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05. April 2012, 09:25 Uhr

Kontaminierte Eier

Zwei weitere Betriebe nach Dioxin-Funden gesperrt

In Nordrhein-Westfalen wurden erneut mit Dioxin kontaminierte Eier gefunden. Zwei Betriebe fielen bei Routine-Untersuchungen auf und wurden vorläufig geschlossen. Die Behörden haben die Stempelnummern der belasteten Eier veröffentlicht.

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen sind erneut mit Dioxin kontaminierte Eier entdeckt worden. In zwei Firmen in Duisburg, die ihre Eier direkt vermarkten, seien bei amtlichen Routine-Untersuchungen Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden, teilte das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf am Donnerstag mit. Beide Betriebe seien gesperrt worden. Einer der Betriebe hat 120 Hennen und produziert Öko-Eier. Der andere stellt mit 150 Hennen konventionelle Eier her. Nach Angaben des Ministeriums sind die Bio-Eier mit der Stempelnummer 0-DE-0521991 versehen, die Eier des anderen Betriebs, dem AWO Ingenhammshof, sind nicht gestempelt.

Ein Zusammenhang mit den mit dioxinähnlichen polychlorierten Biphenylen (PCB) kontaminierten Eiern aus einem Öko-Hof aus dem Kreis Minden-Lübbecke sei bislang nicht festgestellt worden, hieß es. Das Ministerium hat die Stempelnummer der belasteten Bio-Eier veröffentlicht, sie lautet 0-DE-0521041.

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen untersuchen derzeit, von welchen Herstellern dieser Öko-Hof Futtermittel bezogen hat. Analysen des gegenwärtig in dem Betrieb verwendeten Futters hatten keine erhöhten Dioxin-Werte ergeben. Allerdings stehen die Untersuchungen der zurückgestellten Futtermittelproben noch aus, die an die Hühner verfüttert worden seien. Außerdem wird untersucht, ob die Hennen das Gift über den Boden aufgenommen haben könnten.

Niedersachsen hatte am Mittwoch vorläufig Entwarnung für einen lokalen Futtermittelhersteller gegeben, der zu den Lieferanten zählt. Die Eigenkontrollen des Mischfutterherstellers hätten ergeben, dass die Dioxin-Grenzwerte nicht überschritten worden seien. Jetzt würden Proben des Futtermittelherstellers amtlich untersucht, Ergebnisse würden jedoch erst nach Ostern vorliegen.

Gefahr soll bei dem Verzehr der Dioxin-Eier nach Behörden-Angaben nicht bestehen, da eine sehr große Menge gegessen werden müsste, um eine für Menschen gefährliche Konzentration des Giftes aufzunehmen.

mbe/Reuters

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