Corona News-Update Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Samstag

Berlin hat nach SPIEGEL-Informationen zwei Millionen Atemmasken geliefert bekommen - Dank der Unterstützung der Bundeswehr. In den USA breitet sich das Virus unterdessen rasant aus. Der News-Überblick am Samstag.
Zwei Frauen mit Atemmasken in Berlin

Zwei Frauen mit Atemmasken in Berlin

Foto: Kay Nietfeld/ dpa

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Trump will New York City mit tausend Soldaten helfen

23.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump will im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie Tausende Soldaten in die US-Bundesstaaten schicken. "Wir werden eine gewaltige Menge an Militär zur Hilfe entsenden," sagte Trump zu Journalisten. Allein nach New York City sollen tausend Militärangehörige gehen - einschließlich Ärzten und Krankenschwestern.

Airbus bringt Schutzmasken aus China

23.00 Uhr: Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat erneut Tausende Atemschutzmasken aus China nach Europa gebracht. Eine Maschine mit rund vier Millionen Gesichtsmasken an Bord sei in Hamburg gelandet, teilte der Konzern mit. Ein Teil der Masken bleibe in Deutschland, der Rest werde nach Toulouse geflogen zur weiteren Verteilung an Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen in den Airbus-Heimatländern Spanien, Frankreich und Großbritannien.

In den vergangenen Tagen habe das Unternehmen bereits mehrere Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit rund sechs Millionen Masken auszurüsten, hieß es. Die Coronakrise belastet Airbus wie andere Luftfahrtunternehmen jedoch wirtschaftlich stark.

Walmart führt Einbahnstraßen im Supermarkt ein

22.52 Uhr: Der größte US-Einzelhandelskonzern Walmart will im Kampf gegen das Coronavirus ab kommender Woche die Flure zwischen den Regalen als Einbahnstraßen markieren. Damit soll es für Einkäufer leichter werden, engen Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden.

Zudem wird der Einlass für die meist riesigen Walmarkt-Läden künftig auf etwa ein Fünftel der maximalen Kapazität begrenzt. Demnach sollen ab Samstag etwa pro 90 Quadratmeter Ladenfläche nur noch fünf Kunden erlaubt sein, wie das Unternehmen mitteilte. Mitarbeiter würden dafür am Eingang die Kunden abzählen und begrenzen, hieß es.

Zwei Millionen Atemschutzmasken aus China erreichen Berlin

22.02 Uhr: Das Land Berlin hat in der Corona-Pandemie eine größere Menge an bestelltem Hilfsmaterial aus China erhalten.

Die Berliner Senatssprecherin Melanie Reinsch sagte dem SPIEGEL, dass die Bundeswehr am Samstag vom Flughafen Leipzig/Halle eine Lieferung aus China abgeholt und bereits in die Hauptstadt gebracht habe. „Es handelt sich um zwei Millionen Mund- und Nasenmasken und 300.000 Schutzkittel“, so die Sprecherin.

Die Lieferung sei bereits in Berlin eingelagert worden und solle ab Montag an Krankenhäuser, Pflegeheime, Polizei und weitere Einrichtungen verteilt werden, die Bedarf hätten. An einen Verkauf oder eine Verteilung an die Bevölkerung gehe es bei dieser Lieferung nicht, sagte die Sprecherin.

In den vergangenen Tagen hatten sich Meldungen aus Berliner Krankenhäusern und Arztpraxen gehäuft, die über einen zunehmenden Mangel an Atemschutzmasken und Kitteln für ihr Personal geklagt hatten.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte in einem am Freitag geführten Interview mit dem SPIEGEL erklärt: „Im Moment haben wir noch Material, aber es ist verdammt knapp.“

Zuvor war bekannt geworden, dass von 400.000 bestellten Schutzmasken eine erste Charge von 200.000 Masken in Thailand verschwunden waren. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte mitgeteilt, die Masken seien auf Betreiben der USA "konfisziert" worden. Die Lieferung hat mit den jetzt in Berlin angekommenen Masken allerdings nichts zu tun.

Mehr als 300.000 Corona-Infektionen in den USA

21.30 Uhr: In den USA gibt es inzwischen 300.915 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus - so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Knapp 8200 Menschen starben demnach in den USA infolge der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

Bislang ist der Bundesstaat New York am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Allein dort gab es bislang rund 113.000 bekannte Infektionen und rund 3600 Tote. Die Webseite der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Schwangere Johnson-Verlobte hatte Covid-19-Symptome

21.12 Uhr: Die schwangere Verlobte des britischen Premierministers Boris Johnson, Carrie Symonds, hat eigenen Angaben zufolge eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei per Twitter mit.

Getestet worden sei sie aber nicht. "Nach sieben Tage Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung", schrieb Symonds. Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte sie hinzu und teilte eine Online-Infobroschüre mit ihren Followern.

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Auch Premier Johnson (55) hat sich mit dem Coronavirus infiziert und hält sich seit mehr als einer Woche alleine in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung in der Downing Street auf. Noch am Freitag berichtete er von Fieber, das er erst auskurieren müsse, bevor er wieder in die Öffentlichkeit gehen könne.

Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekannt gegeben. Das gemeinsame Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.

New York: 630 Corona-Tote binnen eines Tages

20.57 Uhr: Im Bundesstaat New York sind binnen 24 Stunden 630 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Dies sei der höchste Anstieg der Opferzahl innerhalb eines Tages, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Insgesamt starben in dem Bundesstaat inzwischen 3565 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Was die Corona-Statistik verrät – und was nicht

Die offiziell gemeldete Zahl der Infizierten bezieht sich ausschließlich auf mit Labortests nachgewiesene Infektionen. Wie viele Menschen sich tatsächlich täglich neu infizieren und bislang infiziert waren, ohne positiv getestet worden zu sein, ist unklar. Antikörperstudien zeigen, dass es eine erhebliche Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen gibt.

Die offizielle Zahl der Toten beschreibt, wie viele Menschen mit dem Virus gestorben sind. In wie vielen Fällen die Infektion ursächlich für den Tod war, lässt sich daraus nicht unmittelbar ablesen. Obduktionsstudien zeigen aber, dass bei den meisten Toten die Covid-19-Erkrankung auch die Todesursache war.

Mehr Informationen dazu, was im Umgang mit Corona-Daten zu beachten ist und welche Quellen der SPIEGEL nutzt, lesen Sie hier.

Die Zahl der Infizierten in dem Bundesstaat erhöhte sich auf knapp 114.000, das sind nur rund 6000 weniger als in ganz Italien. Mit insgesamt mehr als 278.000 Infizierten sind die USA das Land mit den meisten Ansteckungsfällen weltweit. Alleine in New York City gibt es mehr als 63.000 Corona-Fälle. Nach Angaben von Gouverneur Cuomo haben sich 85.000 Freiwillige gemeldet, um den Kampf gegen das Coronavirus in dem Bundesstaat zu unterstützen.

