+++ News-Update am 17. Mai +++ Trump-Berater Navarro macht Seuchenschutzbehörde schwere Vorwürfe

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat zu Beginn der Pandemie fehlerhafte Tests entwickelt. Trump-Berater Peter Navarro schimpft deshalb auf die CDC - die der US-Regierung untersteht. Der Überblick am 17. Mai.
Peter Navarro (rechts) mit US-Präsident Donald Trump: "Das hat uns zurückgeworfen"

Peter Navarro (rechts) mit US-Präsident Donald Trump: "Das hat uns zurückgeworfen"

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Alex Brandon/ AP

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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92 Corona-Fälle - Fleischverarbeitender Betrieb setzt Produktion aus

23.16 Uhr: Wegen zahlreicher Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft setzt ein fleischverarbeitender Betrieb in Niedersachsen die Produktion aus. Tests hatten ergeben, dass 92 Mitarbeiter des Betriebs in Dissen infiziert sind, wie der Landkreis Osnabrück mitteilte . Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, hieß es. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten - dabei stehe die Frage im Zentrum, "ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt".

62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teils in Sammelunterkünften. "Unter ihnen sind zahlreiche Kräfte, die von Subunternehmen beschäftigt werden." Die Ermittlung der Kontaktpersonen ist den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen. Man habe außerdem die Kreise Gütersloh, Steinfurt, Wesel und Vechta informiert, "in denen die weiteren 30 positiv Getesteten wohnen", teilte der Landkreis mit.

In mehreren deutschen Schlachthöfen war die Krankheit Covid-19 zuletzt ausgebrochen, etwa in den nordrhein-westfälischen Städten Coesfeld und Oer-Erkenschwick. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit vielen Jahren in der Kritik.

Trump-Berater: Seuchenschutzbehörde hat Land im Stich gelassen

22.37 Uhr: Der Handelsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, hat in der Coronakrise schwere Vorwürfe gegen die Seuchenschutzbehörde CDC erhoben. Zu Beginn der Pandemie habe die Behörde "das Land mit den Tests echt im Stich gelassen", sagte Navarro dem Sender NBC . "Das hat uns zurückgeworfen."

Kritik an der CDC gibt es derzeit nicht nur von Trump-Unterstüzern, denn die Seuchenschutzbehörde hatte zunächst einen eigenen Test entwickelt , statt auf bereits vorhandene Tests aus anderen Ländern zurückzugreifen. Der CDC-Test stellte sich dann als fehleranfällig heraus. Das warf die Einführung von Massentests offenbar zurück.

Gleichzeitig steht auch der Präsident wegen des Mangels an Testmöglichkeiten in der Kritik. Schon kurz nach seinem Amtsantritt hatte Trump in die Arbeit der Behörde eingegriffen: Der Leiter wurde ausgetauscht, die Zahl der mehr als 10.000 Mitarbeiter sank um rund 700.

Zu Beginn der Pandemie in den USA wurde dann bekannt, dass Statements von Beamten und Forschern aus Gesundheitsbehörden ab sofort vom Weißen Haus abgesegnet werden müssen. Regelmäßige Pressekonferenzen führt die Behörde derzeit nicht durch.

Medienberichten zufolge wies die Regierung Anfang Mai einen Plan der Seuchenschutzbehörde zur Lockerung der Corona-Maßnahmen zurück und verlangte eine Überarbeitung. Das Weiße Haus soll demnach die Richtlinien für zu einheitlich und einschränkend für Gegenden befunden haben, in denen es nur wenige Corona-Infektionen gibt.

Oberhausen: 300 Personen treffen sich für illegales Fußballturnier

21.59 Uhr: Die Oberhausener Polizei hat auf der städtischen Platzanlage des B-Kreisligisten Post SV Oberhausen 1931 e.V. ein Fußballturnier mit knapp 300 Personen verhindert. Die Polizei musste gleich zweimal ausrücken, um die in Corona-Zeiten nicht genehmigte Veranstaltung zu beenden. Der Platz wurde danach durch das Ordnungsamt gesperrt.

Am späten Sonntagvormittag füllte sich die von der Stadt Oberhausen grundsätzlich freigegebene Platzanlage minütlich. Klub-Pressesprecher Torben Trapphoff war eigenen Angaben zufolge zufällig auf der Anlage, um das Klubhaus zu renovieren. Als die daraufhin von ihm verständigte Polizei zum ersten Mal anrückte, seien die meisten Spieler über die Zäune verschwunden, sagte er. Eine halbe Stunde später sei der Kunstrasenplatz aber wieder voll gewesen.

