+++ Corona-News am Montag +++ Marathon in New York findet in diesem Jahr statt

Er gehört zu den traditionsreichsten Marathon-Veranstaltungen der Welt – nun kann der Lauf in New York nach der Corona-Pause wieder starten. Und: Österreich erlaubt Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Der Überblick.
Der legendäre New-York-Marathon soll in diesem Jahr wieder stattfinden

Der legendäre New-York-Marathon soll in diesem Jahr wieder stattfinden

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ANGELA WEISS / AFP

Das waren die Corona-News am 17. Mai.

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+++ Marathon in New York findet in diesem Jahr statt +++

20.34 Uhr: Der legendäre New-York-Marathon, der 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, soll in diesem Jahr wieder starten. Das Großereignis solle am 7. November stattfinden, ab dem 8. Juni könnten sich Teilnehmer registrieren, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit. Allerdings dürfen wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie in diesem Jahr nur 33.000 statt der üblichen rund 55.000 Menschen dabei sein. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Italien erlaubt ab Juni Fans bei Sportevents

Bei Juventus kehren die Zuschauer im Juni zurück

Bei Juventus kehren die Zuschauer im Juni zurück

Foto: Jonathan Moscrop / imago images/Sportimage

21.38 Uhr: Die italienische Regierung setzt angesichts sinkender Infektionszahlen auch im Sport auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Ab dem 1. Juni ist der Zugang zu Veranstaltungen im Freien wieder erlaubt. Ab dem 1. Juli dürfen dann 25 Prozent der Plätze in Stadien mit bis zu maximal 1000 Personen im Freien und 500 Personen in Hallen besetzt werden. Turnhallen öffnen ab dem 24. Mai, Hallenbäder ab dem 1. Juli.

Beim Pokalfinale am Mittwoch zwischen Juventus Turin und Atalanta Bergamo im Mapei Stadion in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia werden laut eines Plans des Fußballverbandes FIGC 2300 Zuschauer zugelassen.

Österreich erlaubt Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne

20.34 Uhr: Österreich erlaubt ab Mittwoch die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Das erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe allerdings der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung. »In vielen Staaten gehen die Infektionszahlen zurück, daher können wir parallel zu den Öffnungsschritten im Land auch Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich umsetzen«, sagte Mückstein. Als Impfnachweis würden die Impfstoffe anerkannt, die von der EU-Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden seien oder den entsprechenden Prozess der Weltgesundheitsorganisation erfolgreich durchlaufen hätten.

Die Quarantäne bei Einreise entfällt auch für Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien, Schweiz, Tschechien und Ungarn. Für Regionen mit Virusvarianten oder Hochinzidenzgebiete würden weiterhin strengere Regeln gelten. Falls ein Test nicht vorgelegt werden könne, müsse dieser innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemacht werden. Vor jeder Einreise sei weiter eine elektronische Registrierung nötig.

Impfnachzügler sorgen für Stau vor Hamburger Impfzentrum

20.04 Uhr: Corona-Impfnachzügler haben am Montag lange Schlangen und Wartezeiten vor dem Hamburger Impfzentrum verursacht. Neben den rund 9500 regulär vergebenen Termine für eine Schutzimpfung hätten sich auch viele Impfwillige in den Messehallen eingefunden, die ihren Termin am Wochenende offensichtlich nicht wahrgenommen hätten und diesen nun unangemeldet nachholen wollten, sagte der medizinische Leiter des Zentrums, Dirk Heinrich, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das »Hamburger Abendblatt« darüber berichtet.

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Wegen des geringen Andrangs über das Himmelfahrtswochenende habe man mit 9500 Terminen am Montag besonders viele neu eingestellt, »weil wir dachten, dass das so weitergeht«, sagte Heinrich. »Normalerweise ist das kein Problem, wir können ja auch 10 000. Aber wenn dann Hunderte dazukommen, dann kann es Staus geben.«

Bericht beklagt mangelnde Versorgung von brasilianischen Häftlingen

19 Uhr: Brasilien zählt zu den am schwersten vom Coronavirus betroffenen Ländern weltweit. Besonders prekär war die Lage während der Pandemie offenbar in den ohnehin vollkommen überfüllten Gefängnissen des Landes.

Wie aus dem Gewaltmonitor der Mediengruppe Globo, der Universität von Sao Paulo und dem Forum für öffentliche Sicherheit hervorgeht, starben rund 450 Häftlinge und Gefängnis-Angestellte im Zusammenhang mit Covid-19.

