Steigende Coronazahlen RKI warnt vor wachsender Gefahr ansteckender Kontakte

Die aktuellen Coronafallzahlen sind deutlich höher als im Vorjahreszeitraum, berichtet das Robert Koch-Institut und wirbt für Impfungen. Die Inzidenzen bei Ungeimpften lägen deutlich über denen bei Geimpften.
Ein Corona-Testzentrum in Essen: Die Zahlen steigen

Ein Corona-Testzentrum in Essen: Die Zahlen steigen

Foto: Rupert Oberhäuser / imago images/Rupert Oberhäuser

Angesichts der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) vor einem wachsenden Risiko von Ansteckungen gewarnt. »Bei den gegenwärtigen Sieben-Tage-Inzidenzen besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte«, hieß es im jüngsten Wochenbericht. Es werde »dringend empfohlen«, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen und auf den vollständigen Impfschutz zu achten. Gemeint ist, dass man sich auch die zweite Spritze geben lassen sollte, die bei fast allen Coronaimpfstoffen vorgesehen ist.

Die Möglichkeit der Auffrischimpfung solle von den Gruppen genutzt werden, denen die Ständige Impfkommission dies empfiehlt, hieß es. Wer leichte Symptome habe, solle zu Hause bleiben und sich testen lassen, möglichst mit PCR, twitterte das RKI. Das gelte auch für Geimpfte. Nicht notwendige Kontakte sollten reduziert und die Verhaltensregeln zum Schutz vor Infektionen konsequent eingehalten werden.

Der Anteil Geimpfter sei in den vergangenen Wochen kaum noch gestiegen, schrieb das RKI. Unter Berufung auf eigene Berechnungen hieß es, ein »ausgeprägter Effekt« der Coronaimpfung zum Verhindern von Covid-19-Erkrankungen und -Krankenhausaufnahmen in Deutschland sei belegt.

Inzidenzen bei Ungeimpften deutlich höher

Das RKI verglich auch die jeweiligen Inzidenzen in der ungeimpften und der vollständig geimpften Bevölkerung: In der geimpften Bevölkerung habe sowohl die wöchentliche Inzidenz der Fälle mit Symptomen als auch die Inzidenz der Krankenhausaufnahmen deutlich unter den jeweiligen Werten der ungeimpften Bevölkerung gelegen, hieß es. Das gelte im gesamten Untersuchungszeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober sowohl für die Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen als auch für die ab 60-Jährigen.

Zur allgemeinen Coronalage teilte das RKI mit, dass der steigende Trend der Sieben-Tage-Inzidenzen vorige Woche in allen Altersgruppen sichtbar geworden sei. Sprunghafte Anstiege beträfen auch ältere Menschen – bei den über 90-Jährigen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenvergleich von 63 auf 108. Es habe erneut einen deutlichen Anstieg von Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen und medizinischen Einrichtungen gegeben, hieß es.

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»Die diesjährigen Fallzahlen sind deutlich höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres«, hieß es. Das RKI betont seit dem Sommer, dass es für Herbst und Winter mit steigenden Zahlen rechnet.

hba/dpa
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