Corona-News am 4. Juli WHO stoppt Tests mit HIV-Medikament

Mit einer Großstudie untersucht die WHO mögliche Corona-Medikamente. Dabei haben zwei Präparate die Sterblichkeit bislang nicht reduziert. Ihr Test wird nun ausgesetzt. Der Überblick am 4. Juli.
Corona-Test in Frankfurt: Zwei von der WHO untersuchte Medikamente konnten die Sterblichkeit von Corona-Patienten nicht verringern

Corona-Test in Frankfurt: Zwei von der WHO untersuchte Medikamente konnten die Sterblichkeit von Corona-Patienten nicht verringern

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP

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Corona-Neuinfektionen im Westjordanland klettern auf Rekordwert

21.09 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Westjordanland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden 501 Fälle registriert - so viele wie nie zuvor an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Der Schwerpunkt der Infektionen lag mit mehr als 400 im Gebiet der Stadt Hebron. Nach Angaben des Ministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 damit bisher bei 3763 Menschen im Westjordanland nachgewiesen worden, elf Infizierte sind gestorben.

Die Pandemie in den Palästinensergebieten war zunächst sehr glimpflich verlaufen, nach Lockerungen stiegen die Zahlen im vergangenen Monat jedoch stark an. Seit Freitag gilt im Westjordanland ein fünftägiger Lockdown. Auch in Israel hatte es zuletzt einen Rekordwert an Neuinfektionen gegeben.

WHO stoppt Studie zu Malaria- und HIV-Mittel

20.10 Uhr: Corona-Patienten werden im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Studie ab sofort nicht mehr mit Lopinavir/Ritonavir behandelt, das gegen HIV entwickelt worden war. Dasselbe gilt für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das teilte die WHO mit .

Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken, betonte eine WHO-Sprecherin. Vielmehr habe sich gezeigt, dass die Mittel bei den Patienten praktisch keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hatten. Das Ende der Tests mit Hydroxychloroquin hatte die WHO schon am 17. Juni angekündigt. Das Mittel war in den Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte.

Es gehe nur um die Tests bei schwer kranken Patienten, die wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, betonte die WHO. Andere mögliche Tests solcher Mittel etwa zur Verbeugung gegen eine Erkrankung seien nicht betroffen.

In der Solidaritätsstudie werden Testergebnisse bei rund 5500 Patienten in 39 Ländern verglichen. Getestet wird, ob bereits vorhandene Mittel den Verlauf der Covid-19-Erkrankung positiv beeinflussen können. Tests mit weiteren Mitteln gehen weiter, etwa mit dem ursprünglich gegen die Viruserkrankung Ebola entwickelten Mittel Remdesivir und dem Entzündungshemmer Dexamethason. Remdesivir hatte in einer anderen Studie den schweren Krankheitsverlauf abgemildert und die Krankheitsphase verkürzt. Es wurde gerade als erstes Medikament gegen Covid-19 in der EU zugelassen.

Russland meldet mehr als 10.000 Tote

17:10 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 sind in Russland bisher mehr als 10.000 Menschen gestorben. Zuletzt seien 168 Todesfälle gemeldet worden, teilten die russischen Behörden am Samstag in Moskau mit . Damit gibt es in Russland mehr Tote als in Deutschland, wo rund 9000 Menschen mit Covid-19 gestorben sind. Die meisten Todesopfer in der Pandemie verzeichnen die USA mit knapp 130.000 Fällen.

In Russland, dem größten Land der Erde, haben sich bislang rund 675.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen landesweit knapp 7000 neue Fälle hinzu. Wochenlang galten vor allem in der Hauptstadt Moskau strenge Ausgangsbeschränkungen, was die Infektionszahlen etwas drückte. Im öffentlichen Raum wird weiterhin das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben, was jedoch nicht überall eingehalten wird.

