Erreger aus Saudi-Arabien USA melden ersten Fall von Mers-Coronavirus

Die US-Gesundheitsbehörde hat erstmals den Coronavirus Mers in den USA nachgewiesen. Ein Reisender aus Saudi-Arabien sei mit dem gefährlichen Erreger infiziert gewesen. In dem Wüstenstaat sind mehr als hundert Menschen an einer Erkrankung gestorben.

Mers-Coronavirus in den USA: "Wir sind darauf vorbereitet und handeln schnell"
DPA/ Health Protection Agency

Mers-Coronavirus in den USA: "Wir sind darauf vorbereitet und handeln schnell"


New York - Das Coronavirus Mers ist erstmals in den USA nachgewiesen worden. Es handele sich um einen Patienten im US-Bundesstaat Indiana, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Der Mann sei vor rund einer Woche von Saudi-Arabien aus über Großbritannien in die USA eingereist und habe sich kurz darauf mit Symptomen wie Fieber, Kurzatmigkeit und Husten in ein Krankenhaus begeben. Er sei isoliert und sein Zustand stabil.

Das Virus kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen. Seit der Entdeckung im September 2012 sind in Saudi-Arabien mehr als hundert Menschen an einer Erkrankung gestorben. Zuletzt meldete das Land fast täglich Tote. Auch international wuchs daraufhin die Besorgnis.

Laut CDC ist das Risiko einer Ansteckung für die Bevölkerung aber sehr gering: "Wir haben erwartet, dass Mers die USA erreichen würde, wir sind darauf vorbereitet und handeln schnell", sagte CDC-Direktor Tom Frieden. Am Sars-Erreger, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, waren vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben. Mers gilt zwar als weniger ansteckend, führt aber häufiger zum Tod.

usp/dpa

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