Die Turnierteilnehmer sollen aus Essen, Oberhausen, Wuppertal, Köln und Gelsenkirchen angereist sein. Sie sollen sich über WhatsApp-Gruppen zu dem Turnier verabredet und sogar Preisgelder ausgesetzt haben. Der Verein hatte eigenen Angaben zufolge mit dem Turnier nichts zu tun. Die Mannschaften des Post SV Oberhausen fangen erst am 3. Juni mit dem Training an, wenn in Nordrhein-Westfalen wieder Kontaktsport erlaubt ist.

Maas: Ab 15. Juni möglichst keine weltweite Reisewarnung mehr

21.19 Uhr: Kann der Sommerurlaub im Ausland doch stattfinden? Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" gesagt, es gebe bei der Bekämpfung des Coronavirus in vielen Ländern positive Entwicklungen. Nach dem 15. Juni solle es "eigentlich" keine weltweite Reisewarnung mehr geben.

Maas sagte, das Auswärtige Amt wolle sie ersetzen durch Reisehinweise, "aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Wo ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?" Jeder müsse dann selbst entscheiden "ob er dahin in den Urlaub will bei den Einschränkungen, die es überall geben wird".

Der Außenminister will am Montag mit seinen Amtskollegen aus den beliebten Reiseländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien in einer Videokonferenz über Lockerungen der Auflagen beraten.

Mehrere europäische Länder lockern ihre Corona-Beschränkungen

20.58 Uhr: Mehrere europäische Länder lockern ab Montag weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. In Italien dürfen sich die Menschen dann wieder innerhalb ihrer Region frei bewegen. Auch Restaurants, Bars, Friseursalons, Geschäfte und Museen öffnen wieder. Nach zweimonatiger Schließung öffnet auch der Petersdom in Rom wieder seine Pforten. In Belgien werden die Schulen wieder geöffnet, in Griechenland nehmen die Oberschulen den Unterricht wieder auf. Auch die Akropolis in Athen öffnet wieder für Besucher.

Ein Spezialist der italienischen Armee spricht mit einem Priester: Die Kirchen in Italien dürfen ab 18. Mai wieder Gottesdienste mit Gläubigen feiern

Ein Spezialist der italienischen Armee spricht mit einem Priester: Die Kirchen in Italien dürfen ab 18. Mai wieder Gottesdienste mit Gläubigen feiern

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Cecilia Fabiano/ dpa

Auch in zahlreichen spanischen Städten treten Lockerungen in Kraft. Familientreffen und Verabredungen mit Freunden sind dann wieder erlaubt. Die Außenbereiche von Cafés und Bars dürfen wieder Gäste bewirten. Restaurants und Cafés machen auch in Portugal wieder auf, wo zudem Oberschulen und Kindergärten wieder öffnen.

Powell: Erholung der US-Wirtschaft könnte bis Ende 2021 dauern

20.30 Uhr: Eine vollständige Erholung der US-Wirtschaft könnte nach Einschätzung des Chefs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, bis Ende kommenden Jahres dauern. "Die Wirtschaft wird sich erholen", sagte Powell dem Sender "CBS" . Unter der Annahme, dass es keine zweite Infektionswelle gebe, rechne er mit einer stetigen Erholung im zweiten Halbjahr 2020. Der Prozess könne sich dann bis Ende nächsten Jahres hinziehen. 

Powell schloss nicht aus, dass dafür ein Impfstoff nötig sein könnte. "Damit sich die Wirtschaft vollständig erholen kann, müssen die Menschen volles Vertrauen haben", sagte er. Dafür sei womöglich ein Impfstoff notwendig.

Bezirksregierung berichtet von 70 Corona-Fällen in St. Augustiner Flüchtlingsheim

19.30 Uhr: In einer Flüchtlingseinrichtung in St. Augustin (Rhein-Sieg-Kreis) sind Dutzende Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Bezirksregierung Köln am Sonntag bekannt. Insgesamt seien in der Unterkunft 300 Personen getestet worden. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" von mehr als hundert Fällen in dem Flüchtlingsheim geschrieben. Auch der SPIEGEL hatte in diesem Update unter Berufung auf den Artikel darüber berichtet.

Die infizierten Personen wurden laut der Bezirksregierung auf den Isolierbereich verlegt. Weitere Testergebnisse stehen noch aus. In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Personen Platz. Der Großteil der positiv getesteten Menschen zeige keine oder schwache Symptome, teilte die Bezirksregierung weiter mit. 60 negativ getestete Personen wurden unterdessen in andere Einrichtungen untergebracht.

Robert Koch-Institut schätzt Reproduktionszahl weiter unter 1

19.10 Uhr: Die Coronavirus-Reproduktionszahl R liegt nach Schäzungen des Robert Koch-Instituts weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Das "7-Tage-R" liege aktuell bei 0,87, teilte das RKI mit. Am Samstag hatte es bei 0,89 gelegen. Das RKI nutzt diesen Faktor, weil er einen stärkeren Ausgleich von Schwankungen gegenüber dem klassischen R ermöglicht. Auch diesen Wert gibt das RKI weiter an, er liegt demnach etwas höher bei 0,94 nach 0,88 am Vortag.