Der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, rief alle ausgebildeten Fachkräfte in der Stadt zu Hilfseinsätzen in den Krankenhäusern auf. "An alle, die noch nicht an diesem Kampf teilnehmen - wir brauchen Euch", sagte er in einem auf Twitter verbreiteten Video.

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Sein Appell richte sich an Ärzte, Krankenpfleger und Atemtherapeuten. Nach Angaben des Bürgermeisters benötigt die Stadt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im April und Mai 45.000 zusätzliche Fachkräfte.

Jemens Rebellen lassen Gefangene frei

20.31 Uhr: Als Schutzmaßnahme gegen eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus haben Jemens Huthi-Rebellen bis Samstag 1600 Gefangene freigelassen. Das sagte Nabil al-Asani, Vertreter der Justizbehörden in den von den Huthis kontrollierten Gebieten des Bürgerkriegslandes.

Bisher gilt im Jemen offiziell niemand als am Coronavirus erkrankt. Die Huthis hatten jüngst eine Einschleppung der Krankheit aus Saudi-Arabien befürchtet.

Italien meldet Rückgang der Intensivpatienten

20.03 Uhr: Erstmals seit gut einem Monat ist in Italien die Zahl der infizierten Intensivpatienten gesunken. 3994 Menschen würden derzeit auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als am Vortag, sagte Zivilschutz-Chef Angelo Borrelli am Samstag. "Das sind sehr wichtige Neuigkeiten, denn das verschafft unseren Krankenhäusern eine Atempause."

In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei konnten etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen.

Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen erhöhte sich am Samstag in Italien um 681 auf knapp 14.700. Der Anstieg der Opferzahlen schwäche sich stetig ab, sagte Borrelli. Ende März seien noch fast tausend Tote innerhalb eines Tages registriert worden.

Laut dem Chef des nationalen Gesundheitsrats, Franco Locatelli, hat Italien die "kritische Phase" aber noch lange nicht überstanden.

CDU-Politiker hält Corona-Bonds für "unvermeidbar"

19.44 Uhr: Mehrere CDU-Politiker haben sich laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" für sogenannte Corona-Bonds ausgesprochen. Zu ihnen gehört das CDU-Vorstandsmitglied Elmar Brok, der Obmann der Unionsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter, und der Vizepräsident des Europaparlaments Rainer Wieland.

Brok sagte dem Blatt laut Vorabbericht, "dass wir uns angesichts der Opferzahlen im Süden nicht vorstellen können, was in italienischen, spanischen, französischen Seelen los ist." Wegen der Katastrophe in diesen Ländern seien "klar definierte und begrenzte" europäische "Corona-Anleihen" als Teil eines Pakets von Hilfen "unvermeidbar".

Italien, Spanien aber auch Frankreich hatten gemeinsame Anleihen der EU zur Bekämpfung der Corona-Krise gefordert. Die Regierungen anderer EU-Länder wie Deutschland und die Niederlande sind dagegen.

Berlin bestellte Masken nicht bei US-Firma

19.08 Uhr: Berlins Regierung versucht nach Angaben des Innensenats zu klären, wieso am Flughafen Bangkok 200.000 für die Hauptstadt bestimmte Schutzmasken verschwunden sind. Die Masken seien nicht bei einer US-Firma bestellt worden, "sondern bei einem deutschen Unternehmen für medizinischen Fachhandel", twitterte die Senatsverwaltung. "Fakt ist: Es gab eine Bestellung der Polizei von 400.000 Schutzmasken FFP2. Fakt ist auch: die erste Charge von 200.000 Stück hat Berlin nie erreicht."

Man prüfe gemeinsam mit dem Händler die Angaben zur Lieferkette. Innensenator Andreas Geisel hatte am Freitag schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung erhoben.

Bürger halten sich an Beschränkungen

18.30 Uhr: Trotz des frühlingshaften Wetters haben sich die meisten Bürger am Samstag nach offiziellen Angaben weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Samstag: "Die Polizei stellt fest, dass sich die allermeisten Bürger sehr gut an die Vorschriften halten." Es habe keinen großen Ausflugsverkehr ins bayerische Oberland und nur sehr wenige Ausflügler und Touristen gegeben. Die Polizei in München registrierte allerdings etliche Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz - zwischen Freitag- und Samstagmorgen mehr als 230.

"Die Lage ist ruhig. Die Bürger sind sehr besonnen und halten sich an die Hinweise", sagte eine Polizeisprecherin in Schleswig-Holstein. Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, dass es auf den Zufahrtsstraßen ins Land hinein und zu den Ausflugszielen an der Ostseeküste sehr ruhig sei.

Verband fürchtet Klagen gegen Pflegeheime

18.03 Uhr: Mit der Ausbreitung der Corona-Fälle in Pflegeheimen fürchtet der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe zahlreiche Klagen wegen Mängeln in der Versorgung. "Wir können die Hygienestandards schlichtweg nicht einhalten", sagte Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling. Das Schutzmaterial sei zu knapp. Die Mängel seien nicht auf Verschulden der Einrichtungen zurückzuführen und die Klagen somit unberechtigt. "Da verlangt man die Quadratur des Kreises", sagte Knieling. Die Pfleger könnten im Falle eines Ausbruchs nicht nach jeder Untersuchung Mundschutz und Handschuhe wechseln, wie es etwa das Robert Koch-Institut vorschreibe.

Die Stiftung Patientenschutz hatte zuvor gefordert, dass die Staatsanwaltschaft bei Ketteninfektionen mit dem Coronavirus in Pflegeheimen auch ohne Anzeigen tätig werde. "Wenn in einer Einrichtung mehrere Pflegebedürftige zu Tode kommen, müssen die Strafverfolgungsbehörden genau hinschauen", teilte Vorstand Eugen Brysch mit.

Kind stirbt in Großbritannien nach Infektion

17.41 Uhr: In Großbritannien ist ein fünfjähriges Kind an Covid-19 gestorben. Dies teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Die Familie des Kindes habe darum gebeten, dass keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben werden. Bisher war das jüngste Todesopfer in Großbritannien ein 13-Jähriger.

Insgesamt wurden in Großbritannien innerhalb von 24 Stunden 708 neue Todesfälle registriert. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbruch des Coronavirus im Königreich. Bei den neuen Todesopfern handelte es sich den Angaben zufolge um Patienten im Alter von fünf bis 104 Jahren.

Insgesamt starben in Großbritannien bereits mehr als 4300 Menschen an Covid-19. Die Zahl der Corona-Infizierten lag am Samstag den offiziellen Angaben zufolge bei knapp 42.000. Allerdings werden im Königreich nur in Krankenhäusern verstorbene Covid-19-Patienten registriert, zudem werden nicht alle Verdachtsfälle systematisch getestet. Deshalb dürften die tatsächlichen Zahlen höher liegen.

