der Anspruch auf diese Hilfe für Eltern, die wegen Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten könnten, solle bis Jahresende bestehen bleiben.

"Was Familien derzeit leisten, ist enorm und hat meinen vollen Respekt", sagte die CDU-Vorsitzende. Das Bundesarbeitsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, dass es eine Anschlussregelung bei der Lohnfortzahlung für Eltern anstrebe. Das Ministerium verwies aber zugleich darauf, dass dafür eine Einigung von Bund und Ländern notwendig sei.

Eltern können bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren während der Pandemie wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb Einkommensverluste haben. Die Leistung ist aber begrenzt auf 2016 Euro für einen vollen Monat und wird bisher je Elternteil höchstens sechs Wochen lang gezahlt.

Trump wünscht sich Zuschauermengen beim Golf zurück

2.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump wünscht sich auch im Golf eine Rückkehr zur Normalität. "Wir wollen nicht, dass sie (die Zuschauer, Anm. d. Red.) Masken tragen müssen, so wie wir das in den vergangenen Monaten getan haben", sagte Trump bei einem Anruf in einer Golfsendung von NBC: "Wir wollen zurück zu der Normalität mit großen Zuschauermengen, wenn sie praktisch übereinanderstehen und Spaß haben und sich keine Sorgen machen." Am Sonntag spielten die Golfgrößen Rory McIlroy und Dustin Johnson gegen Rickie Fowler und Matthew Wolff für den guten Zweck.

Das Benefizspiel war das erste live im Fernsehen zu sehende Golfmatch, seit die PGA Tour wegen der Pandemie ihre Saison unterbrochen hat. Am kommenden Wochenende kommt es ebenfalls für den guten Zweck zu einer Neuauflage des Golfduells zwischen Tiger Woods und Phil Mickelson, die dieses Mal auch in Teams antreten und mit den Footballstars Peyton Manning und Tom Brady spielen. Das erste Turnier auf der PGA Tour ist für den 11. Juni im texanischen Fort Worth geplant. Zuschauer wird es für mindestens einen Monat nicht geben.

Japan in der Rezession

2.05 Uhr: Wie Deutschland ist auch Japan durch die Coronakrise in eine Rezession gerutscht. Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres auf das Jahr hochgerechnet um real 3,4 Prozent, wie die Regierung in Tokio auf vorläufiger Basis bekannt gab. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war bereits im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft, auf das Jahr hochgerechnet um 7,1 Prozent. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession".

Extremismusforscherin über Corona-Proteste: "Es trifft aus Sicht der Rechten ja nur die Kranken und Schwachen"

1.45 Uhr: Die Wissenschaftlerin Natascha Strobl erklärt, warum sich so viele Rechtsextreme an den Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen beteiligen.

Griechenland wirbt um deutsche Urlauber

1.10 Uhr: Griechenlands Regierung wirbt um Urlauber aus Deutschland. Griechenland komme Schritt für Schritt aus der Coronakrise und kehre zur Normalität zurück, sagte Außenminister Nikos Dendias dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Bewegungsfreiheit wird innerhalb des Landes wiederhergestellt, unsere Hotels bereiten sich auf ihre Wiedereröffnung vor, unsere Strände sind wieder zugänglich und archäologische Stätten öffnen wieder für die Öffentlichkeit."

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will an diesem Montag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind neben Griechenland auch Spanien, Italien, Österreich, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel ist ein Vorgehen im Gleichschritt bei der Öffnung der Grenzen für Touristen. In Deutschland gilt vorerst bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Urlauber.

Denias betonte, Griechenland habe sich in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen. Dies wolle es auch für seine Gäste sein. "Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr Touristen die Freuden des griechischen Sommers genießen können." Dafür sei die von Maas anberaumte Konferenz sehr wichtig. "Ziel ist es, das freie und sichere Reisen innerhalb der EU wiederherzustellen."

Lateinamerika: Das nächste Zentrum der Corona-Pandemie

0.45 Uhr: Tote werden in Massengräbern begraben, Menschen suchen nach verstorbenen Angehörigen: Lateinamerika entwickelt sich zu einem neuen Zentrum der Coronakrise.