Ein Wert unter 1,0 bedeutet, dass ein Infizierter statistisch im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel - jedoch nicht der einzige Richtwert - auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen.

In Deutschland gebe es 174.355 bestätigte Covid-19-Fälle, teilte das RKI weiter mit. Das sind 583 mehr als am Vortag. Insgesamt gibt es demnach 7914 Todesfälle.

Zeitung berichtet von mehr als hundert Infizierten in Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen

18.10 Uhr: In einem Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen sind einem Medienbericht zufolge mehr als hundert Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach einem ersten positiven Test am Donnerstag sei die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Sankt Augustin-Niederpleis unter Quarantäne gestellt worden, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" . Tests für alle fast 500 Bewohner seien angeordnet worden.

"Wir haben mehrfach die Forderung gestellt, diese Heime durchzutesten", sagte der grüne Landtagsabgeordnete Horst Becker aus Lohmar der Zeitung. "Es zeigt sich jetzt, dass das viel zu spät passiert ist."

Immer mehr Briten mit Umgang der Regierung mit der Pandemie unzufrieden

18.05 Uhr: Einer Umfrage zufolge sind inzwischen mehr Briten davon überzeugt, dass ihre Regierung schlecht mit der Coronavirus-Pandemie umgeht als umgekehrt. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinium.

Demnach zeigten sich 42 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Reaktion der konservativen Regierung von Premierminister Boris Johnson auf den Coronavirus-Ausbruch. Nur 39 Prozent stehen hinter den Entscheidungen in der Downing Street. Befragt wurden rund 2000 Erwachsene in Großbritannien am 13. und 14. Mai. Es ist Opinium zufolge das erste Mal, dass sich in der öffentlichen Meinung das Blatt gegen die Regierung wendet.

Tansania will Einreise von Touristen wieder erlauben

17.50 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie will Tansania sich wieder dem Tourismus öffnen. Anders als in vielen anderen afrikanischen Ländern sollen sich per Flugzeug einreisende Urlauber aus dem Ausland künftig nicht erst in eine mehrtägige Quarantäne begeben müssen, sagte Präsident John Magufuli.

Die Behörden hätten Anweisung erhalten, den Weg dafür frei zu machen. Die US-Botschaft in dem ostafrikanischen Land hatte vergangene Woche allerdings vor einem rasanten Anstieg von Corona-Fällen gewarnt und gerügt: "Die Regierung hat seit dem 29. April keine Daten über Covid in Tansania herausgegeben."

Magufulis Umgang mit der Epidemie hatte schon zuvor viel Kritik ausgelöst. Corona-Einschränkungen wurden spät eingeführt und sind im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern locker. Kirchen und Moscheen sind weiter geöffnet. Magufuli machte auch Schlagzeilen mit dem Vorschlag, gegen das Virus zu beten. "Ich glaube an Gott, und er hat unsere Gebete erhört", sagte der Präsident nun.

Linken-Politiker Bartsch attackiert Grünen-Vorstoß für Fleisch-Mindestpreis

Dietmar Bartsch (Archiv): "Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel"

Dietmar Bartsch (Archiv): "Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel"

Foto: Britta Pedersen/ DPA

17.39 Uhr: Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, kritisiert den Vorstoß des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck für einen Mindestpreis für Tierprodukte. "Die Preisdebatte der Grünen springt viel zu kurz und gibt moralisch implizit den Verbrauchern die Schuld", sagte Bartsch der "Welt".

"Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel." Aber auch er findet: "Weil die Zustände in den Schlachthöfen größtenteils skandalös sind, brauchen wir eine Strukturdebatte zur Landwirtschaft: zwölf Euro Mindestlohn, bessere Arbeitsbedingungen, lückenlose Kontrollen und weg von massenhaften Antibiotika."

Slowakei besteht weiterhin auf strenge Corona-Grenzkontrollen

17.33 Uhr: Auch wenn andere europäische Länder ihre Grenzen schrittweise wieder öffnen wollen, bleibt die Slowakei bei strengen Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen. Das stellte die Regierung in Bratislava klar. "Es sieht sehr hoffnungsvoll für weitere bedeutende Lockerungen bei uns in der Slowakei aus, aber mit dem Schutzwall an unseren Grenzen müssen wir weiterhin wachsam und vorsichtig bleiben", schrieb der konservative Regierungschef Igor Matovic am Sonntag auf Facebook.

Schon am Samstagabend hatten slowakische Behörden Spekulationen über eine bevorstehende Grenzöffnung zu Österreich dementiert. 