Mann auf den Philippinen wegen fehlender Schutzmaske erschossen

17.07 Uhr: Ein Mann ist auf den Philippinen an einem Kontrollposten wegen einer fehlender Schutzmaske in Streit mit den dortigen Beamten geraten und erschossen worden. Der 63-Jährige habe in dem Ort Nasipit im Süden des Inselstaates aggressiv auf den Hinweis reagiert, er müsse wegen der Coronakrise eine Gesichtsmaske tragen und das Personal mit einer Sense angegriffen, hieß es in einem Polizeibericht. Der Polizist, der den offenbar alkoholisierten Mann erst noch beruhigen wollte, habe ihn getötet.

Präsident Rodrigo Duterte hatte am Mittwoch gesagt, er befehle der Polizei und dem Militär, auf jeden zu schießen, der Ärger mache. Am Freitag verteidigte er diese Haltung in einer Fernsehansprache. Die Öffentlichkeit müsse den Ernst der Lage erkennen, denn jeder könne am Coronavirus erkranken, sagte er.

Die Hauptinsel der Philippinen, Luzon, befindet sich seit 16. März unter einer Ausgangssperre, nur allernötigste Gänge etwa zum Supermarkt oder zur Arbeit sind erlaubt. Viele andere Provinzen haben eigene Beschränkungen angeordnet, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde sind landesweit knapp 3100 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen, 144 Menschen starben bisher an den Folgen.

"Ohne diese Beschränkungen wird dies niemals enden", sagte Duterte in einer Fernsehansprache. "Wenn Sie also nicht folgen wollen, dann werde ich Sie fertig machen, um das Leben der Unschuldigen zu schützen, die nicht sterben wollen." Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte, autokratische Politiker wie Duterte nutzten derzeit weltweit die Coronavirus-Pandemie, "um Kritik und Dissens weiter zu unterdrücken."

Rumänien erlaubt Ausreise von Erntehelfern

16.43 Uhr: Rumänien erlaubt Saisonarbeitern trotz der Coronakrise die Ausreise mit dem Flugzeug ins Ausland. Das teilte Rumäniens Innenminister Marcel Vela mit. Dies dürfte insbesondere die Situation deutscher Landwirte, vor allem von Spargelbauern, erleichtern, die dringend Erntehelfer benötigen. Bisher kamen sie größtenteils aus Rumänien.

Eigentlich sind Flugverbindungen zwischen Rumänien und Corona-Risikoländern verboten. Auf dem Landweg sind Reisen Richtung Westen nicht möglich, weil Ungarn die Grenzen geschlossen hat.

Bundesinnenminister Horst Seehofer und Agrarministerin Julia Klöckner hatten sich am Donnerstag geeinigt, 80.000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, können im April und Mai je 40.000 Menschen kommen. Zuvor hatte das Innenministerium weitgehende Einreisebeschränkungen für Saisonarbeiter verhängt.

Die rumänische Sondergenehmigung bezieht sich aber nicht auf Personal im Bereich der Medizin und Pflege, wie der Minister betonte. Insbesondere Österreich hatte zuletzt darauf gedrängt, dass Rumänien die Ausreise von Pflegepersonal ermöglichen solle. Allerdings herrscht auch in Rumänien akuter Mangel an Ärzten und Pflegern. Dort weigern sich etliche Fachkräfte zu arbeiten, weil sie in Ermangelung von Schutzausrüstung um ihre eigene Gesundheit bangen und befürchten, ihre Familien und weitere Patienten zu infizieren.

Behandlungszentrum in BVB-Stadion nimmt Betrieb auf

16.33 Uhr: Am ersten Tag des Coronavirus-Behandlungszentrums im Dortmunder Westfalenstadion ist das neue Angebot noch verhalten angenommen worden. Am Samstagnachmittag kamen nur vereinzelt Leute zur Nordtribüne der Bundesliga-Arena, um sich dort auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. Seit diesem Wochenende steht das neue Behandlungszentrum bereit. Es wird vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) betrieben.

Eine ähnliche Einrichtung gibt es in Dortmund bereits. Dort wurden in bislang zwei Wochen rund 2500 Menschen versorgt. Die KVWL benötigte nach eigener Aussage dringend weitere Kapazitäten. "Es ist unsere Pflicht und unser Wunsch, alles in unserer Macht stehende dafür zu tun, dass diesen Menschen geholfen wird", hieß es in einer Mitteilung.

Das Zentrum im BVB-Stadion ist täglich von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Bereitstellung der Räumlichkeiten auch am Wochenende ist möglich, da die Bundesliga wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit pausiert. Am Samstag hätte ansonsten das Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München stattgefunden.

Mehr als 700 neue Todesfälle in Großbritannien

15.50 Uhr: In Großbritannien ist die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf einen neuen Höchststand gestiegen: Es seien 708 neue Todesfälle binnen 24 Stunden registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit starben im Königreich insgesamt bereits mehr als 4300 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Die Zahl der Corona-Infizierten stieg den offiziellen Angaben zufolge auf knapp 42.000. Die britische Regierung hatte im Kampf gegen die Corona-Pandemie restriktive Maßnahmen zunächst abgelehnt, weshalb sie heftig kritisiert wurde. Inzwischen gilt im ganzen Land aber eine Ausgangssperre.

Spanien verlängert Ausgangssperre

15.47 Uhr: In dem von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffenen Spanien wird die Ausgangssperre für die Bevölkerung nochmals verlängert. Regierungschef Pedro Sánchez gab in einer Fernsehansprache die Verlängerung um zwei Wochen bis zum 25. April bekannt. Das Kabinett werde am Dienstag dazu die Zustimmung des Parlaments beantragen. Notfallmaßnahmen und die Ausgangssperre gelten seit dem 14. März.

Seit Dienstag müssen zudem alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, ebenfalls zu Hause bleiben. Diese Anordnung sollte bis zum 9. April gelten - und wird nach Angaben von Sánchez voraussichtlich nach Ostern wieder zurückgenommen. Den neuen Plänen muss aber noch das Parlament zustimmen. Das Votum soll voraussichtlich am Donnerstag stattfinden.

Spanien ist in Europa nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land. Immerhin gab es am Samstag einen kleinen Hoffnungsschimmer: Die Zahl der neuen Todesfälle in dem Land ging den zweiten Tag in Folge leicht zurück. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, starben am Vortag 809 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Zwei Tage zuvor waren es noch 950 Tote - ein trauriger Rekord an einem einzigen Tag in Spanien. Insgesamt starben in dem Land bislang mehr als 11.700 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion.

Auch die Zahl der Neuinfektionen ging den Angaben zufolge mit rund 7000 leicht zurück. Insgesamt wurden in Spanien damit bislang knapp 125.000 Infektionen gemeldet. Mehr als 34.000 Menschen gelten inzwischen wieder als genesen.

Expo soll verschoben werden

15.32 Uhr: Die diesjährige Expo in Dubai soll nach dem Willen der Veranstalter wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) habe einen formalen Antrag auf Verschiebung eingereicht, teilte das zuständige Internationale Büro der Weltausstellung (BIE) am Samstag mit.

