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03. Oktober 2019, 11:37 Uhr

Kubas Strategie gegen Dengue-Fieber

Guppys sollen Moskitos bekämpfen

Kuba setzt im Kampf gegen Moskitos auf Guppys - ein einzelner Fisch soll pro Tag bis zu 150 Mückenlarven vertilgen. Die Methode gilt als umstritten.

In Kuba sollen Guppys bei der Bekämpfung von Mücken helfen, die gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber übertragen. Das Zentrum für Hygiene und Epidemiologie der Provinz Cienfuegos im Zentrum der Karibikinsel habe bereits zahlreiche dieser Fische ausgesetzt, berichtete die Parteizeitung "Granma".

Nach Angaben des stellvertretenden Leiters des Zentrums, Edelis Molina Moreira, kann ein einzelner Fisch pro Tag zwischen 60 und 150 Mückenlarven vertilgen. Diese leben in stehenden Gewässern, häufig in Regentonnen und Zisternen. Wenn in jedem dieser Behälter zwei Guppys ausgesetzt würden, sei das bereits ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Moskitos, sagte Molina. Nach dem Wirbelsturm "Katrina" sei die Methode bereits in New Orleans erfolgreich erprobt worden.

Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) können Gelbfieber, Dengue-Fieber und das Zika-Virus übertragen. Derzeit wird vielerorts intensiv erforscht, wie die Populationen der gefährlichen Mücken eingedämmt werden könnten.

Umweltexperten stehen dem Einsatz von Guppys skeptisch gegenüber. Seit Jahren weisen sie bereits auf mögliche negative Folgen für das Zusammenspiel der Arten hin.

Guppys stammen ursprünglich aus Gewässern der Karibik und des nördlichen Südamerikas. Sie gehören zu den beliebtesten Zierfischen weltweit, wobei die Zuchtformen meist wesentlich größer sind als ihre wildlebende Verwandten.

ele/dpa

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