Knochenmarkspende Hoffnung auf Aids-Therapie bekommt einen Dämpfer

Für mehrere Monate schienen zwei mit HIV infizierte Patienten frei vom Virus. Beide hatten wegen einer Krebserkrankung eine Knochenmarkspende erhalten. Doch nun berichten ihre Ärzte: Der Erreger wurde nicht besiegt.

Forscher Timothy Henrich bei der Präsentation im Juli: HIV nicht dauerhaft zurückgedrängt
AP/dpa

Forscher Timothy Henrich bei der Präsentation im Juli: HIV nicht dauerhaft zurückgedrängt


Mittels einer Knochenmarkspende HIV bekämpfen: Dass das möglich ist, dafür spricht der Fall eines Patienten in Berlin. Um seinen Blutkrebs zu behandeln, transplantierten ihm Ärzte Knochenmark. Anschließend fiel die HIV-Konzentration im Blut des infizierten Mannes unter die Nachweisgrenze.

In Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) haben Ärzte zwei krebskranke und HIV-positive Männer ähnlich therapiert und im Juli optimistische Daten präsentiert. Einer der Patienten hatte sieben Wochen, der andere fünfzehn Woche keine Aids-Medikamente mehr genommen; bei beiden war das Virus nicht nachweisbar.

Die Wissenschaftler waren im Juli betont verhalten in ihrem Optimismus. "Obwohl diese Ergebnisse aufregend sind, bedeuten sie nicht, dass die Männer geheilt sind", betonte Timothy Henrich vom Brigham and Women's Hospital.

Nun musste Henrich auf einer Konferenz in Florida tatsächlich schlechte Nachrichten überbringen. Bei beiden Männern sei das Virus wieder nachweisbar, berichtete er laut US-Medien. Der erste Patient hatte im August wieder erhöhte Virus-Werte. Der zweite entschied, seine Medikamentierung dennoch weiter auszusetzen, bis im November auch seine Viruslast wieder anstieg, meldet der "Boston Globe".

Ergebnisse möglichst schnell vorgestellt

Die Forscher haben sich entschieden, die Ergebnisse möglichst früh zu präsentieren, ehe sie alle Daten analysiert haben. "Wir hatten das Gefühl, es sei unfair die Menschen nicht wissen zu lassen, wie der Stand der Dinge ist - besonders gegenüber potentiellen Patienten", sagte Henrich dem "Globe".

Dass das Virus zurückgekehrt ist, deutet darauf hin, dass es Reservoirs im Körper gibt, die schwer aufzuspüren sind. Auch wenn es nicht das Ergebnis sei, auf das man gehofft habe, ergeben sich nach Aussage Henrichs daraus Ansatzpunkte für die Behandlung von HIV-Infektionen.

Eine Knochenmarktransplantation sei keine generelle Therapieoption gegen Aids, hatte der in Berlin behandelnde Arzt Gero Hütter betont. Der Eingriff sei zu riskant. Das liegt unter anderem daran, dass für die Transplantation das Immunsystem des Empfängers gezielt geschwächt wird. Deswegen haben die Mediziner die Behandlung sowohl in Berlin als auch in Boston nur im Fall sehr schwer erkrankter Krebspatienten überhaupt eingesetzt.

wbr

insgesamt 8 Beiträge
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filos eleftherias 08.12.2013
1. Nicht ganz vergleichbar mit dem Berlinpatienten
Der Unterschied ist, das im vorliegenden Fall eine autologe Knochenmark"trans"plantation, beim Berlinpatienten jedoch eine mit fremden Knochenmark eines homozygoten Δ32-Mutationsträgers. Es wäre zu schön, aber auch überraschend gewesen, bei den beiden vorliegenden Fällen auf ähnlichen Erfolg zu hoffen.
analyse 08.12.2013
2. Die erforderliche Schwächung des Immunsxstems ist
beherrschbar,aber eine Eliminierung der meist senr zahlreichen Viren durch Knochenmarkstransplation ist zumindest äußerst schwieig !
Medienkenner 08.12.2013
3.
HIV, so sagen zahlreiche internationale Wissenschaftler, ist doch gar nicht gefährlich, Aids ein Konstrukt, ein Milliarden Dollar Business, das sich finanziell zu erhalten lohnt. Im übrigen gibt es doch zahlreiche Menschen, die mit dem (ubiquitären) HI-Virus schon 20 und mehr Jahre leben. Das beweist doch prinzipiell die eklatanten Defizite der HIV-Aids-Hypothese.
forscher Forscher 08.12.2013
4. .
Zitat von MedienkennerHIV, so sagen zahlreiche internationale Wissenschaftler, ist doch gar nicht gefährlich, Aids ein Konstrukt, ein Milliarden Dollar Business, das sich finanziell zu erhalten lohnt. Im übrigen gibt es doch zahlreiche Menschen, die mit dem (ubiquitären) HI-Virus schon 20 und mehr Jahre leben. Das beweist doch prinzipiell die eklatanten Defizite der HIV-Aids-Hypothese.
Hier müssen Sie schon genau sein. Wie "zahlreich" sind diese Wissenschaftler denn? 50, vielleicht 100 Personen? Wie sieht denn die Publikationsliste dieser Personen aus? Worauf genau wird in diesen Publikationen, die natürlich alle aus Fachjournalen und nicht etwa im "Raum & Zeit"-Magazin publiziert wurden, die Annahme begründet? Zusätzlich hilft es, sich mit Statistik auszukennen. Dann würden Sie auch verstehen, warum es Langzeitüberlebende gibt und warum das als Argument keine Bedeutung hat. Aber das kann man dem Otto-Normal-Aidsleugner natürlich nicht abverlangen.
brainbox 08.12.2013
5. Es gehört mindestens ein Nobelpreisträger
Zitat von forscher ForscherHier müssen Sie schon genau sein. Wie "zahlreich" sind diese Wissenschaftler denn? 50, vielleicht 100 Personen? Wie sieht denn die Publikationsliste dieser Personen aus? Worauf genau wird in diesen Publikationen, die natürlich alle aus Fachjournalen und nicht etwa im "Raum & Zeit"-Magazin publiziert wurden, die Annahme begründet? Zusätzlich hilft es, sich mit Statistik auszukennen. Dann würden Sie auch verstehen, warum es Langzeitüberlebende gibt und warum das als Argument keine Bedeutung hat. Aber das kann man dem Otto-Normal-Aidsleugner natürlich nicht abverlangen.
zu denen, die die Ursache des erworbenen Immunschwächesyndroms gern belegt haben würden, Kary Mullis. Hier sind ein paar Daten Dr. Kary Banks Mullis (http://www.karymullis.com/biography.shtml) Und hier ist das Vorwort zu Peter Duesbergs Buch "Inventing the AIDS Virus" ( Das AIDS Virus erfinden ), in dem Kary Mullis erzählt, wie er für einen Projektbericht den Beleg für die Hypothese 'HIV ist die mutmaßliche Ursache von AIDS' einen wissenschaftlichen Beleg suchte und nicht fand Viewpoint by Kary Mullis- Duesberg on AIDS (http://www.duesberg.com/viewpoints/kintro.html)
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