Bereits am Montag hatte das Leitungsgremium in Dubai intern getagt. Die Expo soll demnach von Oktober 2021 bis März 2022 dauern, seinen Namen "Expo 2020" aber beibehalten. Eine endgültige Entscheidung der Mitgliedsstaaten des Expo-Büros steht aber noch aus. Die Weltausstellung in Dubai soll die erste in einem arabischen Land sein. Das Emirat hatte sich 2013 in einem Vergabefahren mit 116 zu 47 Stimmen gegen die russische Stadt Jekaterinburg durchgesetzt.

Absperrungen sollen deutsch-schweizerische Liebespaare am Bodensee trennen

15.15 Uhr: Zwei Absperrungen halten Paare an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz in Konstanz am Bodensee auf Abstand. Auf Schweizer Seite sei ein zweiter Zaun aufgestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Dort stehen nun zwei Drahtgitterzäune, wie man sie von Baustellenabsperrungen kennt - zwischen ihnen ist ein etwa zwei Meter breiter Abstand.

An den vergangenen Tagen hatten sich viele Paare an der Grenze getroffen und über die provisorische Absperrung hinweg direkten Kontakt aufgenommen. Händchenhalten, Umarmungen und Küssen sind jetzt nicht mehr möglich. Wenn ein Partner in Deutschland wohnt und der andere in der Eidgenossenschaft, ist eine Fahrt zum Freund oder der Freundin derzeit ausgeschlossen. Besuchsreisen über die Grenze sind wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell nicht erlaubt. Zuvor war die grüne Grenze am Bodenseeufer normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Kreuzfahrtschiff "Artania" vor Australien in Quarantäne

14.37 Uhr: Für das an der Küste Westaustraliens liegende Kreuzfahrtschiff "Artania" ist wegen Corona-Infektionen eine 14-tägige Quarantäne verhängt worden. Die Quarantäne habe am Freitag um 22 Uhr Ortszeit begonnen, teilten der deutsche Reiseveranstalter Phoenixreisen und der Gesundheitsminister des Bundesstaates Westaustralien, Roger Cook, mit.

Das Schiff, bekannt aus der ARD-Dokuserie "Verrückt nach Meer", liegt seit der vergangenen Woche im Hafen der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren. Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, 23 Gäste und 13 Crewmitglieder kamen in australische Krankenhäuser, ein 69 Jahre alter Passagier war am Donnerstag gestorben. Einige der mit dem Virus Infizierten befinden sich australischen Angaben zufolge in kritischem Zustand.

Auf Anweisung der Behörden waren zwölf weitere Passagiere, die eigentlich auf dem Schiff bleiben wollten, in den vergangenen Tagen an Land gebracht und in Hotels für 14 Tage in Quarantäne geschickt worden. Vier Mitarbeiter - zum Beispiel der Chefkoch - die bis dahin mit Passagierstatus mitgereist waren, durften dagegen bleiben. Sie seien jetzt als Crewmitglieder eingestuft worden.

Derzeit liefen Verhandlungen mit den Behörden, möglichst viele der noch gut 500 Besatzungsmitglieder an Bord in ihre Heimatländer auszufliegen, sagte eine Phoenix-Sprecherin. Wann das passieren könne und wie viele Menschen an Bord bleiben würden, sei noch unklar. Rein technisch reichten etwa 20 bis 30 Crewmitglieder aus, um das Schiff zurück nach Europa zu fahren, sagte sie.

In Australien stammen etwa 25 Prozent der bisher mehr als 5500 bestätigten Coronavirus-Fälle sowie ein Viertel der bisher 30 Toten von Kreuzfahrtschiffen.

Drastischer Passagierrückgang an Berliner Flughäfen

14.27 Uhr: Die Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind wegen der Coronavirus-Pandemie drastisch eingebrochen. Wie aus dem am Samstag veröffentlichten Verkehrsbericht März hervorgeht, betrug der Rückgang bei den Fluggästen auf den ganzen Monat betrachtet 64,7 Prozent. In den letzten Tagen sei die Zahl der Fluggäste weiter deutlich gesunken, da der Flugverkehr weltweit fast komplett zusammengebrochen sei. Aktuell liege der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat daher bei rund 95 Prozent, erklärte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. In den kommenden Wochen sei nicht mit Besserung zu rechnen.

Kühnert will Kneipen retten

14.15 Uhr: Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD und Juso-Chef, Kevin Kühnert, hat angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Gastronomen in der Coronakrise eine Initiative zur Rettung Berliner Kneipen gegründet. Ziel sei es, dass in der kommenden Woche eine Internetseite online gehe, auf der Spenden für Kneipen gesammelt werden. "Wir möchten gerne an die Menschen appellieren, den symbolischen Euro für das nicht in der Kneipe getrunkene Bier beiseite zu legen und der eigenen Stammkneipe zukommen zu lassen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Kiezkneipen hätten keine finanziellen Rücklagen und seien im Vergleich zu Restaurants und Bars schlechter vernetzt. "Insofern ist das für viele von denen eine sehr existenzielle Frage. Noch dazu in einer Großstadt, wo die Problematik der Mieten hinzukommt", sagte Kühnert. Gemeinsam mit Freunden habe er daher die "Kneipenretter" gegründet. In einem Tweet bittet die Initiative um Hilfe etwa beim Aufbau einer Spenden-App. "Wir hatten das Gefühl, so wahnsinnig viel Zeit ist jetzt nicht und wir gehen jetzt lieber erst mal mit der Idee raus", sagte Kühnert.

Polizei nimmt Mann fest, der zu Demonstration aufrief

14.03 Uhr: Weil er im Internet zu einer Demonstration gegen die Ausgangsbeschränkungen aufgerufen haben soll, hat die Polizei einen Mann aus dem baden-württembergischen Weinheim festgenommen. Mit der Demonstration, bei der sich viele Menschen in der Öffentlichkeit versammelt hätten, habe der Mann nach den aktuellen Regelungen zur Eindämmung der Coronakrise zu einer Straftat aufgerufen, erklärte ein Polizeisprecher. Ohne die Auflagen wäre der friedliche Protestmarsch kein Problem gewesen.

Den Ermittlungen zufolge hatte der 32-Jährige vor zwei Wochen in einem Internetportal anonym einen friedlichen Protestmarsch organisieren wollen. Potenzielle Teilnehmer forderte er demnach auf, Kinder mitzubringen, um sich vor der Polizei zu schützen. Zahlreiche Menschen, die den Aufruf lasen, verständigten die Polizei.

Über den Anbieter des Internetportals machten die Ermittler schließlich den 32-Jährigen ausfindig. Bei der Wohnungsdurchsuchung am Freitag hatten die Beamten Datenträger, drei Laptops, Festplatten, ein Tablet und ein Smartphone sichergestellt, die nun ausgewertet werden sollen. Der 32-Jährige kam nach der vorläufigen Festnahme wieder auf freien Fuß.