Papst ruft zur Vorsicht bei Gottesdiensten auf

16.30 Uhr: Papst Franziskus hat die Gläubigen aufgerufen, die Vorsichtsmaßnahmen bei Gottesdiensten zu befolgen. "In einigen Ländern sind die liturgischen Feiern mit Gläubigen wieder aufgenommen worden, in anderen wird die Möglichkeit erwogen", sagte der Pontifex: "Aber bitte, lasst uns die Vorschriften befolgen, um die Gesundheit jedes Einzelnen und des Volkes zu schützen."

In Italien dürfen ab Montag wieder Gottesdienste gefeiert werden - allerdings gilt auch hier Abstand halten als oberste Maxime. Am Montag feiert auch Franziskus im Petersdom wieder eine Messe: Zu Ehren von Papst Johannes Paul II., der am 18. Mai 100 Jahre alt geworden wäre. Die Feier findet jedoch ohne Gläubige und mit nur ein paar wenigen Geistlichen statt.

Zukunftsforscher Opaschowski: "Konsum nach Maß" als neue Glücksformel?

Der Zukunftsforscher Horst Opaschowski führt regelmäßig Studien zur Entwicklung in Deutschland durch. Im Interview spricht er darüber, wie sich die Gesellschaft durch Corona verändern wird. Lesen Sie hier das Interview.

Bundesregierung sieht gute Chancen für Sommerurlaub in Europa

16.16 Uhr: "Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können", sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

Ziel sei es, dass alle Länder in Europa wieder bereist werden könnten, sofern die Krankheitsentwicklung es zulasse und vertrauenswürdige Schutzkonzepte zur Anwendung kämen. Man müsse jedoch sichergehen, dass man nicht zu früh starte. Gerade in den besonders vom Tourismus abhängigen Regionen Südeuropas sei der Druck zur Wiedereröffnung von Hotels und Ferienanlagen groß. Er sei jedoch "überzeugt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte sein wird", sagte Bareiß.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will am Montag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten, wie die Reisebeschränkungen gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel ist ein koordiniertes Vorgehen bei der Öffnung der Grenzen für Touristen.

Indien will Ausgangssperre verlängern

16.03 Uhr: Indiens Katastrophenschutzbehörde NDMA fordert eine Verlängerung der Kontakt- und Bewegungssperren bis zum 31. Mai. Bislang sollten sie an diesem Sonntag auslaufen.

Die seit Ende März geltende Ausgangssperre und die Einstellung des Zugverkehrs stellen vor allem auch Wanderarbeiter bei der Rückkehr in ihre Heimat vor große Probleme. Zahlreiche Menschen sind schon bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen oder auf langen Fußmärschen an Hunger und Erschöpfung gestorben.

Am Samstag sind bei zwei schweren Verkehrsunfällen mindestens 30 Wanderarbeiter ums Leben gekommen, vergangene Woche waren 16 Menschen, die auf dem Heimweg auf Bahngleisen geschlafen hatten, von einem Zug überrollt worden.

Panik-Rocker Lindenberg sorgt sich um Kulturlandschaft

15.33 Uhr: Pünktlich an Udo Lindenbergs 74. Geburtstag hat auf der Hamburger Reeperbahn die "Panik City" wiedereröffnet. Nach zwei Monaten Zwangspause besuchten am Sonntag wieder die ersten Fans die Multimedia-Schau rund um das Leben der Rocklegende.

"Wenn ich einen Geburtstagswunsch hätte, dann dass Bund und Länder sich mal klarmachen, was die bunte, kreuz-quer und flexible Kulturlandschaft für unser geiles Deutschland bedeutet und dass hier voll unterstützt werden muss", sagte Lindenberg angesichts der Auswirkungen der Krise auf die Kultur. Nicht nur große Opernhäuser, gerade kleine Klubs bräuchten Hilfe, forderte der Rockstar. "Die Straßenblüten sind's in der freien bundesdeutschen Kultur, die nicht vergessen werden dürfen."

"Deutschland hat ja wohl die heißeste Klubkultur weltweit. In Berlin und Hamburg kommen doch normalerweise ganze Jumbos aus New York angerauscht."

Udo Lindenberg

Verfassungsschutz: Rechtsextreme instrumentalisieren Demos

15.00 Uhr: "Wir sehen einen Trend, dass Extremisten, insbesondere Rechtsextremisten, das Demonstrationsgeschehen instrumentalisieren", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, der "Welt am Sonntag". Rechtsextremisten suchen demnach Anschluss an bürgerliche Spektren und rufen Anhänger auf, sich aktiv in die Proteste einzubringen.

"Es besteht die Gefahr, dass Rechtsextremisten sich mit ihren Feindbildern und staatszersetzenden Zielen an die Spitze der Corona-Demonstrationen stellen, die aktuell mehrheitlich von verfassungstreuen Bürgern durchgeführt werden." Zwar gebe es keinen Schulterschluss des heterogenen Protestpublikums. "Sorge bereitet uns aber, dass Extremisten die aktuelle Lage genauso nutzen wie in der sogenannten Flüchtlingskrise."

