Krankenhauspanne Totgeglaubte Frau erwacht im Sarg

Gruseliger Zwischenfall in einem brasilianischen Krankenhaus: Eine 88-Jährige wurde für tot erklärt und in ein Leichenschauhaus gebracht. Doch die Frau lebte noch - und starb zwei Tage nach dem Vorfall.


São Paulo - Am Mittwoch vor Weihnachten war das Leben von Maria das Dores da Conceição offiziell zu Ende. Ärzte im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais hatten die 88-Jährige für tot erklärt. Sie wurde in einen Sarg gelegt, in ein Bestattungsinstitut gebracht - und wäre beinahe lebendig begraben worden.

Vier Stunden später aber wachte die Frau auf - und wurde sofort ins Krankenhaus zurückgebracht, hieß es in einem Bericht der Zeitung "O Globo", die sich auf eine Mitteilung der Stadtverwaltung von Ipatinga berief. Zwei Tage später sei die Frau endgültig aus dem Leben geschieden.

Laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung soll die 88-Jährige an Bluthochdruck und Alzheimer gelitten haben. Am Mittwoch habe sie keine Lebenszeichen mehr gezeigt und sei deshalb für tot erklärt worden. Nun hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, um herauszufinden, ob die Ärzte wegen der Fehldiagnose und der daraufhin unterbrochenen medizinischen Versorgung eine Mitschuld an dem Tod der Frau tragen.

mbe/dapd

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