News-Update Das waren die Entwicklungen zum Coronavirus am Samstag

Droht Deutschland ein Stillstand wie in Italien? In Berlin und Köln werden unter anderem Clubs, Kinos und Bars geschlossen. Die USA weiten den Einreisestopp derweil nun doch auf Großbritannien und Irland aus.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert

Immer mehr Länder schließen Grenzen

23:05 Uhr: Nach den Ankündigungen von Lettland und Tschechien, wegen der Coronakrise die Grenze für Ausländer zu schließen, ziehen immer mehr Staaten nach. Ab Montagmorgen werden auch die litauischen Grenzen geschlossen sein, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das teilte die Regierung mit. Demnach dürfen litauische Staatsbürger auch nicht mehr das Land verlassen, eine Ausnahme macht die Regierung für Geschäftsreisende.

Die Schließung der Grenzen gelte jedoch nicht für Lastwagen, Diplomaten und Menschen, die das Land auf dem Weg in ihre Heimat durchqueren müssen. Die Einschränkung gelte bis zum 30. März. Zudem kündigte die Regierung die Schließung aller Kneipen, Restaurants und Geschäfte an, Supermärkte dürfen geöffnet bleiben.

Auch Südamerika hat das Virus erreicht, deswegen schließt Ecuador ebenfalls seine Grenzen. Bereits ab Sonntag dürfen ausländische Touristen nicht mehr in das Land einreisen, teilte die Regierung mit. Zuvor war der zweite Mensch in Ecuador an Covid-19 gestorben. Ecuadorianer und Menschen mit Wohnsitz in Ecuador hätten bis Montagabend Zeit, zurückzukehren, sagte Vizepräsident Otto Sonnenholzner. Ecuador hat offiziell 28 Fälle des Coronavirus, alle öffentlichen Aktivitäten sind ausgesetzt.

Immer mehr Länder in Afrika betroffen

22:08 Uhr: In Südafrika ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle von 24 auf 38 gestiegen, das teilte das Institut für meldepflichtige Krankheiten (NICD) mit. Darunter sind Rückkehrer aus Deutschland, den USA und Großbritannien. Im westafrikanischen Staat Senegal stieg die Zahl um drei neue Fälle auf nun 21.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Ab Montag sind die dortigen Schulen und Universitäten für drei Wochen geschlossen, öffentliche Versammlungen, aber auch das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen in den Häfen sind für 30 Tage untersagt. In Namibia hat die Regierung mitgeteilt, alle Flüge von und nach Deutschland, Katar und Äthiopien für 30 Tage auszusetzen. Marokko setzt sogar Flüge von und in 25 Ländern aus, darunter ebenfalls Deutschland.

Afrika war verhältnismäßig lange von dem Coronavirus verschont geblieben, doch inzwischen breitet sich das Virus auf dem Kontinent aus. Bisher sind in mehr als 23 afrikanischen Ländern Fälle aufgetreten. Nach Angaben der Wirtschaftskommission für Afrika (ECA) könnten die Volkswirtschaften vieler Länder auf dem Kontinent durch die Folgen der Krise stark beschädigt werden.

Hinweis: Diese Grafik dient nur einer ersten Orientierung. Sie ersetzt kein Arztgespräch - auch sollten Sie sich so oder so an die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen halten. Egal, ob Sie sich krank fühlen oder nicht.

Spanien verkündet nationalen Notstand

21:17 Uhr: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat wegen der Coronakrise den nationalen Notstand ausgerufen, das gab er auf einer Pressekonferenz bekannt. Damit kommt nach Italien und Frankreich das dritte europäische Land zum Stillstand. Der nationale Notstand gelte für die kommenden 15 Tage, sagte Sánchez. Das Dekret trete am Montag um 8 Uhr in Kraft. 15 Tage sei die Maximaldauer für einen solchen Alarmzustand, sagte Sánchez.

Die Coronakrise bedürfe außerordentliche Entscheidungen, sagte der Premierminister. Demnach gibt es eine landesweite Ausgangssperre, die Menschen dürfen ihre Häuser und Wohnungen nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder Nahrung einzukaufen. Alle Geschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken werden geschlossen. Zudem wird der Zugverkehr reduziert. Wir müssen alle zusammen gegen das Coronavirus kämpfen", sagte Sánchez.