Menschenansammlungen sind in Baden-Württemberg auf öffentlichen Plätzen verboten, sobald sich mehr als zwei Personen treffen, die nicht zur Familie gehören. Während Zusammenkünfte von kleineren Gruppen nach aktueller Verordnung eine Ordnungswidrigkeit darstellen, begehen laut Polizeisprecher Gruppen von mehr als 15 Menschen eine Straftat.

"Wir sind längst nicht über den Berg"

13.38 Uhr: Wie reagiert die Hauptstadt auf die Coronakrise? SPD-Regierungschef Michael Müller über die Disziplin der Berliner, den Bußgeldkatalog - und mögliche Lockerungen der Kontaktsperren nach den Osterferien. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Deutsche nach Odyssee mit "Zaandam" heimgekehrt

13.24 Uhr: Einen Tag nach dem Ende der Odyssee der Kreuzfahrtschiffe "Zaandam" und "Rotterdam" in Florida sind 72 der deutschen Passagiere nach Deutschland zurückgekehrt. Wie das Auswärtige Amt bestätigte, landeten sie am Samstagvormittag auf dem Flughafen Frankfurt am Main. Sieben Passagiere sollen noch in Florida sein. Der Rückflug war von der Reederei Holland America Line organisiert worden.

Die 79 deutschen Passagiere waren Anfang März mit der "Zaandam" zu einer Kreuzfahrt um das Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas aufgebrochen, konnten dann wegen mehrerer Coronavirus-Fälle aber nicht wie geplant in Chile von Bord. Auch die Durchfahrt durch den Panamakanal vom Pazifik in die Karibik wurde erst nach langem Ringen ermöglicht. Das Einlaufen in den Hafen von Fort Lauderdale im Süden von Florida erlaubten die Behörden erst nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump. Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte sich zunächst dagegen gesperrt.

Die meisten der ursprünglich 79 deutschen Passagiere auf der "Zaandam" waren zwischenzeitlich auf das Schwesterschiff "Rotterdam" gewechselt, das die "Zaandam" begleitete und auf dem es keine Infektionen gab. Beide Schiffe hatten zusammen rund 2500 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord, darunter laut Reederei 311 US-Bürger, 52 von ihnen aus Florida.

Bauernverband warnt vor Folgen von Grenzkontrollen

13.15 Uhr: Angesichts von Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union fordern Wirtschaftsverbände, den freien Warenverkehr sicherzustellen. "Um auch in der Coronakrise eine breite Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aufrechtzuerhalten, ist es unerlässlich, die Grenzen innerhalb der Europäischen Union offenzuhalten", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied. "Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit, die Verbreitung des Virus einzudämmen, müssen andere Wege gefunden werden, als die Binnengrenzen der EU zu schließen und damit möglicherweise Lieferketten zu gefährden."

Wegen Grenzschließungen kommt es vielerorts in der Europäischen Union zu kilometerlangen Staus. Das bedroht die sogenannten Just-in-time-Lieferketten vieler Firmen. Auch die EU hatte bereits dazu aufgerufen, den Warenverkehr nicht zu behindern. Deutschland lässt die Grenzen mit Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark kontrollieren, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen.

Mehr als 40.000 Deutsche sollen im Ausland festsitzen

12.51 Uhr: Trotz der breit angelegten Rückholaktion der Bundesregierung saßen am Wochenende noch immer mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland fest. Die meisten der Betroffenen der Reisebeschränkungen in der Coronakrise befänden sich in Südafrika, Neuseeland und Peru, teilte das Auswärtige Amt gegenüber der "Rheinischen Post" mit. Die Angaben beruhen demnach zum Teil auf Schätzungen.

In Perus Touristenhochburg Cusco startete laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ein weiterer Rückholflug mit 272 Menschen. Die Zahl der in der Coronakrise aus dem Ausland zurückgeholten Deutschen sei mittlerweile auf 197.000 gestiegen, twitterte Maas am Samstag.

Welche Länder am besten auf die Coronakrise vorbereitet waren

12.38 Uhr: Die Coronakrise offenbart die Schwächen von Gesundheitssystemen. Wie viel geben die Länder für die Vorsorge aus? Wo werden Notfallpläne gut greifen? Und was kann Deutschland daraus lernen? Lesen Sie den Überblick hier.

Nur wenige Verstöße in Hamburg

12.44 Uhr: Nach der Einführung von Bußgeldern hat die Polizei in Hamburg bisher nur wenige Verstöße gegen die Auflagen im Zuge der Coronakrise festgestellt. "Noch ist es sehr ruhig", sagte ein Polizeisprecher. Auch am Freitagabend habe es nur vereinzelte Verstöße gegeben, weil sich Menschen in kleinen Grüppchen in Grünanlagen aufhielten oder Kinder trotz Verbots auf Spielplätzen spielten. "Zum Glück waren das nur einige wenige Vorfälle", sagte der Sprecher. Ob auch Bußgelder verhängt wurden, wollte die Polizei am Samstag noch nicht mitteilen.

Der neue Bußgeldkatalog sieht bei Verstößen Strafen von 150 bis zu 5000 Euro vor. Wiederholungsfälle können sogar mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden. "Wir können zudem Platzverweise und Aufenthaltsverbote aussprechen oder Menschen im Sinne der Gefahrenabwehr sogar in Gewahrsam nehmen", sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer der Zeitung "Die Welt".

Verbraucherschützer drohen unseriösen Geschäftemachern

12.40 Uhr: Verbraucherschützer wollen juristisch gegen unseriöse Geschäftemacher vorgehen, die sich die Coronakrise mit überteuerten Produkten oder fragwürdigen Versprechen zunutze machen. "Die Verbraucherzentralen sorgen dafür, dass hier auch rechtliche Konsequenzen drohen", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, dem "Handelsblatt". "Drei Atemmasken für 999 Euro oder Vitamin-Präparate gegen die Corona-Infektion, das liegt nicht mehr in einem Rahmen freier Preisgestaltung, der tolerabel wäre."

Zahlen in Spanien stabilisieren sich

12.23 Uhr: In Spanien stabilisieren sich die Zahlen der Coronakrise drei Wochen nach Beginn der Ausgangssperre. Die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging bis Samstagmittag erneut zurück und lag bei weniger als sechs Prozent. Insgesamt wurden rund 7000 neue Ansteckungen nachgewiesen, die Gesamtzahl belief sich auf mehr als 124.700, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge fast 4000 Covid-19-Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Damit sind schon mehr als 34.000 Betroffene wieder gesund. Spanien ist weltweit eines der am stärksten von der Krise betroffenen Länder.

Auch die Zahl der Todesfälle ging zurück. Dennoch wurden innerhalb von 24 Stunden zum achten Mal in Folge mehr als 800 Tote verzeichnet. Die Gesamtzahl belief sich auf rund 11.700. Das waren 809 mehr als am Freitag. Besonders stark betroffen sind weiterhin die Regionen Madrid und Katalonien.

Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte nach Gesprächen mit Gesundheitsexperten und Parteiführern darüber entscheiden, ob der Alarmzustand samt strikten Ausgangsbeschränkungen ein weiteres Mal bis zum 26. April verlängert wird. Eigentlich sollen die Maßnahmen nur noch bis zum 11. April gelten.

Bundeswehr kann Kommunen keine Schutzmasken mehr liefern

11.50 Uhr: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verkündet regelmäßig, die Bundeswehr stehe in der Coronakrise bereit. Beim Mangel an Schutzmasken und Beatmungsgeräten aber kann die Truppe nicht helfen - die Lager sind leer. Mehr lesen Sie hier.

Österreich startet Produktion von Schutzmasken

11.46 Uhr: Um den hohen Bedarf decken zu können und unabhängiger vom Weltmarkt zu werden, haben in Österreich mehrere Firmen gemeinsam eine Schutzmaske für das Gesundheitspersonal entwickelt. Wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck mitteilte, könne die Produktion innerhalb weniger Tage zunächst auf 100.000 Stück pro Tag und im nächsten Schritt auf 500.000 Stück pro Tag hochgefahren werden. Allerdings würden dazu mehrere Hundert Näherinnen gesucht.

Die neue Maske halte 95 Prozent aller Viren ab und sei daher FFP2-zertifiziert. Sie schütze damit auch den Träger vor einer Ansteckung - anders als der Mund-Nasen-Schutz, der seit Mittwoch in österreichischen Geschäften am Eingang an die Kunden ausgeteilt wird.

Laut Schramböck ist die Produktion von Schutzmasken vor Ort wichtig, da die Qualität auf dem Weltmarkt teilweise sehr unterschiedlich sei. Schramböck betonte diesbezüglich auch, dass das Coronavirus ein "Weckruf für Gesamteuropa" sei. "Nämlich ein Weckruf, dass wir wieder mehr in Europa produzieren sollten, auch in der Pharmaindustrie."

In Österreich liege der Bedarf an Schutzmasken für vier Wochen bei zwölf Millionen Stück. Für das eigens entwickelte Modell werde auch an einer Möglichkeit der Wiederverwendung gearbeitet. Die Produktion sei bereits mit 15.000 Stück pro Tag angelaufen.

Häusliche Gewalt nimmt vor allem in Städten zu

11.34 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sieht in der Coronakrise vor allem in den Städten die Gefahr einer Zunahme häuslicher Gewalt. Demnach habe sie aus Berlin die Rückmeldung bekommen, dass die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um zehn Prozent gestiegen seien.

"Aus den Ländern bekommen wir unterschiedliche Rückmeldungen. Es gibt offensichtlich ein Stadt-Land-Gefälle", sagte Giffey der Deutschen Presse-Agentur. Aus ländlichen Regionen, wo es mehr Möglichkeiten gebe rauszugehen und wo Menschen nicht so sehr auf engem Raum lebten, sei das Konfliktpotenzial nicht so hoch. "Dort hören wir noch nicht von zusätzlichen Fallzahlen", sagte Giffey.

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, sind in den meisten Bundesländern seit nunmehr drei Wochen die Schulen und Kitas geschlossen. Zudem gibt es weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Wegen der Situation wird mit einer Zunahme häuslicher Gewalt gerechnet.

Beim Hilfetelefon "Nummer gegen Kummer" gebe es einen Anstieg der Anrufe um mehr als 20 Prozent, sagte die Ministerin "Zeit Online". "Es rufen sowohl mehr Kinder als auch mehr Eltern an." Ein Teil des Zuwachses könne auch dadurch begründet sein, dass man massiv für die Nummer geworben habe. Kinder- und Jugendliche, die Hilfe suchen, können sich an die deutschlandweite kostenfreie Nummer 116 111 wenden. Für Mütter, Väter oder Großeltern gibt es die 0800 111 0550. Die Beraterinnen und Berater verstehen sich als "erster Ansprechpartner" und vermitteln bei Bedarf Kontakt zu weiteren Hilfsangeboten vor Ort.

Offenbar Tote bei Evakuierung im Südpazifik

10.48 Uhr: Vor den Salomonen im Südpazifik sind bei einem heftigen Sturm offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Menschen sollten wegen der Coronavirus-Pandemie mit einer Fähre in ihre Heimatdörfer gebracht werden, als sie wegen hoher Wellen und starker Winde von Bord gespült wurden. Medien berichteten von 28 Todesopfern. Die Polizei erklärte, dass es unmöglich sei, die Opferangabe zu überprüfen.

Den Medienberichten zufolge bemerkte der Kapitän des Schiffes bis zum Anlegen nicht, dass Passagiere über Bord gegangen waren. Die Fähre war aufgrund der Coronakrise für Evakuierungen auf dem Weg von der Hauptstadt Honiara in das 120 Kilometer entfernte West Are'are. Die Fähre hatte am Donnerstagabend abgelegt, als der Tropen-Zyklon "Harold" sich auf die Inselgruppe zubewegte. Der Kapitän ignorierte jedoch Warnungen der Wetterdienste, unnötige Reisen zu unterlassen.

Nach Angaben von Regierungschef Manasseh Sovagare wurde eine Suchaktion nach den vermissten Passagieren gestartet. Der Katastrophenschutz auf den Salomonen, wo es nur eine begrenzte Gesundheitsversorgung gibt, bereitet sich derzeit auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vor. Zugleich müssen die Behörden mit den Folgen von Zyklon "Harold" kämpfen. Der Inselstaat mit nur rund 600.000 Einwohnern zählt bislang allerdings zu den wenigen Ländern weltweit, in denen noch keine Corona-Infektionen gemeldet wurden.

Stiftung fordert, dass verfügbares Klinikpersonal in Heimen aushelfen soll

10.07 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung gefordert, dass verfügbares ambulantes Pflegepersonal notfalls auch in Heimen aushelfen soll. "Es ist absurd, wenn jetzt erste Krankenhäuser Kurzarbeit für ihr nicht ausgelastetes Personal erwägen", sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Gleichzeitig spielen sich in Altenheimen aus Personalmangel dramatische Szenen ab. Wir brauchen also Brücken statt Mauern zwischen Krankenhaus und ambulanter Versorgung."

Brysch verlangte: "Wir brauchen in jeder Kommune einen Pool, in dem Mediziner und Pfleger aus Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen mit niedergelassenen Ärzten und Altenpflegekräften zusammenarbeiten." Diese Teams müssten dorthin geschickt werden, wo die Not am größten sei. Bisher werde streng zwischen stationär und ambulant unterschieden. "Eine solche harte Trennung ist in Krisenzeiten aber fatal."