»Es gab eine Zeit, in der die überwiegende Mehrheit der Gefangenen Symptome zeigte, die mit Covid-19 zusammenhängen«, hieß es bei »G1« unter Berufung auf einen Inspektionsbericht. Sie seien jedoch nicht medizinisch oder nur mit schmerzlindernden Medikamenten versorgt oder geschlagen worden.

Die Zahl der Häftlinge sank zwar zuletzt von 710.000 auf 688.000. Die Gefängnisse haben allerdings weiter nur eine Gesamtkapazität für 441.000 Insassen und sind damit chronisch überfüllt.

Johnson & Johnson hinkt offenbar bei Impfstofflieferungen hinterher

18.54 Uhr: Der US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) hat bei den Lieferungen seines Corona-Impfstoffes in die EU offenbar Aufholbedarf. Von den 55 Millionen Dosen, die im zweiten Quartal geliefert werden sollen, sind bisher weniger als zehn Prozent tatsächlich angekommen.

Die für die laufende Woche zugesagte Lieferung habe J&J um die Hälfte gekürzt und das mit zunehmenden Versorgungsproblemen mit Vorprodukten begründet, sagte ein EU-Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Einem Sprecher der EU-Kommission zufolge ist das aber nur eine vorübergehende Reduzierung, die später wieder aufgeholt werden soll.

DER SPIEGEL

J&J peile nach wie vor die Lieferung von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal an. Der Konzern war für eine Stellungnahme laut Reuters zunächst nicht zu erreichen.

Toni Kroos positiv auf Corona getestet

18.42 Uhr: Der deutsche Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie sein Verein Real Madrid mitteilte , fiel ein Test des Mittelfeldspielers positiv aus. Kroos hatte sich nach Vereinsangaben bereits seit Freitag in Isolation befunden, nachdem er direkten Kontakt zu einer nachweislich mit dem Virus infizierten Person gehabt hatte.

Kroos kann damit nach Angaben der Nachrichtenagentur sid nicht am Saisonfinale in der spanischen Liga teilnehmen und droht auch die Vorbereitung auf die Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft zu verpassen.

USA wollen offenbar weitere 20 Millionen Impfdosen verteilen

18.35 Uhr: Die USA planen offenbar die weitere Abgabe von Millionen Corona-Impfdosen an andere Staaten. Wie die Nachrichtenagenturen AP und Reuters übereinstimmend unter Berufung auf Angaben des Weißen Hauses berichten, sollen zusätzliche 20 Millionen Impfdosen mit anderen Staaten geteilt werden.

Die Gesamtzahl der bereitgestellten Dosen steigt damit auf 80 Millionen. Sie sollen bereits in den kommenden Wochen zur Verfügung stehen. Wohin die Vakzinen zuerst gehen sollen, teilte Washington nicht mit. Dazu werde es in den kommenden Tagen weitere Informationen geben, hieß es. In den USA werden die Präparate von Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson hergestellt.

Bayern hebt Impfpriorisierung ab Donnerstag auf

18.30 Uhr: Bayerns Hausärzte dürfen Patienten von diesem Donnerstag an unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Diesen Termin nannte am Montag Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das Ende der Priorisierung am vergangenen Mittwoch für diese Woche angekündigt, dabei aber zunächst noch keinen konkreten Termin genannt.

Bundesweit soll bei den Corona-Impfungen in Deutschland ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern mitteilte.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson von der Priorisierung freigegeben. In den Impfzentren soll es laut Söder zunächst beim bisherigen Verfahren mit Priorisierungen anhand von Vorerkrankungen und Berufsgruppen bleiben.

New York hebt Maskenpflicht für Geimpfte auf

18.26 Uhr: Im US-Bundesstaat New York müssen gegen das Coronavirus geimpfte Menschen an öffentlichen Plätzen künftig keine Schutzmasken mehr tragen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo setzt demnach eine zuvor von den US-Bundesbehörden aktualisierte Richtlinie um.

New Yorks Gouverneur Cuomo (Archivbild)

New Yorks Gouverneur Cuomo (Archivbild)

Foto: SPENCER PLATT / AFP

»Ungeimpfte Personen sollten weiter eine Maske tragen«, sagte Cuomo laut Reuters. Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bleibt etwa in Schulen, in öffentlichen Verkehrsmitteln weiter verpflichtend. Zudem können laut Cuomo auch Unternehmen ihre eigenen Maskenregeln aussprechen.