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Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Fast 3800 bestätigte Fälle in Deutschland

20:48 Uhr: In Deutschland sind bis zum Samstagnachmittag laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) 3795 laborbestätigte Covid-19-Fälle registriert worden, am Vortag waren es noch 733 weniger. Acht Menschen seien bisher an der Krankheit gestorben, teilte das RKI am Abend auf seiner Internetseite mit. Die meisten Fälle, nämlich 1154, meldete weiterhin Nordrhein-Westfalen, wo vor allem der Landkreis Heinsberg betroffen ist. Aus Bayern wurden 681 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet, aus Baden-Württemberg 569.

Wegen des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden von Fällen und der Übermittlung könne es zu Abweichungen zu von Bundesländern aktuell herausgegebenen Zahlen kommen, teilte das RKI mit. Die Meldedaten aktualisiere das RKI täglich.

Immer mehr Infizierte in Italien

20:25 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien steigt weiter an. Die Katastrophenschutzbehörde meldete am Samstag 21.157 Infizierte, am Freitag waren es noch 17.660. Insgesamt seien im Zuge der Epidemie inzwischen 1441 Menschen gestorben, hieß es weiter. Das sind 175 mehr als am Tag zuvor. Auf den Intensivstationen italienischer Krankenhäuser würden derzeit 1518 Menschen mit Coronavirus behandelt - eine Steigerung um 14 Prozent. Die meisten Infektionen werden weiterhin in Norditalien registriert. Aber auch in Latium, der Region um Rom, sei die Zahl der Fälle um fast 30 Prozent gestiegen.

Frankreich schränkt öffentliches Leben drastisch ein

19:58 Uhr: Frankreich schränkt wegen der Coronavirus-Krise das öffentlichen Leben ab Mitternacht drastisch ein. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, kündigte Premierminister Édouard Philippe an, dass ähnlich wie im Nachbarland Italien im ganzen Land Cafés, Geschäfte, Restaurant und Kinos geschlossen werden. Ausnahmen gebe es für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Tankstellen.

Auch der öffentliche Personenverkehr bleibe aufrechterhalten, Philippe rief die Franzosen jedoch dazu auf, ihn limitiert zu nutzen. Die Menschen sollten nur rausgehen, um Vorräte zu kaufen oder bei Wahlen abzustimmen. So viele Menschen wie möglich müssten von zu Hause aus arbeiten, sagte Philippe. Der Premierminister wisse um die Opfer, die französische Bürger bringen müssten, die Situation sei aber ernst.

"Gelbwesten" demonstrieren trotz Infektionsgefahr

19:39 Uhr: Trotz der Warnung vor großen Menschenansammlungen sind in Paris hunderte "Gelbwesten" auf die Straße gegangen. Der Chef der größten französischen Polizeigewerkschaft sagte, dass er die Protestteilnehmer zutiefst verabscheue, die trotz der Gefahren einer Verbreitung des Coronavirus auf die Straßen geströmt seien. "Wir wussten, dass sie keinerlei Respekt für die Gesetze haben, jetzt haben sie außerdem gezeigt, dass sie keinerlei Bürgersinn oder Verantwortungsgefühl haben, da sie die Gesellschaft in Gefahr bringen", sagte Lagache.

Die französische Regierung hatte am Freitag Versammlungen mit mehr als hundert Menschen untersagt. Demonstrationen wurden zwar nicht verboten, die Regierung drängte jedoch auf Verschiebungen. Laut Polizei wurden nach Zusammenstößen bei dem "Gelbwesten"-Protest am Samstag 34 Menschen festgenommen.

In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus auf 91 gestiegen, am Freitag waren es offiziell noch 79 Todesopfern, das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 4499 von 3661.

Start der Koalitionsverhandlungen in Hamburg verschoben

19:16 Uhr: Der für Montag geplante Start der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen in Hamburg wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus um zwei Wochen verschoben, das teilten beide Parteien mit. "Viele der Verhandlungsteilnehmer sind stark in die Bewältigung der Herausforderungen eingebunden, daher haben wir uns darauf verständigt, den Start der Koalitionsverhandlungen zu verschieben", sagte SPD-Landesvorsitzende Melanie Leonhard.

