New York, Los Angeles und San Francisco Drei US-Flughäfen untersuchen Einreisende aus Wuhan auf Coronavirus

Zwei Menschen sind bereits an den Folgen der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Nun ergreifen die USA Maßnahmen, damit das Virus sich dort nicht verbreitet.
In Thailand werden Einreisende aus Wuhan bereits untersucht

In Thailand werden Einreisende aus Wuhan bereits untersucht

Foto: Lauren DeCicca/ Getty Images

Mehr als 40 Menschen sind in China mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, das Lungenleiden könnte seinen Ursprung in Wuhan haben. Diese Entwicklung hat nun Folgen für die Einreise in die USA: An Flughäfen in New York, Los Angeles und San Francisco sollen aus Wuhan Einreisende künftig auf die Infektion mit dem Virus untersucht werden.

Offizielle des Zentrums für Seuchenkontrolle- und prävention (CDC) in den USA teilten mit, ab Freitag würden die Einreisenden nach den Symptomen befragt und bei ihnen werde Fieber gemessen. Das Zentrum schätzte, das in den kommenden Wochen rund 5000 Menschen untersucht würden. Die Maßnahmen werden am John F. Kennedy Airport, dem Los Angeles International Airport und dem San Francisco International Airport durchgeführt.

Das Risiko für die amerikanische Bevölkerung werde gering eingeschätzt, sagte Dr. Martin Cetron vom CDC. Man wolle jedoch vorbereitet sein und Vorkehrungen treffen, um eine Ausbreitung des Virus in den USA zu vermeiden.

Das CDC wurde für die Maßnahme auch kritisiert. "Es ist keine besonders effektive Intervention, und sie vermittelt möglicherweise ein falsches Sicherheitsgefühl", sagte Dr. Kamran Khan, ein Forscher der Universität von Toronto. Bei den Untersuchungen würden wahrscheinlich bei vielen Menschen ähnliche Symptome wie bei der Lungenkrankheit entdeckt, schließlich sei Grippesaison.

Zuletzt hatte die Gesundheitskommission Wuhans mitgeteilt, ein 69-jähriger Mann sei an der Lungenkrankheit gestorben. Es ist der zweite Todesfall, der auf das neuartige Coronavirus zurückgeht.

Auch asiatische Staaten haben Vorsichtsmaßnahmen bei der Einreise besonders von Reisenden aus Wuhan verstärkt und Fieberkontrollen eingeführt, um eine befürchtete Ausbreitung zu verhindern. Die US-Botschaft in Peking hatte eine Warnung für Reisende nach Wuhan ausgegeben.

Nach den Erkrankungen in Wuhan war das Virus zuletzt erstmals im Ausland bestätigt worden. Der Erreger wurde bei einer Chinesin in Thailand und einem Chinesen in Japan nachgewiesen, die sich zuvor beide in Wuhan aufgehalten hatten.

Das Robert Koch-Institut schätzt das Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland zurzeit als sehr gering ein.

ptz/rtr
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