Coronavirus in Deutschland RKI meldet weiteren Rückgang bei Neuinfektionen und Inzidenz

Der Trend vom Wochenende setzt sich fort: Erneut sind die Coronakennzahlen leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut registrierte binnen 24 Stunden 42 weitere Todesfälle.
Verlegung von Coronapatient (Archivbild)

Verlegung von Coronapatient (Archivbild)

Foto: B&S/Bernd März / imago images/Bernd März

In den vergangenen Tagen war erstmals seit Längerem ein Rückgang bei Coronaneuinfektionen und der Sieben-Tage-Inzidenz ermittelt worden. An diesem Montagmorgen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 76.465 Positivtests binnen 24 Stunden.

Zum Vergleich: Das sind 18.802 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 95.267 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt den Angaben zufolge auf 1459,8 von 1466,5 am Vortag.

42 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 119.977. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 12,42 Millionen Coronatests positiv aus.

Die Zahlen liegen an Montagen wegen des zurückliegenden Wochenendes und damit verbundenen Meldeverzögerungen für gewöhnlich niedriger als an den anderen Wochentagen.

Auch mit Blick auf die mögliche zeitnahe Entspannung der Coronalage hat der Expertenrat der Bundesregierung Bedingungen für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen genannt. Für die »kommenden Wochen« sei mit einer »Plateaubildung« und einem nachfolgenden »Abfall« bei den Infektionszahlen zu rechnen, schrieb das Expertengremium in einer Stellungnahme vom Sonntagabend.

Und weiter: »Für diesen Zeitpunkt ist es wichtig, vorausschauend Öffnungsstrategien zu planen und diese Schritte verständlich zu kommunizieren.«

»Ein Zurückfahren staatlicher Infektionsschutzmaßnahmen erscheint sinnvoll, sobald ein stabiler Abfall der Hospitalisierung und Intensivneuaufnahmen und -belegung zu verzeichnen ist«, heißt es in dem Papier. Ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstieges der Krankheitslast, warnten die Experten.

Isolation und Test bleiben wichtig

Die Maskenpflicht könne »bei hinreichend niedrigen Infektionszahlen« zeitweise aufgehoben werden – »allerdings begleitet von einer klaren Kommunikation zur zeitlichen Befristung«. Die Experten rechnen damit, dass die Maskenpflicht in Innenräumen im kommenden Herbst und Winter wieder notwendig werden könnte.

Isolation und Tests bleiben demnach »in der aktuellen Phase von hoher Wichtigkeit«. Die Regierung sollte prüfen, ob sie in Zeiten reduzierter Schutzmaßnahmen stichprobenartig auch Menschen ohne Symptome testet, um »deutliche Änderungen der Infektionsdynamik« frühzeitig zu erkennen.

Eine dauerhafte Rücknahme aller Maßnahmen sei »eng mit dem Erreichen einer hohen Impfquote und parallel dem eigenverantwortlichen Handeln« aller Bürger verbunden, betonten die Experten.

jok/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.