Ema erleichtert Lagerung von Biontech-Impfstoff

18.17 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) hat die Bedingungen für die Lagerung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech und Pfizer erleichtert. Der aufgetaute, unverdünnte Impfstoff kann nun bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad Celsius für 31 Tage gelagert werden, statt wie bisher 5 Tage. Das teilte die EMA am Montag mit.

Es sei zu erwarten, dass diese größere Flexibilität eine wichtige Rolle bei der weiteren Planung und Logistik mit diesem Impfstoff in den EU-Mitgliedsländern spielen werde, hieß es. Die Behörde hatte ihre bisherige Einschätzung nach neu eingereichten Daten geändert.

Die Haltbarkeit des verdünnten Impfstoffs bleibt nach Angaben von Biontech unverändert und beläuft sich weiterhin ab dem Zeitpunkt der Verdünnung auf sechs Stunden bei 2 Grad bis 30 Grad. Der zubereitete Impfstoff muss in dieser Zeit verabreicht werden.

Spahn verkündet: Corona-Impfung für alle ab 7. Juni möglich

17.48 Uhr: Einige Bundesländer haben die Impfpriorisierung bereits aufgehoben – nun hat Gesundheitsminister Spahn auch bundesweit ein konkretes Datum genannt. Auch die Betriebsärzte sollen dann mit eingebunden werden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Menschen auf Mallorca dürfen abends eine Stunde länger ausgehen

17.45 Uhr: Angesichts sinkender Corona-Zahlen auf Mallorca soll die nächtliche Ausgangssperre ab Sonntag erst um Mitternacht beginnen. Eine Stunde mehr Zeit als bisher bleibt den Nachtschwärmern auf der bei Deutschen beliebte Urlaubsinsel damit. Regierungssprecher Iago Negueruela kündigte den Schritt am Montag in Palma an. Während der Ausgangssperre, die um 06.00 Uhr morgens endet, dürfen Einheimische wie Urlauber ihre Unterkunft nur aus triftigem Grund verlassen, etwa wegen Arbeit, eines Arztbesuches oder um zum Flughafen zu kommen.

Lockerungen gibt es auch bei den Bestimmungen zu privaten Treffen. Im Freien sind ab Sonntag dann Gruppen von bis zu acht Personen statt der bislang sechs erlaubt. In privaten Innenräumen bleibt es bei einer Obergrenze von höchstens sechs Personen, die dann aber künftig aus unterschiedlichen Haushalten kommen dürfen.

Die neuen Regeln gelten vorerst für zwei Wochen und müssen noch vom Oberlandesgericht abgesegnet werden, eine Zustimmung galt aber als sicher. Unklar war, wie es mit der Gastronomie weitergeht. Bars und Restaurants dürfen Kunden derzeit nur bis 22.30 Uhr und nur auf den Außenterrassen bedienen. Vorgesehen ist, dass ab nächster Woche unter Auflagen auch die Innenbereiche genutzt werden dürfen.

Trotz steigender Gästezahlen blieb die Corona-Inzidenz auf der Baleareninsel vergleichsweise niedrig. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das regionale Gesundheitsministerium am Montag mit 18,97 an.

NRW-Justizminister will härtere Strafen für Impfpass-Fälschungen

17.40 Uhr: Der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will sich dafür einsetzen, dass Fälschungen von Impfausweisen mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden. »Wer ein gefälschtes Gesundheitszeugnis verwendet, gefährdet die Gesundheit der Menschen seiner Umgebung«, sagte Biesenbach der Deutschen Presse-Agentur. »Das ist hochgradig kriminell.«

Bislang seien solche Taten mit maximal einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet worden. »Ich möchte hier aber eine Bestrafung wie bei der Urkundenfälschung erreichen. Deshalb werde ich mich bei der Justizministerkonferenz für einen Strafrahmen bis zu fünf Jahren einsetzen.« Biesenbach ist derzeit Vorsitzender der Justizministerkonferenz von Bund und Ländern, die Mitte Juni tagen wird. Auch Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina hatte sich bereits für eine Gleichstellung solcher Vergehen mit einer Urkundenfälschung ausgesprochen.

