Coronavirus RKI meldet ersten Omikron-Todesfall in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat den ersten Todesfall nach einer Omikron-Infektion gemeldet. Bislang werden in Deutschland 3198 Fälle dieser Variante des Coronavirus zugeordnet.
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Verlegung eines Covid-19-Patienten (Symbolbild)

Foto: Alexander Koerner / Getty Images

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den ersten Todesfall nach einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet. Der oder die Verstorbene war zwischen 60 und 79 Jahre alt, wie aus der täglichen Übersicht des RKI zu Omikron-Fällen  hervorgeht. Bislang werden demnach 3198 Covid-19-Fälle der Omikron-Variante zugeordnet. Das entspreche einem Zuwachs an Fällen von 25 Prozent (plus 810 Fälle) gegenüber dem Vortag.

Für die Daten, die dem Stand vom 22. Dezember entsprechen, werden dabei nur Fälle gezählt, bei denen ein Nachweis mittels Gesamtgenomsequenzierung oder ein labordiagnostischer Verdacht mittels variantenspezifischer PCR eine Infektion mit Omikron zeigte. »Die Daten wurden nicht validiert und unterliegen damit noch möglichen Korrekturen und nachträglichen Änderungen«, schreibt das RKI einschränkend. Eine Einschätzung der epidemiologischen Situation werde im Wochenbericht vorgenommen. Dieser erscheint donnerstagabends.

48 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden

Von den 3198 Omikron-Fällen mussten der Übersicht zufolge 48 Menschen im Krankenhaus behandelt werden. Bei 54 Ansteckungen handelt es sich um Reinfektionen, also erneute Infektionen mit dem Coronavirus.

Eine Grafik zur zeitlichen Entwicklung zeigt einen recht steilen Anstieg der wöchentlich gemeldeten Zahlen in Verbindung mit Omikron. Während für die Woche bis 21. November ein Fall ausgewiesen wird, sind es für vergangene Woche bereits über 1800. Für die laufende Woche rechnet das RKI mit einer »hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen«.

In absoluten Zahlen entfallen laut RKI die meisten bisherigen Meldungen, die Omikron zugeordnet werden, auf Nordrhein-Westfalen mit mehr als 1100. Es folgen Bayern mit knapp 600 und Hamburg mit rund 460. Aus anderen Bundesländern wie dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden hingegen nur Einzelfälle berichtet. Angaben zur Häufigkeit von Tests auf Varianten je nach Land wurden nicht gemacht.

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Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen einem Tag zuletzt 44.927 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 56.677 Ansteckungen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit rund drei Wochen zurück. Expertinnen und Experten befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr.

Omikron könnte sich in Deutschland bald durchsetzen. Es wird befürchtet, dass viele Menschen mit systemrelevanten Berufen zeitweise nicht mehr arbeiten können werden.

mar/Reuters/dpa