Bufdis sollen unbürokratisch helfen können

09.58 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Teilnehmern der Freiwilligendienste unbürokratisch ermöglichen, sich in der Coronakrise zu engagieren. "Freiwillige, die ihren Dienst wegen der aktuellen Situation gerade nicht ausüben können, bekommen die Möglichkeit, unbürokratisch und schnell an eine andere Einsatzstelle zu wechseln - beispielsweise dahin, wo jetzt dringend Helfer gebraucht werden: in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei der Lebensmittelversorgung von Bedürftigen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Giffey kündigte an, dass in der kommenden Woche dazu eine Onlineplattform für die Freiwilligendienste freigeschaltet werde. Dem Familienministerium zufolge engagieren sich beim Bundesfreiwilligendienst derzeit etwa 39.000 Helfer, sogenannte Bufdis, wie es in dem Bericht heißt. Hinzu kämen rund 52.000 Jugendliche und junge Erwachsene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machten. Von diesen Freiwilligen arbeiteten etwa 25.000 bereits in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Rettungsstellen. Viele Einsatzstellen jedoch hätten ihren Betrieb wegen der Coronavirus-Pandemie stark eingeschränkt oder ganz geschlossen.

Eine Verpflichtung, die Einsatzstelle zu wechseln, solle es nicht geben, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das Ministerium. Eine Ausnahmeregelung erlaube es aber, nicht nur in der angestammten Einsatzstelle zu helfen, sondern auch in einem "erweiterten Einsatzbereich". Die Zahlungen des Bundes laufen demnach in jedem Fall so weiter wie beim regulären Dienst.

Bayern will zehn Patienten aus Frankreich aufnehmen

09.52 Uhr: Bayern will in der Coronakrise zehn Covid-19-Erkrankte aus Paris zur Behandlung aufnehmen. Das twitterte Ministerpräsident Markus Söder. Er habe der französischen Botschafterin Unterstützung zugesagt. "In der Not helfen Freunde", schrieb Söder. "Europa muss zusammenstehen." Seit vergangenem Sonntag hat Bayern bereits zehn Patienten aus Italien zur medizinischen Versorgung aufgenommen.

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Frankreich gehört neben Italien und Spanien zu den Ländern in Europa, die vom Coronavirus besonders betroffen sind. Seit dem 1. März starben in Frankreich mehr als 6500 Menschen an den Folgen des Virus. Auch andere Bundesländer kündigten an, Covid-19-Patienten zur Behandlung aufnehmen zu wollen.

USA wollen Export knapper medizinischer Schutzausrüstung stoppen

09.45 Uhr: Die US-Regierung will den Export knapper medizinischer Schutzausrüstung in der Coronakrise verbieten. Das kündigte US-Präsident Donald Trump an. Verhindert werden solle etwa der Export von Atemschutzmasken des Typs N95, von Operationshandschuhen und anderen Produkten. "Wir brauchen diese Produkte sofort bei uns im Land", mahnte er.

Das amerikanische Unternehmen 3M, das unter anderem Atemschutzmasken herstellt, äußerte sich kritisch zu der Anweisung. Diese habe erhebliche humanitäre Auswirkungen für bestimmte Länder. Außerdem könne der Schritt nach sich ziehen, dass andere Staaten ebenfalls den Export solcher Produkte in die USA aussetzten, was in der aktuellen Lage kontraproduktiv wäre.

Als Lehre aus der Coronavirus-Krise will die US-Regierung auch die Herstellung wichtiger medizinischer Produkte wieder verstärkt in die Vereinigten Staaten zurückholen. Die Krise habe gezeigt, wie stark die USA von Lieferungen aus dem Ausland abhängig seien, hatte Trumps Berater Peter Navarro gesagt. Als Beispiele führte er unter anderem das Antibiotikum Penizillin und Beatmungsgeräte an.

Brauer leiden unter der Coronakrise

09.41 Uhr: Deutschlands Brauer befürchten durch die Coronakrise massive Schäden für ihr Geschäft. 87 Prozent der Brauereien glauben, dass sie Kurzarbeit anmelden, 18 Prozent sogar, dass sie Personal entlassen müssen. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Brauerbundes hervor.

Vor allem kleine Brauereien sind betroffen. "Der Hauptumsatz ist weggebrochen", sagte Werner Scharpf, Inhaber der gleichnamigen Kleinbrauerei im oberfränkischen Heilgersdorf.

Thea Ungermann, Geschäftsführerin der Alt-Brauerei Schumacher in Düsseldorf, sorgt sich um die Mitarbeiter. "Das ist eine heftige und dramatische Situation für uns", sagte sie. Der Umsatz in der Gastronomie sei für die Brauerei der Hauptanteil. "Wir kämpfen jeden Tag aufs Neue, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin beschäftigen zu können."

Laut US-Konzern kein Hinweis auf Umleitung von Berliner Schutzmasken

09.33 Uhr: Der US-Konzern 3M hat nach eigenen Angaben keine Hinweise darauf, dass für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken von den USA konfisziert wurden. "3M hat keine Beweise, die darauf hindeuten, dass 3M-Produkte beschlagnahmt worden sind", hieß es auf dpa-Anfrage. "3M hat keine Unterlagen über eine Bestellung von Atemschutzmasken aus China für die Berliner Polizei." Nach einem Bericht des Nachrichtenportals "t-online.de" dementierte auch das Weiße Haus entsprechende Vorwürfe, die Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erhoben hatte. Er hatte von einem "Akt moderner Piraterie" gesprochen.

Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegels" wurden die Masken von der Berliner Polizei beim US-Hersteller 3M bestellt. Die Zeitung berichtete, die bestellten Masken seien in einem 3M-Werk des Unternehmens in China produziert worden. Auf dem Flughafen in Bangkok hätte die Ware umgeladen und per Luftfracht nach Deutschland geflogen werden sollen. Stattdessen sei die Lieferung von Bangkok in die USA gebracht worden. Auch der rbb berichtete unter Berufung auf die Berliner Polizei, die Lieferung sei in die USA "umgeleitet" worden.

Gegenüber "t-online.de" wies das Weiße Haus die Vorwürfe jedoch zurück. Das Nachrichtenportal meldete unter Berufung auf einen hohen US-Regierungsbeamten, die Vorwürfe seien "komplett falsch". Anfragen der Deutschen Presse-Agentur an das Weiße Haus blieben unbeantwortet.

16 Menschen sterben in Peru, weil sie vermeintliches Schutzmittel trinken

9.15 Uhr: Es sollte angeblich gegen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus helfen: Weil sie als Heilmittel propagierten gepanschten Alkohol tranken, sind in Peru mindestens 16 Menschen gestorben. Die Patienten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie den Alkohol im Glauben getrunken hätten, dieser schütze sie vor einer Infektion mit dem Coronavirus, berichtete die Nachrichtenagentur Andina am Freitag unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden.

Die Patienten aus der Andenregion Huancavelica wiesen demnach Vergiftungssymptome auf. Die Polizei habe die alkoholischen Getränke beschlagnahmt, die in "einem Etablissement zweifelhaften Rufs" verkauft worden seien, hieß es.

In Peru sind nach offiziellen Angaben bislang knapp 1600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 61 Menschen starben. In dem Andenstaat gelten obligatorische Ausgangsbeschränkungen sowie eine nächtliche Ausgangssperre.