WHO – Hersteller sollen globale Impf-Allianz Covax bevorzugen

17.30 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO plädiert für vorgezogene Lieferungen an die internationale Covax-Allianz für einen weltweit gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen. »Wir brauchen die Dosen jetzt und fordern (Impfstoffhersteller) auf, die Lieferungen so schnell wie möglich vorzuziehen«, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Programm ist stark von den AztraZeneca-Impfstoff-Exporten aus Indien abhängig. Viele dieser Dosen werden aber derzeit in Indien verwendet, da das Land schwer von der Pandemie betroffen ist.

Zuschauer-Rückkehr in der Bundesliga: 2000 Fans dürfen zum Union-Spiel

17.20 Uhr: Nach knapp siebenmonatiger Abstinenz sind am Wochenende erstmals wieder Zuschauer in der Fußball-Bundesliga zugelassen. Der Berliner Senat erteilte Union Berlin zum Saisonfinale für das Heimspiel am Samstag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky) die Erlaubnis, 2000 Fans ins Stadion an der Alten Försterei zu lassen.

»Der Verein Union Berlin hat bei uns einen Antrag gestellt. Wir haben in Absprache mit der Gesundheitsverwaltung entschieden, dass 2000 Zuschauer ins Stadion dürfen«, sagte Martin Pallgen, Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dem SID. Voraussetzung sei aber, dass der Inzidenzwert für Berlin unter 100 bleibe. Derzeit liegt dieser bei 68,6.

Ähnliche Pläne des abstiegsbedrohten 1. FC Köln und Meister Bayern München für den 34. Spieltag gehen nach derzeitigem Stand dagegen nicht auf, weil die Inzidenzwerte in den jeweiligen Städten dies nicht zulassen.

Die Zuschauer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen – außer sie »sind gemäß der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlin vollständig geimpfte oder von einer Corona-Erkrankung genesene Personen«, teilte Union mit.

Weltwirtschaftsforum in Singapur abgesagt

16.55 Uhr: Trotz Pandemie hätte das Weltwirtschaftsforum in diesem Jahr in Singapur stattfinden sollen. Angesichts der Coronalage fällt das Treffen der Wirtschaftselite nun doch aus. Die nächste Tagung soll 2022 stattfinden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Polen beginnt mit Vergabe von Impfterminen für Minderjährige

16.20 Uhr: Polen hat mit der Vergabe von Corona-Impfterminen für 16- und 17-Jährige begonnen. Mehr als 40.000 Teenager hätten sich bereits am ersten Tag registriert, sagte der Impfbeauftragte der Regierung, Michal Dworczyk. Das Interesse sei aber deutlich geringer als bei älteren Jahrgängen. Die Regierung werde in dieser Altersgruppe daher noch stärker für die Impfung werben. Die 16- und 17-Jährigen können sich seit Mitternacht für eine Impfung anmelden. Rund 500.000 Teenager bekamen die dafür nötige elektronische Überweisung zugeschickt. Für die Vereinbarung eines Impftermins benötigen sie die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.

Nach Regierungsangaben wurden in Polen bislang insgesamt 15,9 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft, 4,6 Millionen davon vollständig. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner. Die Infektionszahlen gingen zuletzt deutlich zurück. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Montag kamen innerhalb von 24 Stunden 1109 Neuinfektionen hinzu, elf weitere Erkrankte starben.

Die Regierung hat mehrere Beschränkungen aufgehoben. So entfällt seit Samstag die Maskenpflicht unter freiem Himmel, wenn ein Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Auch die Außengastronomie ist wieder geöffnet. In vielen größeren Städten wurde dies am Wochenende gefeiert.

Singapur schließt Schulen aus Furcht vor neuen Virusvarianten

15.21 Uhr: Aus Furcht vor neuen und ansteckenderen Varianten des Coronavirus schließt Singapur seine Schulen. Ab Mittwoch müssen sämtliche Grund- und Mittel- sowie Oberschüler per Homeschooling lernen, wie die Regierung mitteilte. Grund sei, dass von den neuen Virusvarianten – darunter die zuerst in Indien entdeckte Variante – zunehmend auch Kinder betroffen seien.

Am Sonntag hatte der südostasiatische Stadtstaat 38 im eigenen Land übertragene Corona-Fälle registriert, die höchste Zahl an Neuinfektion seit acht Monaten. Betroffen waren auch mehrere Kinder, die sich offenbar in einer Nachhilfeschule angesteckt hatten. Am Montag wurden erneut 21 Neuinfektionen gemeldet.

