USA Mers-Patient ist auf dem Weg der Besserung

Entwarnung aus den USA: Dem an Mers erkrankten Mann geht es langsam besser. In Saudi-Arabien hingegen ist ein weiterer Patient an den Folgen der Virus-Infektion gestorben. In der Pilgerstatt Mekka musste eine Frau ins Krankenhaus gebracht werden.

Mers-Virus unter dem Mikroskop:
REUTERS/ NIAID

Mers-Virus unter dem Mikroskop:


Dem ersten Mers-Infizierten in den USA geht es nach Angaben des Community Hospital in Munster, US-Bundesstaat Indiana langsam besser. Offizielle Auskünfte von der Gesundheitsbehörde in Indianapolis standen zunächst noch aus. Krankenhauspersonal, das mit dem Mann in Kontakt gekommen war, wurde nach einem Bericht des Regionalsenders WSBT 22 vorerst vom Dienst freigestellt.

Der Patient war vor rund einer Woche von Saudi-Arabien aus über Großbritannien in die USA eingereist und hatte sich kurz darauf mit Symptomen wie Fieber, Kurzatmigkeit und Husten in ein Krankenhaus begeben. Das Risiko einer Ansteckung für die Bevölkerung sei sehr gering, beruhigte die US-Gesundheitsbehörde CDC. Das Virus kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen. Etwa jeder dritte Patient stirbt, einen Impfstoff gibt es nicht.

Mers in Mekka

Mers tritt vor allem auf der arabischen Halbinsel auf. Dort kämpfen Infizierte weiter mit dem Virus. In der Stadt Dschidda starb ein Labormitarbeiter an den Folgen einer Infektion, wie die "Saudi Gazette" am Montag berichtet. Es ist dort bereits der zweite Tod eines Krankenhausangestellten durch das gefährliche Virus. Nach Informationen der saudi-arabischen Zeitung hatten Ärzte in einem privaten Krankenhaus bei dem Laboranten das Coronavirus Mers zunächst nicht erkannt und Denguefieber diagnostiziert.

Seit September 2012 infizierten sich allein in Saudi-Arabien mehr als 400 Menschen mit Mers. Das Virus tauchte nun erstmals auch in der Pilgerstadt Mekka auf. Nach Angaben der Zeitung "Mekka" wurde eine 40 Jahre alte Frau ins Krankenhaus gebracht. Das Auftreten des Erregers in dem islamischen Pilgerort alarmiert die Behörden. Denn bei der jährlichen großen Wallfahrt, dem "Hadsch", versammeln sich dort mehr als zwei Millionen Gläubige aus aller Welt.

jme/dpa

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