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US-Krankenhausschiff Keine Patienten mehr auf der USNS "Comfort"

Die USNS "Comfort" sollte den New Yorker Krankenhäusern in der Coronakrise Entlastung bringen. Jetzt haben alle Patienten das Krankenhausschiff verlassen. Es wird aber noch weitere Tage am Hudson River liegen.
USNS "Comfort" in New York (Archivbild): Alle Patienten von Bord

USNS "Comfort" in New York (Archivbild): Alle Patienten von Bord

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Bebeto Matthews/ AP

Auf dem US-amerikanischen Krankenhausschiff "USNS Comfort" befinden sich keine Patienten mehr in Behandlung. Das berichten US-Medien übereinstimmend. Laut dem Sender CNN wurden auf dem in New York liegenden Schiff während der Corona-Pandemie 182 Menschen behandelt, allerdings nur solche ohne Corona-Symptome. 84 der Patienten befinden sich demnach aber noch im Javits Center, einem nahe gelegenen Krankenhaus, und werden weiter behandelt.

Das US-Verteidigungsministerium hatte das Schiff Ende März nach New York gesandt, um die örtlichen Krankenhäuser während der Coronakrise zu entlasten. Wie CNN unter Berufung auf das Ministerium berichtet, soll das Schiff noch bis zum Monatsende in New York bleiben.

Die Besatzung werde bis dahin Arbeiten am Schiff vornehmen. Dazu zähle auch eine Reinigung und Desinfizierung des Schiffes und das Verstauen medizinischer Güter. Dies könne laut CNN mehrere Tage dauern.

Gemeinsam mit dem Schwesterschiff USNS "Mercy" ist die "Comfort" das größte Krankenhausschiff der Welt. Beide sind voll funktionierende Großkrankenhäuser, die eigentlich im Kampf verletzte Angehörige des US-Militärs versorgen sollen.

Für schwer verletzte und frisch operierte Patienten stehen 80 Intensivbetten und 20 weitere auf einer Aufwachstation zur Verfügung. Dazu kommen in fensterlosen Räumen 400 weitere Betten für die mittlere und leichte Pflege sowie 500 für die "eingeschränkte Pflege", letztere teilweise in Form von Etagenbetten.

An Bord gibt es auch eine komplett eingerichtete Radiologie mit vier Röntgenapparaten und einem Computertomografen, ein Labor, eine Augen- und eine Zahnklinik, eine Kühlung für bis zu 5000 Blutkonserven.

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Die Totengräberinnen von New York

Foto: ANDREW KELLY/ REUTERS

Der Gouverneur des Bundesstaates New York legte indes einen Plan für die Rückkehr zur Normalität vor. "Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren", sagte er, "aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen." Zu den Hochzeiten der Pandemie waren in New York täglich fast 800 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben , am Samstag fiel die Zahl der Toten nun unter 400.

fek

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