Belgisches Klinikpersonal wendet sich symbolisch von der Regierung ab

0.25 Uhr: Das Personal eines Brüsseler Krankenhauses hat beim Besuch von Premierministerin Sophie Wilmès gegen die Regierung protestiert. Als Wilmès am Samstag das St. Peter-Krankenhaus in der belgischen Hauptstadt besuchte, wandten ihr die zum Empfang vor der Klinik stehenden Mitarbeiter demonstrativ den Rücken zu. Nach belgischen Medienberichten handelte es sich um einen Protest unter anderem gegen die schlechte personelle Ausstattung während der Coronakrise.

"Die Politiker kehren unseren Hilferufen ständig den Rücken", sagte ein Pfleger, der anonym bleiben wollte, dem Sender RTBF. "Die Mannschaften sind unterbesetzt und die Burn-out-Raten zeigen es. Wir wollen, dass der Beruf richtig geschätzt wird."

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Ein Sprecher von Wilmès sagte, die Regierungschefin habe in der Klinik 40 Minuten lang mit Vertretern der Demonstranten gesprochen, dort sei die Atmosphäre freundlicher gewesen. Wilmès schrieb bei Twitter, das Treffen sei ein "wichtiger Moment" gewesen. "Die Gesundheitssituation, der Schutz, die psychische Belastung, der Respekt für den Beruf, die Finanzierung des Gesundheitswesens - nichts war tabu."

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Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern ist von der Coronavirus-Pandemie stark betroffen. Bis Sonntag wurden 55.280 Infektionen mit dem neuartigen Erreger registriert, 9052 infizierte Menschen starben bislang. Das ist eine der höchsten Pro-Kopf-Todesraten weltweit.

Corona-Ausbruch in Fleischfabrik in Niedersachsen

0.15 Uhr: In der deutschen Fleischindustrie ist der nächste Coronavirus-Ausbruch entdeckt worden. 92 Mitarbeiter eines Zerlegebetriebs im niedersächsischen Dissen sind laut Landkreis Osnabrück  positiv auf das Virus getestet worden. Der Betrieb setzt die Produktion vorläufig aus. Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, hieß es. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten - dabei stehe die Frage im Zentrum, "ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt".

62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teils in Sammelunterkünften. "Unter ihnen sind zahlreiche Kräfte, die von Subunternehmen beschäftigt werden." Die Ermittlung der Kontaktpersonen war den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen.

In mehreren deutschen Schlachthöfen war Covid-19 zuletzt ausgebrochen, etwa in den nordrhein-westfälischen Städten Coesfeld und Oer-Erkenschwick. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit Jahren in der Kritik.

"Riesige Unterschiede" bei Corona-Staatshilfen

0.10 Uhr: Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, hat sich besorgt über "riesige Unterschiede" bei den Corona-Staatshilfen der EU-Mitgliedsländer gezeigt. Nach Statistiken der Kommission entfalle die Hälfte der genehmigten Corona-Hilfen allein auf Deutschland, sagte Vestager der "Süddeutschen Zeitung" . Daher bestehe die Gefahr, dass dies den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt verzerre und die wirtschaftliche Erholung verlangsame - "und das ist zu einem gewissen Grad schon eingetreten".

Rückblickend hätte sie sich beim Ausbruch der Krise mehr Abstimmung zwischen Mitgliedstaaten und mit der EU gewünscht, sagte Vestager. "Dann hätten wir vielleicht keine Grenzschließungen gehabt, keine Exportverbote, nicht all den Schmerz, der da herrührte, dass Nachbarstaaten einander in den ersten Wochen nicht geholfen haben."

Vestager äußerte zudem Zweifel, ob das geplante zweite Corona-Hilfspaket der EU ausreichen werde. Hierfür gebe es "keine Garantien außer die, dass wir unser Bestes tun". Die Kommission will am 27. Mai den Entwurf eines Hilfsprogramms vorlegen.

Sonderausgabe von "Wetten, dass..?" verschoben

0.00 Uhr: Das ZDF verschiebt wegen der Coronakrise eine geplante "Wetten, dass..?"-Sonderausgabe. "Thomas Gottschalk und das ZDF freuen sich nun auf eine spannende Show im kommenden Jahr", teilte der Sender mit. Die Sendung war ursprünglich für den 7. November geplant.

ZDF-Showchef Oliver Heidemann erklärte: "'Wetten, dass..?' ist eine Show, die von der einzigartigen Atmosphäre einer großen, vollbesetzten Halle lebt. Das kann im Moment leider nicht seriös geplant werden. Der zweite Grund ist die fehlende Vorbereitungszeit für die oft skurrilen und aufwändigen Wetten."

ptz/mfh/sak/kko/nsp/dpa/Reuters/AFP/sid
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