Gesundheitsbehörde meldet Fehler US-Schnelltest auf Coronavirus funktioniert nicht richtig

Ein US-amerikanischer Test sollte bei möglichen Infektionen mit dem Virus Covid-19 schnell Klarheit bringen. Nun muss die zuständige Gesundheitsbehörde Fehler einräumen.
Teströhrchen mit 2019-nCov-Beschriftung: US-Schnelltests sind offenbar teilweise fehlerhaft

Teströhrchen mit 2019-nCov-Beschriftung: US-Schnelltests sind offenbar teilweise fehlerhaft

Foto: DADO RUVIC/ REUTERS

Ein US-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus funktioniert nicht immer richtig. Das räumte die US-Gesundheitsbehörde CDC laut Medienberichten ein. Sie hatte den Test entwickelt.

Bei einer Überprüfung in Laboren in mehreren US-Bundesstaaten hätten die Analysen kein eindeutiges Ergebnis - also positiv oder negativ - erbracht, sagte die CDC-Direktorin für Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier. Vermutlich funktioniere einer der drei Stoffe zum Nachweis des Virus nicht einheitlich. Wie viele der Testkits fehlerhaft waren, teilte die Behörde nicht mit.

Die CDC hatte in der vergangenen Woche damit begonnen, die Schnelltests an zertifizierte Labore innerhalb der USA zu schicken. Sie sollten innerhalb von vier Stunden eine Diagnose liefern und eine Rücksendung der Proben an die Behörde obsolet machen.

Der Behörde zufolge haben auch 36 Länder im Ausland den Test bestellt. Wie die "New York Times"  unter Berufung auf die CDC berichtet, wurden bislang 200 Testkits an Labore in den USA versandt. Jedes Kit ermöglicht demnach Tests von bis zu 800 Patienten. Die Gesundheitsbehörde will nun neue Materialien an die Labore senden, in denen es zu fehlerhaften Tests gekommen ist.

Bislang haben sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 45.000 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Ein Großteil der Fälle - 99 Prozent - beschränkt sich auf China. Insgesamt haben jedoch 25 Länder Covid-19-Fälle gemeldet. In Deutschland gibt es 16 nachgewiesene Infektionen, in den USA 13.

Der Erreger der Lungenkrankheit war zuerst im Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. Seitdem starben mehr als 1100 Menschen und damit mehr als bei der Sars-Epidemie vor rund 17 Jahren.

Das Robert Koch-Institut hatte zuletzt mitgeteilt, dass eine weltweite Corona-Pandemie weiterhin möglich sei. In Barcelona wurde derweil die renommierte Mobilfunkmesse MWC aus Angst vor dem Coronavirus abgesagt.

fek/AFP
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