Die Landesvorsitzenden der Grünen, Anna Gallina, sagte: "Die Priorität der Hamburger Politik ist völlig klar. Wir müssen mit aller verfügbaren Kraft daran arbeiten, dass sich das Coronavirus möglichst langsam ausbreitet." Die SPD wurde bei der Bürgerschaftswahl im Februar stärkste, die Grünen zweitstärkste Kraft. Zwischen den Parteien fanden bereits zwei Sondierungsgespräche statt. Bei dem Treffen am Montag sollte es zunächst um Organisatorisches wie Themenfestlegung und Rahmenbedingungen einer möglichen Zusammenarbeit gehen.

Norwegen schließt Flughäfen, Lettland die Grenzen

19:04 Uhr: Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, schließt Norwegen seine Flughäfen. Das gab Premierministerin Erna Solberg bekannt. Demnach werde der Flugbetrieb ab Montagmorgen 8 Uhr ausgesetzt, heißt es. Die Regierung sei bereit, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um die Sicherheit der Wirtschaft zu gewährleisten, sagte Solberg auf einer Pressekonferenz. Norwegen würde versuchen, medizinisches Equipment aus China zu importieren.

Lettland kündigte dagegen an, ab Dienstag seine Grenzen für Ausländer zu schließen, das teilt die Regierung mit. Zudem werden alle öffentlichen Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten. Auch jeglicher internationaler Personenverkehr wird ausgesetzt, sagte Premierminister Krisjanis Karins. Touristen dürften das Land auch danach noch verlassen. In Lettland gab es bis Samstag 26 nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung hat bis Ostern den landesweiten Notstand ausgerufen.

USA weitet Einreisestopp auf Großbritannien und Irland aus

18:59 Uhr: Die USA weiten den 30-tägigen Einreisestopp wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Großbritannien und Irland aus, das kündigte US-Präsident Donald Trump auf einer Pressekonferenz an. Vizepräsident Mike Pence ergänzte, dass die Maßnahme um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft trete. US-Amerikaner und Personen mit einer Green Card, die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber Tests unterziehen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA eingeschränkt werden. Pence sagte, Gesundheitsexperten hätten dazu geraten, den Einreisestopp wegen zunehmender Infektionszahlen auf Großbritannien und Irland auszuweiten. In der Nacht zu Samstag war zunächst ein Einreisestopp für Menschen aus dem Schengenraum in Kraft getreten, der 26 europäische Staaten umfasst, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Rumänien ruft Notstand aus

18:40 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in Rumänien hat Staatspräsident Klaus Iohannis den Notstand ausgerufen. Der Notstand soll ab Montag gelten und gibt den Behörden die rechtliche Grundlage für Maßnahmen, die Grundrechte beschränken, wie etwa temporäre Schließung der Grenzen, Fahrverbote, Einschränkung der Pressefreiheit. Konkrete Pläne hierzu wurden bisher nicht bekannt.

Davon unabhängig haben die Behörden am Samstag bereits verschärfte Vorsichtsmaßnahmen verfügt: Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 Teilnehmern wurden untersagt und die Hygienemaßnahmen beim Zugang zu Krankenhäusern verschärft. Corona-Patienten erhielten Priorität bei der Aufnahme. Bis Samstagabend stieg die Zahl der nachweislich mit dem neuartigen Virus infizierten Menschen auf 109, das sind sieben Fälle mehr als am Samstagmorgen.

Berlin untersagt Veranstaltungen ab 50 Menschen

18:36 Uhr: Nach Köln ergreift auch Berlin drastische Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der Senat hat beschlossen, "dass in Berlin ab sofort alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern untersagt sind. Kneipen, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen dürfen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden", teilte der Senat mit. "Dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen und Vergnügungsstätten, ebenso für Prostitutionsstätten".

Die Verordnung wird ab sofort angewendet. Auch der Sport auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen wird untersagt, ebenso der Besuch von Schwimmbädern und Fitnessstudios. Auch die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart untersagt "den gesamten Trainings- und Sportbetrieb in allen Turn- und Sporthallen, auf allen Vereinssportanlagen, in sonstigen Vereinsräumen und in Fitnessstudios aller Art." Das teilte die Stadt auf ihrer Website mit. 

"Die Sendung mit der Maus" ab Mittwoch täglich

18:25 Uhr: Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) baut angesichts geschlossener Schulen und Kitas seine Programmangebote für Kinder und Jugendliche aus, das teilte die Rundfunkanstalt mit. Ab kommenden Mittwoch werde demnach "Die Sendung mit der Maus" täglich im WDR ausgestrahlt, normalerweise wird die Sendung am Sonntagvormittag im Ersten ausgestrahlt. Zeitunabhängig sind die Sendungen auch in der Mediathek verfügbar.