Einige der neuen Virus-Varianten seien »wesentlich ansteckender, und sie scheinen kleinere Kinder anzugreifen«, sagte Bildungsminister Chan Chun Sing. »Das ist ein Thema, das uns allen Sorgen bereitet.« Die Regierung arbeite nun an einem Impfkonzept für Kinder unter 16 Jahren.

Hausärzte wollen mehr Freiheiten für AstraZeneca-Erstgeimpfte

15.05 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband befürwortet beim Corona-Impfstoff von AstraZeneca mehr Freiheiten für Erstgeimpfte. »Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird AstraZeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zweite Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinnlos, sondern kann sogar negative Effekte haben«, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der »Wirtschaftswoche«. »Deshalb kann für AstraZeneca gerade ein positiver Anreiz gesetzt werden, wenn nach der ersten Spritze schon die gleichen Freiheiten gelten wie für diejenigen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekommen haben.«

Bereits nach der ersten Impfung mit einem Vektor-Impfstoff wie AstraZeneca sei der Impfschutz »sehr hoch«, argumentierte Weigeldt. Aber: »Selbstverständlich darf für den vollen Impfschutz nicht auf die zweite Dosis verzichtet werden.« Am Wochenende hatte sich auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für Erleichterungen von AstraZeneca-Erstgeimpften ausgesprochen.

In Absprache mit dem Arzt kann man bei AstraZeneca frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Zweitimpfung erfolgen soll. Die Impfkommission empfiehlt für das Präparat einen Abstand von zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. Hintergrund sind Beobachtungen, dass der längere Abstand zu einer besseren Wirksamkeit führt. Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liege laut einem Bericht der europäischen Zulassungsbehörde EMA bei 50,4 Prozent. Bei zwölf und mehr Wochen steige sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an.

Laschet will Impfung von Kindern in Schulen oder Impfzentren

14.35 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet erwartet noch für diesen Monat eine schnelle Zulassung des Biontech-Impfstoffe für Kinder durch die EU. Das sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident nach der digitalen Teilnahme von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an einer CDU-Präsidiumssitzung. Auf die Frage, wo die Kinder ab zwölf Jahren dann geimpft werden sollten, sagt der Unions-Kanzlerkandidat, man müsse »pragmatisch« klären, ob dies in der Schule oder in Impfzentren sein solle. Der Hausärzte-Verband hatte beiden Möglichkeiten abgelehnt und dringt auf ein Impfen in den Praxen.

Disneyland Paris öffnet im Juni wieder für Besucher

14.30 Uhr: Der Freizeitpark Disneyland Paris will nach monatelanger coronabedingter Schließung ab dem 17. Juni wieder für Besucher öffnen. Es werde eine begrenzte Zahl von Tickets geben, die über ein Online-Reservierungssystem verfügbar seien, teilte der Betreiber am Montag mit. Es würden Gesundheits- und Abstandsmaßnahmen gelten. Alle Gäste ab sechs Jahren müssten zum Beispiel eine Maske tragen.

Der Park in Marne-la-Vallée bei Paris musste im vergangenen Herbst wegen der Covid-19-Pandemie erneut schließen. Er ist nach eigenen Angaben eine der größten Tourismus-Attraktionen in ganz Europa. Der Park verzeichnete 2019 dem Tourismusverband der Hauptstadtregion zufolge rund 15 Millionen Besucher. In Frankreich dürfen ab dem 19. Mai die Außenbereiche der Restaurants sowie Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Für Juni sind dann weitere Öffnungsschritte geplant.

US-Airlines mit so vielen Passagieren wie zuletzt im März 2020

14.10 Uhr: In den USA sind am Sonntag so viele Passagiere geflogen wie seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 nicht mehr. Insgesamt wurden 1,85 Millionen Fluggäste gezählt, gibt die Transportsicherheitsbehörde TSA bekannt. Dennoch lag die Nachfrage am Sonntag nur bei etwa 70 Prozent der Flugreisen, die es an diesem Tag im Mai 2019 gab.