Bahn könnte laut Gewerkschaft mehr als 10.000 Stellen streichen

14.45 Uhr: Die Deutsche Bahn will im Gegenzug für staatliche Hilfen offenbar kräftig Personal einsparen. Laut Gewerkschaft könnten mehr als 10.000 Stellen betroffen sein.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

China: Oberster Gesundheitsberater befürchtet zweite Welle

14.02 Uhr: Nachdem in Wuhan neue Corona-Fälle aufgetreten sind, könnte China eine weitere Infektionswelle bevorstehen. Das Problem ist die mangelnde Immunität der Bevölkerung. Lesen Sie hier mehr dazu.

Museen in Italien dürfen öffnen - Kolosseum und Pompeji warten ab

13.57 Uhr: Museen und Sehenswürdigkeiten dürfen in Italien nach mehr als zwei Monaten ab Montag wieder öffnen - wenige tun es aber auch gleich am ersten Tag. Das Kolosseum in Rom werde erst Ende Mai aufmachen, teilte eine Sprecherin mit. Bis dahin würden strenge Sicherheitsregeln umgesetzt, dann sollen zum Beispiel Thermoscanner zum Temperaturmessen zum Einsatz kommen.

Auch die Vatikanischen Museen oder die Ausgrabungsstätten in Pompeji bereiten sich auf eine Öffnung vor. In Venedig soll der Dogenpalast erst ab Juni wieder zugänglich sein, die Galleria dell'Accademia in Florenz mit Michelangelos "David" will am 2. Juni öffnen.

Einige Häuser aber wollen schon die anstehende Woche öffnen, darunter am Dienstag in Rom die Kapitolinischen Museen.

Was die Corona-Statistik verrät – und was nicht

Die offiziell gemeldete Zahl der Infizierten bezieht sich ausschließlich auf mit Labortests nachgewiesene Infektionen. Wie viele Menschen sich tatsächlich täglich neu infizieren und bislang infiziert waren, ohne positiv getestet worden zu sein, ist unklar. Antikörperstudien zeigen, dass es eine erhebliche Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen gibt.

Die offizielle Zahl der Toten beschreibt, wie viele Menschen mit dem Virus gestorben sind. In wie vielen Fällen die Infektion ursächlich für den Tod war, lässt sich daraus nicht unmittelbar ablesen. Obduktionsstudien zeigen aber, dass bei den meisten Toten die Covid-19-Erkrankung auch die Todesursache war.

Mehr Informationen dazu, was im Umgang mit Corona-Daten zu beachten ist und welche Quellen der SPIEGEL nutzt, lesen Sie hier.

Griechen dürfen wieder an die Strände

13.16 Uhr: In Griechenland sind unter strengen Auflagen alle Badestrände des Landes wieder eröffnet worden. Der Andrang war groß. Nicht alle bekamen einen Platz.

Fotostrecke

Comeback des Strandlebens

Foto: Antonis Nikolopoulos/ imago images/ANE Edition

UN-Generalsekretär: Krise bedroht LGBTI-Gemeinde besonders

13.00 Uhr: Anlässlich des internationalen Tages gegen Homophobie hat UN-Generalsekretär António Guterres vor einer besonderen Bedrohung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen in der Pandemie gewarnt.

"Viele LGBTI-Personen, die ohnehin schon Vorurteilen, Angriffen und Mord ausgesetzt sind, nur weil sie sind, wer sie sind, oder lieben, wen sie lieben, erleben als Folge des Virus eine erhöhte Stigmatisierung sowie neue Hindernisse bei der Inanspruchnahme von medizinischer Versorgung", erklärte Guterres. "Es gibt auch Berichte über Covid-19-Richtlinien, die von der Polizei missbraucht werden, um LGBTI-Personen und -Organisationen ins Visier zu nehmen." Nähere Details dazu nannte Guterres nicht.

Der internationale Tag gegen Homophobie geht auf den 17. Mai 1990 zurück: Damals beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Um öffentlich auf die Diskriminierung hinzuweisen, der Angehörige der LGBTI-Gemeinde vielerorts noch immer ausgeliefert sind, riefen Betroffene den 17. Mai im Jahr 2004 zum Gedenktag aus.

Tipps: So beschlägt die Brille trotz Maske nicht

Wenn beim Einkaufen der Durchblick fehlt, weil auf den Brillengläsern ein dichter Dunst liegt, wird die Maskenpflicht zum Ärgernis. Was helfen kann, damit die Brille nicht beschlägt, lesen Sie hier.