Rückgang des Tourismus macht Tunesien zu schaffen

15:55 Uhr: Tunesiens Tourismus hat wegen der Coronakrise einen starken Einbruch erlebt. Die Einnahmen seien im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent zurückgegangen, teilte die tunesische Zentralbank am Samstag mit. Demnach lagen sie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei etwa 382 Millionen US-Dollar. Der Tourismussektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des nordafrikanischen Landes.

Tunesien hatte wegen des Coronavirus strikte Ausgangsbeschränkungen erlassen. Mitte Juni erklärte die Regierung die Pandemie für besiegt. Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können mittlerweile wieder ohne Beschränkungen ins Land reisen. Die Bundesregierung wiederum hat Tunesien als einziges Land in Nordafrika nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft. Trotzdem sind bislang vergleichsweise wenig Touristen angereist.

Bisher hat Tunesien fast 1200 Corona-Fälle und 50 Tote gemeldet. Die Zahlen liegen deutlich unter denen anderer Länder der Region. Zuletzt gab es offiziell weniger als 15 tägliche Neuinfektionen.

Thüringen: Gericht bestätigt Regeln zu Abstands- und Maskenpflicht

15:15 Uhr: Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat die aktuellen Corona-Regeln  zu Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und öffentlichem Nahverkehr bestätigt. Es sprächen gewichtige Aspekte für eine Rechtmäßigkeit dieser bis zum 15. Juli befristeten Regelungen, entschied der 3. Senat laut Mitteilung in einem Eilverfahren. Trotz des deutlichen Rückgangs der Neuinfektionen sei weiter davon auszugehen, dass Covid-19 nach wie vor eine weltweit verbreitete und zu bekämpfende Infektionskrankheit sei, die die Gesundheitsbehörden zum Handeln auch gegen nicht erkrankte Dritte verpflichte.

Damit wiesen die Richter den Antrag eines Mannes aus Sachsen-Anhalt ab, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit nach Thüringen pendelt. Er wollte per einstweiliger Anordnung die Thüringer Regeln zu Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz in der Corona-Verordnung außer Vollzug stellen lassen. Dem folgten die Richter nicht.

Katalonien stellt Großstadt unter Quarantäne

12:50 Uhr: Angesichts eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionsfällen hat die spanische Region Katalonien erneut Ausgangsbeschränkungen für 200.000 Menschen verhängt. Die Anordnung gilt seit Samstagmittag für die Einwohner rund um die Stadt Lleida im Nordosten Spaniens.

In der Gegend sei ein "sehr deutlicher Anstieg" von Ansteckungen bestätigt worden. Für das betroffene Gebiet würden Ein- und Ausreise eingeschränkt, sagte Kataloniens Regionalpräsident Quim Torra. Fahrten von und zur Arbeit seien davon ausgenommen. Treffen von mehr als zehn Personen sind verboten und Besuche von Altersheimen würden ausgesetzt, erklärte die Gesundheitsministerin der Region, Alba Verges.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden waren am Freitag 4030 Infektionsfälle in der Region registriert. Das seien 60 mehr als am Donnerstag gewesen, als ein Anstieg um 128 Fälle im Vergleich zum Mittwoch festgestellt worden war. Im Laufe der Woche seien es insgesamt 365 Fälle gewesen. In den Krankenhäusern der Stadt würden 28 an Covid-19 erkrankte Menschen behandelt, sechs davon auf Intensivstationen. Die meisten Infektionen stünden mit Agrarbetrieben, Seniorenheimen und einem Wohnviertel in Zusammenhang, berichtete die Zeitung "Las Provincias".

Spanien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Mehr als 28.300 Menschen sind dort im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Der Staat hatte in der Hochphase der Krise eine der schärfsten Ausgangssperren weltweit verhängt, die erst ab Mai gelockert wurde.

Seit dem 22. Juni lässt Spanien auch wieder Touristen aus Europa ins Land - in der Hoffnung, die Reisesaison noch teilweise retten zu können. Am Freitag meldete das Land jedoch innerhalb eines Tages wieder 17 Corona-Tote - die höchste Zahl seit dem 19. Juni.