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Trump auf Coronavirus getestet

17:56 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich auf das Coronavirus testen lassen, das sagte er auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Demnach habe er sich dem Test am Vorabend unterzogen, ein Ergebnis werde erst ein oder zwei Tage später vorliegen, sagte er.

Trump war am vergangenen Wochenende mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation in Kontakt, das mit Trump für ein Foto posierte. Der Mann wurde später positiv auf das Virus getestet. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Trump fast keinen Umgang mit der Person gehabt habe, daher gebe es keine Notwendigkeit für einen Test.

Köln verbietet Veranstaltungen

17:48 Uhr: In Köln werden ab Sonntag wegen der Corona-Pandemie jegliche Veranstaltungen verboten, das teilte Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf einer Pressekonferenz mit. Das Verbot gelte bis zum 10. April für alle Veranstaltungen mit musikalischen oder anderen unterhaltenden Darbietungen, hieß es. Auch Gottesdienste finden vorerst nicht statt.

Ausnahmen gibt es nur für Veranstaltungen, die der Versorgung und öffentlichen Ordnung dienten, hieß es, dazu gehören beispielsweise Wochenmärkte. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, werden zudem Clubs, Kinos und Bars geschlossen. Restaurants und Gaststätten dürfen vorerst geöffnet bleiben.

Neue Vorsichtsmaßnahmen im Weißen Haus

17.05 Uhr: Alle Personen, die in engem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence stehen, müssen sich künftig Temperaturkontrollen unterziehen. Dieser Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme als Reaktion auf den Ausbruch des Coronavirus, sagte Judd Deere, ein Sprecher des Weißen Hauses.

Abiturienten könnten Nachteile wegen Schulschließungen drohen

16.31 Uhr: Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie bringen Schülern Nachteile, befürchtet die Bundesschülerkonferenz (BSK). "Grundsätzlich empfinden wir den Schritt als richtig, weil er auch erforderlich ist", sagte BSK-Sprecher Torben Krauß.

Das Coronavirus müsse eingedämmt werden und Schulen seien ein Ort, an dem viele Menschen aufeinanderträfen und sich anstecken könnten. "Wir sehen aber erhebliche Nachteile für die Schüler, besonders für die Abiturienten."

Sie hätten kaum eine Chance, den Stoff nachzuholen, zumal es nur wenige Möglichkeiten des digitalen Unterrichts gebe. "Die Bundesschülerkonferenz erwartet schnell umgesetzte Konzepte der Länder, um Schülerinnen und Schüler digitale Lehrangebote zur Überbrückung anbieten zu können", forderte die BSK in einer Mitteilung. Länder mit bereits gut ausgebauten digitalen Lernangeboten könnten die Schüler in der unterrichtsfreien Zeit besser vorbereiten, besonders mit Blick auf die anstehenden zentralen Prüfungen. "Grundsätzlich hoffen wir auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen in Deutschland."

Krauß sagte, bei den jüngeren Schülern überwiege vielleicht die Freude über verlängerte Osterferien, die Älteren aber seien sehr in Sorge.

Weitere Corona-Infektionen im Bundestag bei Grünen und FDP

16.20 Uhr: Nun ist auch die Bundestagsfraktion der Grünen direkt von der Coronakrise betroffen. "Einer unserer Abgeordneten wurde positiv auf Corona getestet. Alle erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet", sagte eine Sprecherin. Den Namen des Abgeordneten nannte sie nicht. "Die anderen Fraktionen wurden informiert", sagte sie.

Zudem gibt es in der FDP-Fraktion inzwischen einen dritten Fall, wie ein Fraktionssprecher bestätigte, ohne den Namen zu nennen. Allerdings machte der Abgeordnete Thomas Sattelberger seine Infektion bei Twitter selbst bekannt.

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Zuvor hatte es in der FDP-Fraktion bereits zwei Infektionen gegeben. Als erstes war eine Ansteckung mit dem Coronavirus beim FDP-Abgeordneten Hagen Reinhold bestätigt worden. Im SPIEGEL hatte sein Fraktionskollege Alexander Graf Lambsdorff über seine eigene Infektion gesprochen.

