Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf unter 1200

Die Coronakennzahlen in Deutschland gehen weiter zurück: Zuletzt wurden dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 175.263 Coronaneuinfektionen gemeldet. Zudem registrierten die Gesundheitsämter 334 Todesfälle.
Teststation in Lübeck (Aufnahme vom 24. März 2022)

Teststation in Lübeck (Aufnahme vom 24. März 2022)

Foto: Christian Charisius / dpa

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1181,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1251,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1586,4 (Vormonat: 1293,6).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 175.263 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 252.530 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.

Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 334 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 304 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 22.441.051 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,50 an (Mittwoch: 6,62). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 18.168.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 131.370.

Impfpflicht ab 60 fällt im Bundestag durch

Am Donnerstag war im Bundestag ein Gesetzentwurf für eine Impfpflicht ab 60 gescheitert. Er war vor allem von Abgeordneten der SPD und der Grünen unterstützt worden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erteilte danach einem möglichen neuen Anlauf eine Absage. »Es gibt im Bundestag keine Gesetzgebungsmehrheit für eine Impfpflicht«, sagte er am Abend nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten in Berlin. Dies sei nunmehr der »Ausgangspunkt für unser Handeln«, so sehr er das bedaure.

»Ich bin unverändert davon überzeugt, dass es richtig wäre, wir hätten eine Impfnachweispflicht in Deutschland«, so Scholz. Mit der Bundestagsentscheidung sei nun aber eine »sehr klare Aussage des Gesetzgebers« getroffen.

»Wir werden alles dafür tun, dass wir trotzdem noch mehr Bürgerinnen und Bürger dieses Landes davon überzeugen, sich impfen zu lassen«, kündigte Scholz an.

jok/dpa
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