Mehr als 22.000 neue Corona-Fälle in Indien

12:30 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Indien hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht, wurden binnen 24 Stunden bis Samstagmorgen 22.771 neue Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben 442 Menschen mit oder an dem Erreger Sars-CoV-2.

Indien ist auf Platz vier der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder der Welt - nach Russland, Brasilien und den USA. In dem Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern ist der Erreger Sars-CoV-2 bislang bei rund 648.000 Menschen nachgewiesen worden. Mehr als 18.000 starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Ende März hatte das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt wegen der Pandemie einen strengen Lockdown angeordnet, der seit Mitte Mai jedoch wieder gelockert wurde. Durch die Corona-Auflagen wurden Millionen Menschen arbeitslos. Viele haben Angst zu verhungern. Inzwischen sind Büros, religiöse Stätten, Restaurants und Shoppingzentren wieder offen. Seit Anfang Juni stieg die Zahl der Neuinfektionen landesweit um rund 450.000 Fälle.

Einige Regionen, darunter die Millionenstädte Mumbai und Chennai, haben neue Schließungen und Beschränkungen angekündigt. In der schwer betroffenen Hauptstadt Delhi wurden in über 250 Zonen strenge Corona-Auflagen aufrechterhalten.

Nascar-Rennfahrer positiv getestet

11:10 Uhr: Der siebenmalige Nascar-Champion Jimmie Johnson ist als erster Fahrer in der US-Rennserie positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 44-Jährige machte das Ergebnis am Freitag (Ortszeit) vor dem Rennwochenende in Indianapolis öffentlich . Johnson zeigt keine Symptome, er hatte sich testen lassen, nachdem das Virus bei seiner Ehefrau festgestellt worden war. Das Nascar-Rennen am Sonntag soll wie geplant stattfinden.

Mit Blick auf seine 663 Rennteilnahmen in Folge, der längsten Serie unter den aktiven Fahrern, sagte Johnson, dass er noch nie ein Cup-Rennen verpasst habe. "Es wird sehr hart sein, von der Seitenlinie zuzuschauen, wenn ich eigentlich da draußen im Wettkampf sein sollte". Oberste Priorität habe nun die Gesundheit seiner Liebsten und seiner Teamkollegen.

Die Nascar-Serie hat seit dem 17. Mai schon elf Cup-Rennen absolviert, während die großen Profiligen in den USA ihren Betrieb entweder unterbrechen oder den Saisonstart verschieben mussten.

Proteste gegen Tönnies-Schlachthof

10.05 Uhr: Aktivisten haben am Standort Rheda-Wiedenbrück des Fleischverarbeiters Tönnies protestiert. Sie fordern seit dem frühen Morgen auf Plakaten etwa "Schluss mit der Ausbeutung von Mensch und Tier". Vier Aktivisten haben der Polizei zufolge auf dem Dach des Betriebes ein Plakat gezeigt, weitere Demonstranten hätten Zelte in der Einfahrt des Fleischbetriebs aufgebaut und diese blockiert. Einige der Protestierenden haben sich mit Fahrradschlössern zusammengekettet. Die Polizei sprach von insgesamt etwa 25 Aktivisten.

In dem Tönnies-Standort hatte sich das Coronavirus so weit verbreitet, dass regional strenge Beschränkungen für die Bevölkerung der Kreise Gütersloh und Warendorf verhängt wurden. Die Fälle von Infektionen in Schlachtbetrieben warfen ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen und Werksverträge in der Branche.

Freundin von Donald Trump Jr. positiv getestet

9:45 Uhr: Die Freundin des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 51-jährige Kimberly Guilfoyle, die mit Donald Trump Jr. liiert ist, wurde sofort unter Quarantäne gestellt, wie die "New York Times" berichtete . Die ehemalige Journalistin des TV-Senders Fox News war nach South Dakota gereist, um der Rede von Trump zum Unabhängigkeitstag beizuwohnen. Bei einem Routinetest sei die Infektion festgestellt worden.