Medizinische Universität warnt vor Falschmeldung über Ibuprofen

13.54 Uhr: Bei WhatsApp kursieren derzeit Nachrichten, denen zufolge es einen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und Covid-19 gibt. Die Versender beziehen sich auf "Forschungsergebnisse der 'Wiener Uniklinik'", wie die Medizinische Universität Wien auf Twitter schreibt - und sich deutlich von der Information distanziert. Es handle sich um Falschmeldungen, die in keinerlei Verbindung mit der Hochschule stünden.

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Österreich will Unternehmen mit vier Milliarden Euro helfen

13.21 Uhr: Österreich will laut Kanzler Sebastian Kurz zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das Paket sieht Zwischenfinanzierungen und Kreditgarantien für Unternehmen vor, wie der ÖVP-Politiker bei einer Pressekonferenz sagte. Finanzminister Gernot Blümel fügte hinzu, die Regierung halte nicht länger am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts fest.

Keine Haftantritte für Ersatzfreiheitsstrafen in Berlin

13.10 Uhr: In Berlin muss aktuell niemand wegen nicht gezahlter Geldstrafen seine Haft antreten. Es gelte ein Aufschub von vier Monaten, sagte der Sprecher der Berliner Justizverwaltung, Sebastian Brux.

Zum einen solle damit die mögliche Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus reduziert werden. Zugleich könnten so die medizinischen Ressourcen im Justizvollzug konzentriert werden. In den Gefängnissen seien derzeit aber keine Corona-Fälle bekannt, sagte er.

Sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen werden verhängt, wenn etwa notorische Schwarzfahrer zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht zahlen wollen oder können.

"Ersatzfreiheitsstrafer" sind laut Brux im Schnitt 30 Tage im Gefängnis. In Berlin sitzen derzeit 271 Betroffene ein. Sie würden nach und nach entlassen. "Der Bereich wird komplett leer", so der Sprecher.

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97 neue Todesfälle in Iran

12.47 Uhr: Iran gehört zu den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Ländern weltweit. Nun meldet Teheran 97 neue Todesfälle infolge einer Ansteckung mit Sars-CoV-2. Damit wächst die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 611. Die Zahl infizierter Menschen ist in den vergangenen 24 Stunden ebenfalls sprunghaft angestiegen - von 11.364 auf 12.729. Das sind 1365 Neuinfizierte innerhalb eines Tages. Die Region Teheran ist am stärksten betroffen (347 neue Fälle), danach folgen Isfahan mit 155 und die nördliche Region Albors mit 134 Fällen. Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten: 4300 Menschen, bei denen das Virus festgestellt worden sei, hätten sich inzwischen von der Krankheit erholt, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, am Samstag bei einer Pressekonferenz.

Thüringen verschärft Versammlungsrecht

12.42 Uhr: Alles mit mehr als 50 Personen ist verboten. Mit einem Erlass schränkt Thüringen die Versammlungsfreiheit ein. "Verstöße müssen zur sofortigen Auflösung der Veranstaltung beziehungsweise Menschenansammlung führen", hieß es in der Mitteilung des Thüringer Gesundheitsministeriums. Auch Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen sollten nicht mehr stattfinden, "wenn sie nicht zwingend notwendig sind - und auch dann nur unter strengen Auflagen". Der Erlass gilt zunächst bis zum 10. April.

Gesundheitsministerium: Keine weiteren Einschränkungen in Deutschland geplant

12.23 Uhr: Das öffentliche Leben in Deutschland soll vorerst nicht noch weiter eingeschränkt werden, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Anders lautende Nachrichten seien Falschmeldungen.

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Polizei sperrt Zentrum von Paris ab

11.58 Uhr: Ungeachtet eines Versammlungsverbots wollen Vertreter der Gelbwesten-Protestbewegung am Samstag in der Pariser Innenstadt demonstrieren. Um das zu verhindern, schwärmen aktuell Tausende Sicherheitskräfte aus, meldet die Nachrichtenagentur Reuters aus Frankreich. In dem Land sind zurzeit Versammlungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten.

Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben auch zu

11.54 Uhr: Nun hat sich auch Mecklenburg-Vorpommern dazu entschlossen, die Schulen und Kitas des Landes am Montag nicht wieder zu öffnen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin mit.