Juso-Chef Kühnert will Berliner Kneipen retten

8.50 Uhr: "Rette deine Kiezkneipe" - mit diesem Slogan wirbt eine Berliner Initiative um Spenden. SPD-Politiker Kevin Kühnert gehört zu den Gründern, wie er twitterte. "Wir möchten gerne an die Menschen appellieren, den symbolischen Euro für das nicht in der Kneipe getrunkene Bier beiseite zu legen und der eigenen Stammkneipe zukommen zu lassen", sagte der Juso-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Kiezkneipen hätten keine finanziellen Rücklagen und seien im Vergleich zu Restaurants und Bars schlechter vernetzt. Mit Freunden habe er daher die "Kneipenretter" gegründet. In einem Tweet bittet die Initiative um Hilfe, etwa beim Aufbau einer Spenden-App.

Sängerin Pink mit Coronavirus infiziert

8.33 Uhr: Pink war an Covid-19 erkrankt - ist inzwischen aber gesund. Vor zwei Wochen hätten sie und ihr dreijähriger Sohn Jameson Symptome bekommen, schreibt die Sängerin auf Instagram. Glücklicherweise hätte ihr Arzt schnell einen Test besorgen können, der bei ihr positiv ausgefallen sei. Die ganze Familie habe sich zwei Wochen isoliert, alle hätten sich inzwischen erholt.

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Die Sängerin übte scharfe Kritik an der US-Regierung: Sie habe nicht schnell genug für Tests gesorgt. "Wir müssen Tests kostenlos und breitflächig ermöglichen, um unsere Kinder, Familien, Freunde und Gemeinden zu schützen."

Sie werde eine Million Dollar für das Gesundheitswesen spenden - zu gleichen Teilen für eine Klinik in Philadelphia, an der ihre Mutter 18 Jahre lang arbeitete, und für eine Krisenkasse der Stadt Los Angeles. Pink dankte den "Helden" im Gesundheitswesen und ermahnte ihre Fans: "Bitte bleibt zu Hause."

Schäuble fürchtet um Handlungsfähigkeit des Bundestags

8.02 Uhr: Der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble befürchtet, dass die Coronakrise die Handlungsfähigkeit des Parlaments gefährden könnte. "So etwas haben wir in unseren Lebzeiten noch nicht gehabt", sagte der Bundestagspräsident der "Süddeutschen Zeitung". "Wir müssen alles daransetzen, die parlamentarische Demokratie nicht außer Kraft zu setzen."

Deshalb seien jetzt "alle Überlegungen zur Abhilfe erwünscht, nur keine Überlegungen anzustellen wäre falsch". Er habe allen Fraktionsvorsitzenden einen Brief geschrieben, um über mögliche Auswege zu sprechen, heißt es in dem Bericht. Schäuble erwähnt darin laut "SZ" zwei Möglichkeiten: virtuelle Sitzungen des Bundestags oder die Bildung eines kleinen Notparlaments.

Bei der jüngsten Sitzung des Bundestags hat wegen der Coronakrise bereits ein Viertel der Abgeordneten gefehlt. Als Sofortmaßnahme sei das Quorum für die Beschlussfähigkeit des Parlaments von 50 auf 25 Prozent der Abgeordneten gesenkt worden. Er "höre aber, dass es durchaus Zweifel gibt, ob diese Maßnahme ausreichend ist", sagte Schäuble.

Auswärtiges Amt geht von 40.000 gestrandeten Deutschen aus

7.58 Uhr: Noch immer sitzen Zehntausende Deutsche im Ausland fest. Davon geht das Auswärtige Amt aus, wie die "Rheinische Post" berichtet. Die meisten Deutschen sind demnach noch in Südafrika, Neuseeland und Peru.

Die Bundesregierung sammelt derzeit wegen der Pandemie gestrandete Urlauber in aller Welt ein und bringt sie nach Hause. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgebracht worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag.

"Logistisch war das für alle Beteiligten ein Husarenstück", sagte Maas nun im Interview mit der "Rheinischen Post". Zwar sei das Krisenreaktionszentrum einiges gewöhnt. "Aber das Auswärtige Amt ist eben auch keine Fluggesellschaft, die so etwas jeden Tag auf die Beine stellt. Da hatten wir am Anfang eine steile Lernkurve."

An manchen Tagen seien 20 Flugzeuge zugleich in der Luft gewesen, um deutsche Staatsbürger zurückzubringen. Die Regierung wolle alle deutschen Reisenden aus dem Ausland zurückholen, sagte der Minister weiter.

In den USA sterben mehr als 1400 Coronavirus-Infizierte binnen 24 Stunden

7.40 Uhr: In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Donnerstag 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Freitagabend 1480 weitere Todesfälle registriert. Diesen Angaben zufolge sind in den USA inzwischen mehr als 275.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Universität zufolge sind die USA damit das am stärksten betroffene Land weltweit.

Die Universität Washington prognostiziert, der Höhepunkt der Pandemie werde in den USA am 16. April erreicht - mit dann mehr als 2600 Toten an einem Tag. Die Wissenschaftler schätzen, dass dann 87.000 Krankenhausbetten in den USA fehlen werden, darunter fast 20.000 auf Intensivstationen.

Trump empfiehlt das Bedecken von Mund und Nase - will selbst aber keine Maske tragen

7.29 Uhr: Die US-Regierung rät entgegen der bisher geltenden Richtlinie nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "Das ist freiwillig", sagte Präsident Donald Trump bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die Empfehlung beziehe sich auf Masken aus Stoff, die man zum Beispiel zu Hause machen könne, nicht aber auf medizinische Schutzmasken. Diese müssten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. Trump betonte, die neue Maßnahme ersetze nicht die bisher empfohlenen Schutzmaßnahmen, sondern ergänze sie. Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet gesunden Menschen ohne Symptome bislang explizit nicht zum Tragen von Masken.

Er selbst werde keinen Mund-Nase-Schutz tragen, sagte Trump. "Im Oval Office zu sitzen, hinter diesem schönen Resolute Desk (dem Schreibtisch des Präsidenten im Weißen Haus), dem großartigen Resolute Desk - ich denke, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn ich Präsidenten, Ministerpräsidenten, Diktatoren, Könige, Königinnen grüße, ich weiß nicht, irgendwie sehe ich das für mich selbst nicht. Sehe ich einfach nicht. Vielleicht werde ich meine Meinung ändern."

Weltbank erwartet globale Rezession - arme Länder besonders betroffen

07.15 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie wird nach Ansicht von Weltbank-Präsident David Malpass wohl eine "große globale Rezession" auslösen. Diese werde wahrscheinlich die ärmsten und verwundbarsten Länder am härtesten treffen, sagte Malpass in einem Beitrag auf LinkedIn. "Wir beabsichtigen, energisch und massiv mit Hilfsprogrammen, insbesondere für arme Länder, zu reagieren." Er plane, bald mit den Führern Äthiopiens, Kenias und anderer Länder zu sprechen, sagte er.

jpz/hba/kko/sev/mgb/dpa/AFP/Reuters
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