Lärm Subjektive und objektive Belastung

(Schlittmeier, S. et al.: The Impact of Background Speech Varying in Intelligibility: Effects on Cognitive Performance and Perceived Disturbance. In: Ergonomics 51, S. 719 - 736, 2008)
Gehirn & Geist

(Schlittmeier, S. et al.: The Impact of Background Speech Varying in Intelligibility: Effects on

Cognitive Performance and Perceived Disturbance. In: Ergonomics 51, S. 719 - 736, 2008)


Hintergrundsprache wirkt sich sowohl auf die Merkleistung von Probanden aus als auch auf ihr Wohlbefinden. Das Balkendiagramm unten links zeigt die Fehlerquote von Probanden in einem Experiment beim Wiederholen von Zahlen, die sie sich unter unterschiedlichen Bedingungen eingeprägt hatten. Im Hintergrund ertönten entweder keine Geräusche oder Sprache verschiedener Lautstärke und Verständlichkeit. Die Grafik unten rechts veranschaulicht, wie stark sich die Versuchsteilnehmer dabei jeweils subjektiv gestört fühlten: Erwartungsgemäß nervte sie laute Beschallung am meisten. Die leise Sprache hingegen störte in etwa gleich stark - unabhängig davon, ob sie verständlich war oder nicht. Das spiegelt sich jedoch nicht in der Leistung der Versuchspersonen wider: Zwar machten sie am wenigsten Fehler, wenn es still war, und am meisten, wenn die Sprache laut ertönte. Bei der leisen Beschallung unterliefen den Probanden jedoch erst dann signifikant weniger Fehler, wenn auch die Verständlichkeit gemindert wurde.



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