Norweger sollen nicht mehr reisen

11.45 Uhr: Die norwegische Regierung rät ihren Bürgern, im Land zu bleiben. Die Menschen sollten nur ins Ausland reisen, wenn es gar nicht anders geht. Die Reiseempfehlung gilt bis zum 14. April. Dadurch soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Norwegern, die sich im Ausland befinden, rät Außenministerin Ine Eriksen Søreide zur baldigen Heimkehr.

Türkei stoppt Einreise aus Deutschland und acht weiteren Ländern

11.34: Die Türkei hat Reisenden aus neun europäischen Ländern die Einreise untersagt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das teilte das türkische Innenministerium mit. Die Grenze sei für Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Auch Menschen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürften nicht mehr einreisen.

Türkische Staatsbürger dürften "vorübergehend" nicht in die genannten Länder reisen, hieß es weiter. Zuvor hatte die Türkei angekündigt, von Samstagmorgen an den Flugverkehr mit diesen Ländern bis zum 17. April auszusetzen. Bereits zuvor hatte Ankara Flüge in den Irak, nach Italien und Südkorea eingestellt. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in der Türkei war am Freitag auf fünf gestiegen.

Polizei warnt vor Stau an der polnischen Grenze

10.21: Die geplante Schließung der Grenzen von Polen für Ausländer hat bereits jetzt Auswirkungen auf deutscher Seite. Es komme zu Staus auf den Straßen Richtung Grenze, schrieb die Polizei Brandenburg bei Twitter.

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"Planen Sie genug Zeit, Wasser und Geduld ein." Der Stau betreffe mittlerweile auch die Umgehungsstraßen, twitterte die Polizei weiter. Eine Sprecherin sagte, auf der Autobahn sei der Stau bisher nicht dramatisch, es werde aber vor einer Zunahme gewarnt.

Auch zuvor kam es wegen Gesundheitskontrollen schon zu Wartezeiten an der Grenze von Deutschland nach Polen. Umfassende Grenzkontrollen sollen dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag um Mitternacht beginnen - vorerst für zehn Tage. Polen könnten mit dem Auto aus dem Ausland zurückkehren, müssten dann aber in eine 14-tägige Quarantäne.

Passagiere verlassen Aida-Schiffe in Hamburg

9.59: Die Aida-Schiffe "Aidamar" und "Aidaaura" sind am Morgen in den Hamburger Hafen eingelaufen. Noch vor der planmäßigen Ankunft um acht Uhr legten sie an den Kreuzfahrtterminals in Altona und Steinwerder an, wo die Passagiere von Bord gingen, wie ein dpa-Reporter berichtete. Busse holten die Fahrgäste an den Terminals ab und brachten sie zu ihren Weiterreisemöglichkeiten.

Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Fahrten ihrer 14 Schiffe umfassenden Flotte wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst bis Anfang April eingestellt würden. Demnach sollten alle Schiffe ihre Fahrten an geeigneten Standorten beenden, von denen die Passagiere nach Hause gebracht werden könnten.

Wie viele Menschen an Bord der beiden in Hamburg eingelaufenen Schiffe waren, hatte ein Sprecher nicht mitgeteilt. Die "Aidamar" verfügt über eine Kapazität von knapp 2200 Passagieren, bei der "Aidaaura" sind es 1266.

Österreich, Italien, Schweiz: Spahn ruft Reiserückkehrer zu Quarantäne auf

9.15: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft Reiserückkehrer aus Italien, der Schweiz und Österreich zu einer zweiwöchigen Selbstisolation auf. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause - unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht", schrieb Spahn bei Twitter.

Robert Koch-Institut weitet Risikogebiet aus

8.57 Uhr: Ab sofort gelten auch das österreichische Bundesland Tirol und die spanische Hauptstadt Madrid als Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Samstag mit. Auf der Liste standen bereits Italien, Iran, die chinesische Provinz Hubei, die südkoreanische Provinz Gyeongsangbuk-do und die französische Region Grand Est, zu der das Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne gehören.

Moskau hebt Schulpflicht auf

8.45 Uhr: Moskauer Eltern müssen ab Montag selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Eine Schulpflicht wird es ab diesem Tag vorerst nicht mehr geben. Laut dem Bürgermeister der Stadt sind in Moskau 24 Infektionen bestätigt. Im ganzen Land sind es nach offiziellen Angaben 45.