Grüne fordern Mindestpreis für Fleisch

12.44 Uhr: Die Grünen verlangen eine grundlegende Reform der Fleischproduktion in Deutschland. Unter anderem solle es einen Mindestpreis für Tierprodukte, ein Verbot von Werkverträgen und eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen in den Betrieben geben, heißt es in einem Siebenpunkteplan, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

"Die Agrarindustrie funktioniert nach dem Prinzip: Massenproduktion von Fleisch zu Dumpingpreisen dank Dumpingbedingungen"

Grünenchef Robert Habeck

"Der Ausbruch von Corona in mehreren Schlachthöfen in Deutschland wirft ein Schlaglicht auf die dramatischen Probleme der Agrarindustrie", schreibt Grünenchef Robert Habeck den Angaben zufolge in dem Papier. Für die Dumpingpreise zahlten die Arbeiter in den Schlachtfabriken einen hohen Preis: "Sie schuften zu miserablen Arbeits- und Lohnbedingungen, hausen in katastrophalen Unterkünften, der Schutz ihrer Gesundheit steht hinten an."

Habeck zufolge müsse es unter anderem ein Verbot des Dumpingwettbewerbs geben: "Im Lebensmitteleinzelhandel darf ein Mindestpreis für tierische Produkte nicht mehr unterschritten werden. Dieser Mindestpreis berücksichtigt die Produktionskosten, damit auch Bäuerinnen und Bauern davon profitieren."

In mehreren Schlachtbetrieben Deutschlands hat es in den vergangenen Wochen Corona-Ausbrüche gegeben. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will deshalb am Montag Vorschläge in das sogenannte Corona-Kabinett einbringen, um das Arbeitsschutzgesetz zu ändern.

Habeck kritisierte, dass es gerade beim Arbeitsschutz in der Fleischindustrie vielfach Verstöße gebe. Daher müsse in diesem Bereich eine Generalunternehmerhaftung eingeführt werden. Arbeitsplatz und vom Arbeitgeber gestellte Unterkünfte müssten effektiv kontrolliert werden.

Die CDU Rheinland-Pfalz fordert derweil höhere Bußgelder für Unternehmen, die gegen Arbeitszeitbestimmungen verstoßen. Man unterstütze einen entsprechenden Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen, teilten die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und der Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf mit: "Der Bußgeldrahmen sollte von 15.000 auf 30.000 Euro erhöht werden."

Vor dem Schulunterricht zum Corona-Test, bitte!

In Neustrelitz setzt ein Gymnasium bei der Wiederaufnahme des Unterrichts nicht nur auf Abstandsregeln und Desinfektionsmittel - sondern auch auf freiwillige Virentests. Ist das auch für andere Schulen sinnvoll? Lesen Sie hier mehr zum Schulstart in der Pandemie.

Spanien: Erstmals seit zwei Monaten unter 100 weitere Tote

11.10 Uhr: In Spanien ist die Zahl der neuen Todesfälle erstmals seit zwei Monaten unter 100 gefallen. Binnen 24 Stunden seien 87 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien 27.650 Menschen gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg um 652 auf 231.350.

SPD-Fraktionsvize Post wirft Bayern "Null-Solidarität-Politik" vor

11.00 Uhr: Der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Achim Post, hat Bayern in der Debatte über einen milliardenschweren Schutzschirm für Kommunen fehlenden Gemeinsinn vorgeworfen. "Es ist schon ein ganz schön abgeschmacktes Spektakel, wenn der bayerische Ministerpräsident Söder seit Wochen den großen Krisenmanager auf der Bundesbühne mimt, aber in dem Moment, wo es einmal um Solidarität über bayerische Landesgrenzen hinaus geht, seinen Finanzminister auf Konfrontation schalten lässt", sagte Post der Deutschen Presse-Agentur.

Bayern lehnt Pläne des Bundesfinanzministeriums zu einem finanziellen Schutzschirm von Bund und Ländern ab, der gleichzeitig Gewerbesteuerausfälle der Kommunen in Höhe von zwölf Milliarden Euro ausgleichen und Altschulden in Höhe von 45 Milliarden Euro übernehmen soll.

Post sprach von einer "Null-Solidarität-Politik", die der Schwere der Krise nicht angemessen sei. "Zumal es beim Thema Altschulden ja gar nicht darum geht, dass Bayern für irgendein anderes Bundesland irgendetwas zahlen müsste", sagte er. "Bayern müsste nur akzeptieren, dass der Bund Kommunen in anderen Ländern als in Bayern hilft, die ohne eine Schuldenübernahme durch den Bund und das jeweilige Bundesland finanziell nicht mehr auf die Beine kommen."