Neuartiger Coronaimpfstoff laut Herstellern wirksam

14.00 Uhr: Die Zulassung soll noch dieses Jahr kommen: Der französisch-britische Impfstoff der Pharmakonzerne Sanofi und GSK liefert offenbar vielversprechende Ergebnisse. Er könnte im Kampf gegen Mutationen eine Rolle spielen. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Coronakosten für Großbritannien steigen auf 431 Milliarden Euro

13.40 Uhr: Wegen der Coronapandemie erwartet der britische Rechnungshof enorme Belastungen für die Steuerzahler. Die geschätzten Kosten für die Krisenreaktion der Regierung zwischen Februar 2020 und Ende März 2021 betrügen 372 Milliarden Pfund (431 Milliarden Euro), wie der Rechnungshof am Montag in London mitteilte. Das seien 100 Milliarden Pfund mehr als der im Januar errechnete Betrag. Davon seien 172 Milliarden Pfund bereits ausgegeben worden. Inbegriffen sind 26 Milliarden Pfund Kredite, die voraussichtlich abgeschrieben werden müssten.

Am meisten Geld stellt die Regierung demnach für die Wirtschaft bereit. Für Programme wie Kurzarbeit und andere Unterstützung für Unternehmen werden demnach 151 Milliarden Pfund fällig. Der Gesundheits- und Sozialsektor wird mit 97 Milliarden Pfund unterstützt, für Selbstständige und Einzelpersonen sind 55 Milliarden vorgesehen. Hinzu kommen 65 Milliarden Pfund für die Unterstützung anderer öffentlicher Dienste sowie von Notfallmaßnahmen. Eingerechnet wurden dabei etwa höhere Kosten für Personal, Überstunden und Homeoffice-Ausrüstung wie Büromöbel und Computer.

Niederlande: ab Mittwoch zweite Runde der Lockerungen

13.33 Uhr: In den Niederlanden steht der zweiten Runde von Lockerungen der Coronamaßnahmen nichts mehr im Wege. Die Lage bei Neuinfektionen und Aufnahmen in Krankenhäuser habe sich deutlich verbessert, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge in Den Haag. »Der weitere Schritt ist zu verantworten.« Die Regierung hatte in der vergangenen Woche bereits die Lockerungen angekündigt, aber von sinkenden Infektionszahlen abhängig gemacht.

Ab Mittwoch dürfen nun Zoos und Vergnügungsparks wieder öffnen, ebenso wie Fitnessstudios und Musikschulen. Prostituierte dürfen wieder Kunden empfangen, und auch die Gaststätten im Außenbereich von 6 bis 20 Uhr täglich Speisen und Getränke servieren – das war bisher nur von 12 bis 18 Uhr erlaubt. Museen, Bibliotheken, Kinos und Theater bleiben aber weiterhin geschlossen. Auch haben Schüler von weiterführenden Schulen und Studenten nur an einem Tag pro Woche Präsenzunterricht.

Auf 100.000 Einwohner kommen zurzeit etwa 223 Neuinfektionen in sieben Tagen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt diese Sieben-Tage-Inzidenz bei 83. Pro Tag werden zurzeit etwa 136 Covid-Patienten aufgenommen, das sind etwa 25 Prozent weniger als in der vergangenen Woche.

Berliner Arztpraxen impfen weiter nach Reihenfolge

13.20 Uhr: In den Berliner Arztpraxen gilt weiter die festgelegte Impfreihenfolge. Anders als etwa in Baden-Württemberg sei die sogenannte Priorisierung nicht aufgehoben, sagte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Auch ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit bestätigte am Montag auf Anfrage, zunächst sollten die priorisierten Gruppen geimpft werden.

Allerdings dürften Haus- und Facharztpraxen seit Montag von der vorgeschriebenen Reihenfolge abweichen, wenn sie ihre Impfdosen nicht für priorisierte Gruppen verbrauchen könnten. Das hatte die Gesundheitsverwaltung am Freitag mitgeteilt. Die Berliner KV hatte zuletzt scharf gegen eine vollständige Aufhebung der Impfreihenfolge protestiert. Aus ihrer Sicht fehlt es den Ärzten an ausreichend Impfstoff, um auch nur die Menschen aus den Vorranggruppen umfassend impfen zu können.

Seibert: »Dieser Kampf ist noch nicht ganz vorbei«

12.58 Uhr: Die Bundesregierung sieht trotz der Entspannung der Coronalage noch keinen Anlass zur Entwarnung auch für den Sommer. Die täglich fallenden Neuinfektionszahlen und die mit großem Schwung laufende Impfkampagne könnten zuversichtlich machen, aber nicht voreilig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. »Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen.« Ziel müsse bleiben, die Zahl der Ansteckungen deutlich weiter zu senken.