Apple schließt Läden

8.28 Uhr: Apple schließt alle Ladengeschäfte außerhalb der Region China bis zum 27. März. Das kündigt Konzernchef Tim Cook in einem Schreiben an, das auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht wird.

"Ein bisschen frustrierend": Kanadas Premier meldet sich aus dem Homeoffice

8.24 Uhr: Die Kinder bauen mit Lego, die Ehefrau hängt am Telefon und er selbst telefoniert mit Politikern in aller Welt: Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat Reportern Einblick in sein Leben unter Quarantäne gewährt. Weil seine Frau Sophie sich angesteckt hat, bleibt Trudeau nur das Regieren in Heimarbeit. Das sei "eine Unannehmlichkeit und ein bisschen frustrierend", so Trudeau, "aber wir müssen das nun so machen". Kontakt zur Außenwelt hält der Regierungschef vor allem über den Telefonhörer. Seit Donnerstag wählte er unter anderem die Nummern von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, US-Präsident Donald Trump, Italiens Regierungschef Giuseppe Conte sowie von kanadischen Regionalpolitikern. Auch mit seinem Kabinett bespreche er sich regelmäßig.

Kanadas Premierminister bei der Heimarbeit

Kanadas Premierminister bei der Heimarbeit

Foto: Prime Minister’s Office/ via REUTERS

Vietnam riegelt ab

8.21 Uhr: Vietnam lässt ab Sonntag keine Bürger aus europäischen Ländern des Schengenraums und aus Großbritannien mehr einreisen. Außerdem werde die Visavergabe für alle Ausländer vorübergehend gestoppt, teilte das Außenministerium mit.

Erster Corona-Toter in Luxemburg

8.14 Uhr: In Luxemburg ist eine 94-jährige Person an Covid-19 gestorben. Es ist der erste Corona-Todesfall in dem Land. Stand Freitagabend sind im Großherzogtum 38 Menschen mit dem Virus infiziert. Auch Luxemburg versucht, die Ausbreitung einzudämmen. Unter anderem bleiben Schulen und Kindertagesstätten ab Montag für zwei Wochen geschlossen.

Neuseeland schickt Einreisende in häusliche Quarantäne

7.57 Uhr: Neuseeland verkündet "noch nie dagewesene und weitreichende" Maßnahmen. Alle ausländischen Besucher müssen künftig für zwei Wochen in häusliche Quarantäne, teilte Premierministerin Jacinda Ardern am Samstag mit. Die Regelung trete in der Nacht zum Sonntag in Kraft. Ausgenommen seien nur Einreisende von den kleinen Pazifikinseln. Neuseeland meldete bisher nur sechs Infizierte. Diese Zahl werde aber unweigerlich steigen, so Ardern weiter. Ihre Landsleute wies sie an, weitestgehend auf Reisen zu verzichten. Kreuzfahrtschiffe wurden angewiesen, Neuseeland bis mindestens Ende Juni nicht mehr anzulaufen. Auch die zentrale Gedenkfeier zum ersten Jahrestag des Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch wurde vorsichtshalber abgesagt. Sie war für Sonntag geplant.

Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2? Was die Bezeichnungen bedeuten.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus".

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ausgangssperren in Manila, geschlossene Schulen in Jakarta

7.42 Uhr: In Indonesiens Hauptstadt Jakarta bleiben ab kommenden Montag alle Schulen geschlossen. Der Unterricht soll für mindestens zwei Wochen ausfallen. Das teilte der Gouverneur von Jakarta, Anies Baswedan, am Samstag mit. Von den bislang 69 bestätigten Coronafällen in dem Land sei eine nicht näher bezifferte Zahl in der Zehn-Millionen-Stadt Jakarta entdeckt worden. Mittlerweile stehen dort 586 Menschen unter Beobachtung. Die Zahl der Verdachtsfälle ist auf 261 gestiegen.

Auf den Philippinen hat Präsident Rodrigo Duterte den höchsten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Zugleich verfügte er Quarantänemaßnahmen für die Hauptstadt Manila, wo zwölf Millionen Menschen leben. Vorgesehen sind etwa nächtliche Ausgangssperren. Außerdem sollen Einkaufszentren für einen Monat schließen. Bislang wurden auf den Philippinen 64 Coronavirus-Infektionen festgestellt sowie sechs Todesfälle.