Großbritannien: Corona lässt erstmals seit 2009 Vermögen der Reichen schrumpfen

10.30 Uhr: Die Pandemie hat das Vermögen der tausend reichsten Menschen in Großbritannien erstmals seit rund einem Jahrzehnt schrumpfen lassen. Wie die "Sunday Times" berichtete, verloren die Superreichen in den vergangenen zwei Monaten insgesamt 54 Milliarden Pfund (60 Milliarden Euro). Die Zahl der Milliardäre sank demnach um vier auf 147.

Laut der seit 1989 von der "Sunday Times" veröffentlichten Liste der tausend Reichsten im Land musste die Hälfte der Milliardäre Verluste von bis zu sechs Milliarden Pfund hinnehmen. Das hat es seit 2009, im Gefolge der großen Finanzkrise, nicht mehr gegeben.

Der Reichste unter den Superreichen: James Dyson (im Oktober 2018)

Der Reichste unter den Superreichen: James Dyson (im Oktober 2018)

Foto: Christophe ARCHAMBAULT/AFP

Auf Platz eins mit einem Vermögen von 16,2 Milliarden Pfund schaffte es zum ersten Mal der für seine beutellosen Staubsauger bekannte britische Erfinder und Unternehmer James Dyson. Sein Aufstieg von Platz fünf im vergangenen Jahr liegt nach Einschätzung des Blatts nicht nur am Erfolg seiner Firmen, sondern auch an den hohen Verlusten seiner Konkurrenten. Gemeinsam verfügen die Superreichen laut der Liste über ein Vermögen von 743 Milliarden Pfund.

Weil und Kretschmer wollen Fans wieder zulassen

10.14 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) plädieren dafür, in der nächsten Saison der Fußball-Bundesliga wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen. "Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war", sagte Weil in der "Bild am Sonntag". Am Samstag hatte die höchste deutsche Spielklasse in leeren Stadien den Neustart vollzogen.

Kretschmer setzt sich zum Ziel, "dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden. Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken", sagte er der Zeitung: "Dann sind zwar die Stadien nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum."

Der CDU-Politiker unterstrich aber, die Maßnahmen müssten "verhältnismäßig" sein. Beschränkungen brauche es bei Ausbrüchen hoffentlich nur in einzelnen Kommunen oder Kreisen, aber nicht landes- oder gar bundesweit. Kretschmer: "Wir werden gerade leichtsinnig und wiegen uns in einer falschen Sicherheit. Das Virus ist unter uns, jeder, der es bekommt, kann schwerstens erkranken."

583 Neuinfektionen in Deutschland

10.00 Uhr: In Deutschland gibt es inzwischen 174.355 registrierte Infektionen. Das ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ein Anstieg von 583 Ansteckungen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt demnach um 33 auf 7914.

China verschärft Kontrollen in Jilin

8.55 Uhr: In China meldet die nationale Gesundheitsbehörde fünf Neuinfektionen, am Vortag waren es acht. In zwei Fällen seien aus dem Ausland Einreisende positiv getestet worden. Die drei anderen Ansteckungsfälle seien in der Stadt Jilin im Nordosten des Landes registriert worden. Dort würden nun die Kontrollen verschärft. Insgesamt stieg die Zahl der Infektionen auf 82.947. 4634 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

NRW-Minister Laumann: "Wir haben auch Existenzen vernichtet"

In vier Schlachtbetrieben in NRW gibt es Corona-Ausbrüche. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht über die Schwächen der Fleischindustrie und die Folgen des Shutdowns. Lesen Sie hier das Interview.

Café in Neuseeland weist Premier Ardern ab

8.45 Uhr: In Neuseeland wird für niemanden eine Ausnahme von den strengen Corona-Regeln gemacht - nicht einmal für Premierministerin Jacinda Ardern. Die Regierungschefin wurde am Samstag nicht in ein Café in der Hauptstadt Wellington gelassen, weil sie keine Reservierung hatte und die maximal zulässige Kundenzahl schon erreicht war. Ardern, ihr Verlobter Clarke Gayford und mehrere Freunde mussten also zunächst wieder gehen.

Ein Gast, der die Szene beobachtete, sagte dem Nachrichtenportal "Stuff", den Kellnern sei es sichtlich "unangenehm" gewesen, Ardern wegzuschicken. Als dann doch ein Tisch frei wurde, liefen sie der Premierministerin sogar hinterher, um sie zurückzuholen. "Es war sehr nett von ihnen, uns auf der Straße hinterherzurennen", schrieb Gayford bei Twitter. "Erstklassiger Service."

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Brasilien meldet mehr Infektionen als Italien und Spanien

7.54 Uhr: In Brasilien breitet sich das Coronavirus rasch aus. Das südamerikanische Land verzeichnet nunmehr die vierthöchste Infektionszahl weltweit und damit mehr Infizierte als Spanien und Italien. 14.919 Neuinfektionen seien binnen 24 Stunden registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Brasilia mit.