Vor einem Jahr habe die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz um diese Zeit bei fünf gelegen, erläuterte Seibert – am Montag waren es laut Robert Koch-Institut (RKI) 83,1 gemeldete neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. »Freuen wir uns, dass wir gemeinsam die dritte Welle brechen konnten. Genießen wir, was dadurch in den nächsten Tagen und Wochen wieder möglich wird«, sagte Seibert. Masken, Abstand, Testen und die Corona-Warn-App blieben aber Verbündete im Kampf gegen die Pandemie. »Und dieser Kampf ist noch nicht ganz vorbei.«

Von der Leyen: bis zum Wochenende 200 Millionen Impfdosen verabreicht

12.52 Uhr: In der Europäischen Union werden nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bis Ende der Woche insgesamt rund 200 Millionen Dosen Coronaimpfstoff verabreicht worden sein. Im Juli könnten voraussichtlich 70 Prozent der Erwachsenen in der EU ihre erste Impfung erhalten haben, wenn sie das Angebot annähmen, sagte von der Leyen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen in einer teils online organisierten CDU-Vorstandssitzung, zu der sie zugeschaltet war. Insgesamt habe die EU 250 Millionen Impfdosen erhalten.

Noch im Mai erwarte sie die vom Impfstoffproduzenten Biontech/Pfizer beantragte Zulassung der Vakzine für die Altersgruppe ab 12 Jahre durch die europäische Arzneimittelbehörde Ema, sagte von der Leyen demnach. Bislang gibt es in der EU für das Präparat von Biontech/Pfizer eine Zulassung erst ab 16, für jüngere Minderjährige gibt es noch keinen Covid-19-Impfstoff.

Bundesregierung – Kein Anlass für mehr Rechte nach Erstimpfung

12.28 Uhr: Die Bundesregierung sieht derzeit keine Veranlassung, mehr Freiheitsrechte bereits nach der Erstimpfung einzuräumen. »Bislang ist daran nicht gedacht«, sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Er betont, dass die vollständige Schutzwirkung erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung bestehe. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte am Wochenende gefordert, Freiheiten beim Reisen bereits nach der ersten Coronaimpfung einzuräumen. »Wer mit AstraZeneca geimpft wird, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen«, sagte der CDU-Politiker in der »Berliner Morgenpost«.

Impfpriorisierung in Thüringen soll aufgehoben werden

12.05 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Aufhebung der Impfpriorisierung in seinem Bundesland angekündigt. »In dem Moment, wo in den Hausarztpraxen ausreichend Impfmaterial da ist, kann der Hausarzt das entscheiden«, sagte der Linkenpolitiker am Montag im ZDF-»Morgenmagazin«. Schon jetzt gebe es Hausärzte, die in der Entscheidung freier sind. Die Impfpriorität der Ständigen Impfkommission diene aber als Orientierung.

»In Impfzentren, die wir auch dauerhaft aufrechterhalten für die nächsten Monate, wird entlang der Impfpriorisierung weitergeimpft, bis genügend Impfstoff da ist«, sagte Ramelow weiter. Außerdem würden auch die Impfungen in Betrieben vorbereitet. Zuvor hatten mehrere Bundesländer angekündigt, die Priorisierung bei Coronaimpfungen in Arztpraxen aufzuheben.

Taiwan meldet bisher höchste Zahl von Corona-Infizierten

11.26 Uhr: Das als Vorbild bei der Bekämpfung des Coronavirus geltende Taiwan hat plötzlich mit dem stärksten Ausbruch seit Beginn der Pandemie zu kämpfen. Nach bereits erhöhten Zahlen in den vergangenen Tagen verzeichnete die Inselrepublik am Montag laut Angaben der Behörden 333 neue lokal übertragene Infektionen. Bereits am Sonntag wurden 206 neue Fälle gemeldet.

Für das ostasiatische Land mit knapp 24 Millionen Einwohner ist das eine enorme Zahl. Seit Beginn der Coronapandemie hat es nur rund 2000 Infektionen gegeben – mehr als ein Viertel der Fälle stammt damit aus den vergangenen Tagen. Als Konsequenz auf den jüngsten Ausbruch kündigten die Behörden am Montag ein Einreiseverbot für Ausländer an, deren regulärer Wohnsitz nicht Taiwan ist.