Positive Coronafälle in brasilianischer Delegation auf US-Besuch

7.28 Uhr: Die Zahl der Infizierten aus einer brasilianischen Delegation ist auf mindestens vier gestiegen. Außer bei Kommunikationssekretär Fábio Wajngarten wurde das Virus Sars-CoV-2 nun auch bei Senator Nelsinho Trad und Bolsonaro-Anwältin Karina Kufa nachgewiesen. Trad und Kufa bestätigten ihre positiven Tests ebenso wie die brasilianische Botschaft in den USA für den geschäftsführenden Botschafter Nestor Forster auf Twitter. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, der ebenfalls Teil der Delegation war, behauptet indessen, dass sein erster Test negativ ausgefallen sei. Bolsonaro soll sich nun auf Empfehlung seines Gesundheitsministers Luiz Henrique Mandetta einem weiteren Test unterziehen. So lange dürfte Bolsonaro isoliert im Alvorada-Palast in Brasília bleiben, wo er mit Frau Michelle und Tochter Laura lebt.

Will sich nun "sehr wahrscheinlich" doch testen lassen: US-Präsident Donald Trump (l.) mit Brasiliens Staatsoberhaupt Jair Bolsonaro

Will sich nun "sehr wahrscheinlich" doch testen lassen: US-Präsident Donald Trump (l.) mit Brasiliens Staatsoberhaupt Jair Bolsonaro

Foto: JIM WATSON/ AFP

US-Präsident Trump erklärte bei einer Pressekonferenz dennoch erneut, dass es ihm keine Sorgen bereite, mit Wajngarten am gleichen Ort gewesen zu sein. Er will sich unter wachsendem Druck nun allerdings wahrscheinlich doch auf das Coronavirus testen lassen. "Sehr wahrscheinlich ja", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage.

US-Demokraten und Republikaner einigen sich auf Hilfspaket

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben sich mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf ein Hilfspaket für Familien geeinigt, die von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. "Wir sind stolz darauf, dass wir eine Vereinbarung mit der Regierung erzielt haben", teilte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Freitagabend (Ortszeit) in einem Schreiben an demokratische Kongressabgeordnete mit.

Trump schrieb auf Twitter, er unterstütze das Paket voll und ganz. In einem weiteren Tweet betonte der Präsident, er wolle das Gesetz so schnell wie möglich unterschreiben. (Lesen Sie hier die komplette Meldung)

Zahlen aus China: 13 Todesfälle und elf neue Infektionen

7.16 Uhr: Die Pekinger Gesundheitskommission hat elf neu nachgewiesene Fälle von Coronavirus-Erkrankungen aus China gemeldet. Wie aus am Samstag von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Daten hervorging, wurden damit landesweit drei Fälle mehr als am Vortag registriert. Schon seit Tagen liegt die Zahl der Neuinfektionen jedoch im unteren zweistelligen Bereich. 13 weitere Menschen kamen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben, hieß es.

Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

7.08 Uhr: Die Zahl der erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist bei zuletzt rückläufiger Tendenz bei den neuen Fällen auf mehr als 8000 gestiegen. Am Freitag seien 107 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8086. Es wurden bisher 72 Todesfälle mit dem Erreger in Verbindung gebracht.

Berliner Klubs geschlossen

3.15 Uhr: Der Plan des Berliner Senats, angesichts der Corona-Epidemie ab der kommenden Woche Kneipen und Klubs schließen zu lassen, hat schon an diesem Wochenende für den Stillstand der Tanzszene gesorgt. Fast alle bekannten Klubs blieben am Freitagabend zu und wollten auch am Samstag und dann die nächsten fünf Wochen geschlossen bleiben. Auch viele Kneipen in den Innenstadtbezirken wurden am Freitagabend nur noch spärlich besucht.

Wie der "Tagesspiegel" meldet, werden ab Dienstag sämtliche gastronomischen Einrichtungen, die nicht der Nahrungsmittelversorgung dienen, geschlossen. Das hat der Regierende Bürgermeister mitgeteilt. Auch Schulen, Kitas und Schwimmbäder sollen schließen.

Zu den bereits geschlossenen Klubs gehörten das Kitkat und der Tresor in Mitte, das Sisyphos in Lichtenberg, die Klubs Kater Blau, Wilde Renate und Suicide in Friedrichshain sowie Watergate und Ritter Butzke in Kreuzberg.

bbr/löw/hba/dpa/AFP/Reuters/AP
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