Gefährliches Virus Jemen meldet erste Mers-Infektion

Der neuartige Mers-Erreger breitet sich in arabischen Ländern weiter aus. Erstmals hat das Virus einen Menschen im Jemen befallen. Die Infektion verläuft in vielen Fällen tödlich.

Mers-Virus unter dem Mikroskop: Kann schwere Lungenentzündungen auslösen
AP/ NIAID - RML

Mers-Virus unter dem Mikroskop: Kann schwere Lungenentzündungen auslösen


Sanaa - Das gefährliche Mers-Virus ist erstmals im Jemen entdeckt worden. Lokale Medien in dem arabischen Land berichteten am Sonntag unter Berufung auf Gesundheitsminister Ahmed al-Ansi, ein junger Flugzeugingenieur habe sich mit dem Mers-Virus (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) infiziert.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das Coronavirus, das grippeähnliche Symptome und Lungenentzündung verursachen kann, als sehr gefährlich ein. Bis Ende voriger Woche registrierte die Organisation 212 bestätigte Fälle, darunter 88 Todesfälle. Das Virus ähnelt dem Sars-Erreger, durch den vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben waren.

Notaufnahme in Dschidda (Saudi-Arabien): Auch mehrere Krankenhausmitarbeiter wurden positiv auf Mers getestet
AFP

Notaufnahme in Dschidda (Saudi-Arabien): Auch mehrere Krankenhausmitarbeiter wurden positiv auf Mers getestet

Der Erreger war zuletzt bei Sanitätern und Krankenhausmitarbeitern in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten festgestellt worden. Das Innenministerium in Abu Dhabi teilte am Freitag mit, sechs philippinische Sanitäter, die in dem Emirat Al-Ain für das Ministerium gearbeitet hätten, seien infiziert worden. Einer von ihnen sei inzwischen gestorben. In Saudi-Arabien starben bereits 68 Menschen durch Mers.

Im Herbst 2012 wurde der Mers-Erreger erstmals identifiziert. Er kann grippeähnliche Symptome auslösen, aber auch zu einer schweren Lungenentzündung führen. Anders als bei Sars führt das vergleichsweise neue Virus zudem rasch zu Nierenversagen.

Wie das Coronavirus übertragen wird, ist noch unklar. Ursprung der Krankheit könnten Kamele sein, aber auch in Arabischen Dromedaren wurden entsprechende Antikörper gefunden. Wie Gen-Analysen gezeigt haben, ist das Virus wohl mehrfach von Tieren auf den Menschen übergesprungen. Kamele werden in den arabischen Staaten wegen ihres Fleisches, ihrer Milch und als Transporttiere gehalten.

che/dpa

insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Ratzbär 14.04.2014
1. Glück
Mensch, Mensch, Mensch! Da können die Kamele aber froh sein, dass sie nicht in Deutschland leben: Im typisch deutschen hirnbefreiten Aktionismus der Regierung wären sie alle getötet worden.
asentreu 14.04.2014
2. @ratzbär
Hirnbefreit geht überall! Wenn die edlen Kamele unreine Schweine wären, hätten die muslimischen Staaten nicht lange gefackelt! Siehe Schweinegrippe, am schlimmsten traf sie die Schweine selbst, Millionen Todesopfer durch religionsgeschürte Idiotie (aka Religiotie) in Ägypten.
it--fachmann 14.04.2014
3. Ein phillipinischer Krankenpfleger ist gestorben ...
... der die Drecksarbeit für diese Araber erledigt hat. Saudi-Arabien und die ganzen Golfstaaten sind Barbaren. Die haben überhaupt keinen Begriff von Menschenrechten. Siehe Skandal in Quatar wegen tödlicher Ausbeutung nepalesischer Arbeiter, Vergwaltigungen an phillipinischen Hausmädchen in Sau-Arabien etc.
Incognito 14.04.2014
4. Die Übertragung wie ?
wurde das Virus durch Küssen oder durch Geschlechtsverkehr von Kamel auf den Mensch übertragen
motzbrocken 14.04.2014
5. Und wieder so ein Hype
hat Roche nochmals ein Medikament entwickelt bei dem die Krankheit fehlt, bzw. das Nutzlos ist wie seinerzeit Tamiflu? Hauptsache es wird Hysterie gefördert und Roche kann Milliardengewinne machen. Menschenrechte und ähnliches von Arabern bzw Islamgläubigen zu fordern ist in etwa so aussichtsreich wie ein Vulkan mit einem Teelöffel Wasser zu löschen. Solange die Oel haben wird es keinem westlichen Politiker in den Sinn kommen, dagegen zu protestieren. Nö, die bekommen dafür sogar noch eine Fussball WM. Rein von dem her gesehen, wäre mal so ein richtiger Seuchenzug in diesen Königshäusern wünschenswert.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.