Insgesamt seien damit 233.142 Fälle bekannt. Mehr Ansteckungsfälle haben nur die USA, Russland und Großbritannien registriert. Dabei wird in Brasilien nur ein Bruchteil der Tests in diesen drei Ländern vorgenommen, die Dunkelziffer dürfte daher weit höher sein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung stieg um 816 auf 15.633.

Die Entwicklung dürfte den Druck auf Präsident Jair Bolsonaro weiter erhöhen. Immer wieder protestieren zahlreiche Menschen gegen den Kurs des weit rechts stehenden Politikers im Kampf gegen das Virus.

Dessen Gefahr hat Bolsonaro lange geleugnet, er sprach von einer "kleinen Grippe". Im Streit über den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Bolsonaro erst am Freitag den zweiten Gesundheitsminister innerhalb eines Monats verloren.

Gastbeitrag: Warum Verschwörung? Warum die Juden?

Gerade noch schienen die Bekannten nett und harmlos, plötzlich beschicken sie einen mit Corona-Verschwörungsvideos. Ist solches Verhalten neu? Nein. Und gefährlich? Hoffentlich nicht. Lesen Sie hier den Gastbeitrag von Stefanie Schüler-Springorum.

Opposition wirft Innenminister Seehofer Täuschungsmanöver vor

6.57 Uhr: Horst Seehofer hat als Innenminister einen Reformvorschlag der SPD als verfassungswidrig moniert. Grüne, Linke und FDP kritisieren den Vorgang scharf - und wittern eher parteipolitische Motive.

Obama: In Coronakrise zeigt sich Ahnungslosigkeit von Regierenden

6.40 Uhr: Die Coronakrise legt nach Ansicht des früheren US-Präsidenten Barack Obama die Ahnungslosigkeit von Regierenden offen. Die Pandemie habe mehr als alles andere gezeigt, dass die Verantwortlichen nicht immer wüssten, was sie tun, sagte Obama in einer am Samstag veröffentlichten Rede für Hochschulabsolventen: "Viele von ihnen tun nicht einmal so, als hätten sie die Verantwortung."

Obamas Worte wurden von einigen US-Medien als seltene öffentliche Kritik an Regierungsbeamten gewertet, die für die Reaktion auf die Corona-Pandemie in den USA verantwortlich sind, wie zum Beispiel die "Washington Post" schrieb. Obama rief die Absolventen auf, Verantwortung zu übernehmen und Initiative zu ergreifen.

Röttgen kritisiert Laschets Politik in Krise

6.30 Uhr: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen hat dem Mitbewerber und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet vorgeworfen, sich in der Coronakrise parteipolitisch profilieren zu wollen.

"Nach dem Erfolg der ersten fünf Wochen haben sich aus taktischen und parteipolitischen Interessen heraus die Lockerungsforderungen verselbstständigt", sagte Röttgen dem "Tagesspiegel am Sonntag". Konkret angesprochen auf Laschet sagte der CDU-Außenexperte, der Lockdown werde nun oft dargestellt als eine eigene Gefahr, und zwar für die Wirtschaft: "Das ist ein Denkfehler, den ich bei jedem kritisiere, der ihn macht."

Wenn man die Pandemie nicht unter Kontrolle bringe, werde auch die Wirtschaft weiter leiden. "Politiker und Parteien, die diese beiden Aspekte in der Regel aus taktischen Gründen vermengen, schwächen uns in der Bekämpfung einer so großen Gefahr wie dieser Pandemie", sagte Röttgen, ohne Laschet namentlich zu nennen. Es gehe hier "um Profilierung". Er stimme ausdrücklich der Kanzlerin zu, die das Vorgehen einiger Ministerpräsidenten als zu forsch bezeichnet hatte, sagte Röttgen, der ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen stammt.

Röttgen, Laschet und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz gelten als aussichtsreiche Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Parteichefin Kramp-Karrenbauer hatte im Februar ihren Rückzug als Parteivorsitzende angekündigt.

EU-Kommission warnt vor russischen Kampagnen

6.00 Uhr: "Unsere Beobachtungen zeigen, dass verschiedene offizielle und staatlich unterstützte Quellen aus Russland - das heißt kremlfreundliche Quellen und russische Staatsmedien – weiterhin Verschwörungstheorien und Desinformationen in der EU und ihren Nachbarländern verbreiten", sagte EU-Kommissionssprecher für Außenbeziehungen Peter Stano der "Bild am Sonntag".

Ziel der Kampagnen sei es, die Glaubwürdigkeit der EU und der Mitgliedstaaten sowie die Krisenbewältigung infrage zu stellen und "das Vertrauen der Öffentlichkeit in die heimischen Behörden zu untergraben". Es sei "möglicherweise mit erheblichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit" zu rechnen.

bbr/sak/kko/dpa/Reuters/AFP/sid
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