Einem solchen Test mussten sich alle Menschen unterziehen, von denen erwartet wurde, dass sie sich im engeren Umfeld des Präsidenten aufhalten. Donald Trump Jr. sei negativ getestet worden, habe sich aber auch in Selbstisolation begeben, sagte der Stabschef des Finanzkommitees von Trumps Wahlkampfteam. Guilfoyle gehe es gut, sie zeige keine Symptome.

Deutschland räumt auf - 20 Prozent mehr entsorgter Elektroschrott

8.45 Uhr: Seit Ende der Corona-Beschränkungen ist in Deutschland mehr als 20 Prozent mehr Elektroschrott entsorgt worden als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. "Die weitgehende Reduzierung des Lebens auf das häusliche Umfeld scheint insgesamt zu verstärkten 'Aufräumaktionen' geführt zu haben", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands für Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) Bernhard Jehle.

Verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 sei die entsorgte Menge an alten Elektrogeräten um 20 bis 30 Prozent angewachsen. Besonders dort, wo viele Wertstoffhöfe coronabedingt geschlossen hatten, komme nun besonders viel Elektroschrott an, der zwischenzeitlich wohl zu Hause gelagert worden sei.

Krawalle bei Protesten gegen Corona-Quarantäne in Chile

8.33 Uhr: Die zweite Nacht in Folge haben Demonstranten gegen die seit Wochen andauernde Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der chilenischen Hauptstadt Santiago protestiert. Im Viertel Villa Francia errichteten sie Barrikaden und schleuderten Brandsätze, wie auf von der Polizei veröffentlichten Videos zu sehen war. Die Polizisten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Bereits in der Nacht zuvor war es an verschiedenen Orten in Santiago de Chile zu Protesten und Krawallen gekommen.

Der Großraum Santiago steht seit Wochen unter Quarantäne, viele Menschen können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen. Immer wieder protestieren vor allem Bewohner ärmerer Viertel wegen der schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lage in der Coronakrise auf der Straße.

Britische Regierung warnt Kneipengänger vor Alkohol-Exzessen

8.15 Uhr: In Großbritannien dürfen von heute an neben Restaurants, Hotels, Kinos und Museen auch die Pubs wieder öffnen. Die britische Regierung warnte die Kneipengänger deshalb vor Exzessen. "Man könnte hinter Gittern landen, wenn man das Gesetz bricht", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock laut "Daily Mail". Betrunkene Schläger würden eingesperrt, wenn sie am "Super-Samstag" randalieren würden. "Ich bin kein Spielverderber, aber das Virus kann immer noch töten", sagte Hancock. "Ich will nicht, dass Bars und Kneipen wieder schließen müssen. Ich liebe es, in die Kneipe zu gehen, und ein oder zwei Bier zu trinken." Er werde aber nicht davor zurückschrecken, Pubs und Restaurants wieder zu schließen, wenn das nötig sein würde.

Gäste im Pub müssen beim Betreten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Menschenansammlungen am Tresen sind nicht erlaubt. Die Polizei hat die Zahl ihrer Einsatzkräfte stark erhöht. Premierminister Boris Johnson hatte seine Landsleute am Freitag aufgefordert, sich an die Regeln zu halten, um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden. "Lasst es uns nicht vermasseln", sagte Johnson.

WHO nicht von China, sondern von eigenem Büro über erste Corona-Fälle informiert

7.23 Uhr: Laut einer überarbeiteten Chronologie der Corona-Pandemie hat die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht von den chinesischen Behörden, sondern von ihrem eigenen Büro in der Volksrepublik erstmals von der neuartigen Infektion erfahren. Das WHO-Büro in China habe am 31. Dezember die Information weitergeleitet, dass es laut der Website der Gesundheitskommission von Wuhan dort eine "virale Lungenentzündung" gebe.

