Coronavirus Robert Koch-Institut meldet 4171 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut den Gesundheitsämtern zuletzt leicht gesunken. Allerdings stieg die Zahl der Coronatoten binnen 24 Stunden deutlich. Der Überblick.
Behandlung von Coronapatient in Bayern (Archivbild)

Behandlung von Coronapatient in Bayern (Archivbild)

Foto: Peter Kneffel/ DPA

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen einem Tag 4171 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4664 Ansteckungen gelegen.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gefallen. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 60,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,7 gelegen, vor einer Woche bei 68,5.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 101 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 81 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.203.571 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Coronapatienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 1,44 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Knapp vier Millionen Menschen sind genesen

Die Zahl der Genesenen liegt laut dem Institut bei 3.978.200. 93.504 Menschen sind an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Den gegenwärtigen Rückgang der Infektionszahlen hatte Gesundheitsminister Jens Spahn zuletzt vor allem auf das Ende der Urlaubssaison und die verschärften Testregeln zurückgeführt.

Er warnte davor, die Ansteckungsgefahren angesichts der aktuell sinkenden Infektionen zu unterschätzen: »Auch letztes Jahr hatten wir um diese Jahreszeit eine solche Verschnaufpause. Wir sind also noch nicht durch. Im Herbst und Winter, wenn wir alle wieder viel mehr in Innenräumen sind und das Immunsystem weniger stark ist, steigt auch das Risiko, sich anzustecken.«

jok/dpa
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