Im April noch sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, der erste Bericht über Corona-Fälle sei aus China gekommen. Ob er von chinesischen Behörden oder einer anderen Quelle stammten, sagte Tedros damals nicht. Die WHO reagierte im April auf Kritik, sie habe zu spät auf die Corona-Infektionen reagiert. Unter anderem Donald Trump wirft der Organisation vor, zu China-freundlich zu sein und nicht angemessen gegen das Virus vorgegangen zu sein. Ende Mai verrkündete er den Austritt seines Landes aus der Uno-Unterorganisation.

Das neuartige Coronavirus hat sich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Mittlerweile wurden fast elf Millionen Ansteckungen nachgewiesen, mehr als 522.000 Infizierte starben.

Rekord täglicher Corona-Infektionen in den USA

7.15 Uhr: In den USA hat die Zahl der täglichen Neuansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus einen Höchststand erreicht. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Freitag (Ortszeit) 57.683 neue Corona-Infektionen registriert. Schon in den vorherigen Tagen waren in den Vereinigten Staaten immer neue Höchststände der täglichen Neuinfektionen gemeldet worden, das Virus breitet sich derzeit insbesondere im Süden und Westen des Landes aus.

Corona erschwert Vorbereitungen für Buchmesse

7.00 Uhr: In 100 Tagen beginnt die Frankfurter Buchmesse - wenn die Pandemie nicht kurzfristig einen Strich durch die Rechnung macht. Viele Fragen sind drei Monate vor dem Termin (14. bis 18. Oktober) noch offen - etwa was aus dem Ehrengast Kanada wird. Man sei "in Gesprächen", hieß es dazu bei der Buchmesse.

Unklar ist, wie viele Verlage in den Messehallen ausstellen. Buchmesse-Direktor Juergen Boos rechnete Ende Mai mit rund einem Drittel der Teilnehmer. Aktuelle Zahlen gibt es nicht: Erst Mitte August will die Buchmesse eine erste Bilanz der Anmeldungen ziehen. Vieles wird nur digital stattfinden, etwa die Events unter der Dachmarke "Bookfest". An den Besuchertagen hält die Buchmesse aber fest.

Flankiert wird die Buchmesse wie üblich vom Deutschen Buchpreis am 12. Oktober und vom Friedenspreis am 20. Oktober. Beide Termine stehen nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nicht in Frage. Beim Friedenspreis in der Paulskirche sind 100 Besucher zugelassen. Der Buchpreises wird ohne Publikum übergeben.

Ungeachtet der Coronakrise: Trump beschwört zum Unabhängigkeitstag Überlegenheit der USA

6.50 Uhr: Die USA seien "das gerechteste und außerordentlichste Land, das jemals auf der Erde existiert hat", sagte US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) vor tausenden Menschen in Mount Rushmore. Und betonte bei der Zeremonie zum Unabhängigkeitstag die Überlegenheit seines Landes.

Zu Trumps Rede und einem Feuerwerk hatten sich dort zahlreiche Menschen versammelt, die wenigsten von ihnen trugen Masken. Das Ereignis am Vorabend war bestimmt durch die US-Präsidentschaftswahlen am 3. November. "Noch vier Jahre", riefen zahlreiche Anhänger Trumps mit Blick auf seine mögliche Wiederwahl.

Trump vor berühmter Kulisse: Am Mount Rushmore sind die vier bedeutenden US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln gehauen

Trump vor berühmter Kulisse: Am Mount Rushmore sind die vier bedeutenden US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln gehauen

Foto:

TOM BRENNER/ REUTERS

In landesweiten Umfragen schneidet Trump allerdings schlecht ab - nicht zuletzt wegen der Coronakrise: Kurz vor der Ankunft von Trump und seiner Frau Melania meldete die Johns-Hopkins-Universität einen neuen Höchststand der täglichen Corona-Neuinfektionen: Demnach wurden binnen 24 Stunden 57.683 neue Corona-Infektionen registriert. Damit wurden insgesamt bereits 2,79 Millionen Ansteckungen in den USA nachgewiesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 728 auf 129.405 Fälle.

mak/mst/nck/kko/dpa
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