Taiwan hatte seit Ausbruch der Pandemie weltweit viel Lob für seine Strategie zur Bekämpfung des Virus erhalten. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte die Inselrepublik für 250 Tagen überhaupt keine neuen Infektionen gemeldet.

Brinkhaus warnt vor zu schnellen Lockerungen

11.02 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor zu schnellen Lockerungen. »Wir können uns freuen, dass das Impfen viel besser läuft als Anfang des Jahres. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu früh freuen«, sagte der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. »Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Im letzten Sommer hatten wir Inzidenzen von unter zehn, jetzt haben wir Inzidenzen um die 80«, sagte er. Er appelliere daher an die Bundesländer »mit Bedacht und Augenmaß« zu lockern, »aber nicht, um irgendwelche politischen Vorteile zu bekommen«.

Tschechien öffnet Impfung für alle ab 40 Jahren

10.45 Uhr: In Tschechien können sich seit Montag alle Menschen ab 40 Jahren für einen Corona-Impftermin registrieren. Zu Beginn in der Nacht führte der große Andrang für knapp eine Stunde zum Kollaps des Online-Anmeldesystems. Inzwischen laufe wieder alles normal, teilten die Betreiber mit. Ministerpräsident Andrej Babiš hatte die Nachfrage mit einem Tweet selbst angeheizt: »Ihr seid eine starke Altersgruppe und ich hoffe, dass ihr die Registrierung im Sturm nehmt«, schrieb er kurz vor Mitternacht bei Twitter.

Zugleich warten mehr als 100.000 Senioren immer noch auf einen Impftermin bei ihrem Hausarzt. Die Impfzentren befinden sich fast ausschließlich in großen Städten. In Tschechien wurden nach offiziellen Angaben bereits mehr als 4,1 Millionen Einzeldosen verabreicht. Mehr als eine Million der knapp elf Millionen Einwohner ist vollständig geschützt.

Mit knapp 30.000 Corona-Todesfällen seit Pandemiebeginn zählt Tschechien zu den stark betroffenen Ländern in Europa. Inzwischen sind die Infektionszahlen stark gesunken. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich noch 71 Menschen je 100.000 Einwohner an. Am Montag öffnete die Außengastronomie, aber nur für Getestete, Geimpfte und Genesene mit einem Nachweis. Polizei und Gesundheitsämter sollen das kontrollieren.

Ärzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung in Praxen

10.37 Uhr: Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, »sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren«, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele, komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte »wie die letzte Mauer« bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Coronaimpfungen in Arztpraxen.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken – sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. »Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration.« Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, sagte Johna: »Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen.«

2000 Zweitimpfungen im Hamburger Impfzentrum am Wochenende nicht wahrgenommen

10.32 Uhr: Rund 2000 Menschen sind am Wochenende nicht zum Termin ihrer Zweitimpfung im Hamburger Impfzentrum erschienen, unabhängig vom zu verabreichenden Impfstoff. Der Ärztliche Leiter des Hamburger Impfzentrums, Dirk Heinrich, vermutet, dass viele Menschen ihre Zweitimpfung beim Hausarzt oder der Hausärztin vornehmen lassen und gleichzeitig ihren Termin im Impfzentrum nicht absagen. Er forderte die Menschen auf, die zweite Impfung dort vornehmen zu lassen, so bereits die erste erfolgt sei. Dies sei besser für die Umsetzung der Impfkampagne.

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Mehr als 40 Millionen Coronaimpfungen in Deutschland

10.16 Uhr: Die Impfkampagne in Deutschland gewinnt weiter an Fahrt. Bis Montagmorgen wurden mehr als 40 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter bekannt gab.

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Damit seien 30,7 Millionen oder 37 Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft. Mehr als 9,3 Millionen oder 11,2 Prozent hätten zwei Impfungen.

Inzidenzen überall über 100: keine Zuschauer bei Bundesligaspielen in NRW

09.58 Uhr: Der Traum von zumindest 500 Zuschauern bei einem Profi-Fußballspiel am letzten Spieltag in Nordrhein-Westfalen ist offenbar geplatzt. Am Montag hatten die drei betreffenden Spielorte Köln (105,3), Dortmund (107,6) und Bochum (100,4) Sieben-Tage-Inzidenzen von über 100. Fünf Werktage unter 100 sind aber Pflicht, um bei einer Freiluftveranstaltung 500 Personen mit negativem Test einlassen zu dürfen.

Kölner Fans müssen auch am letzten Bundesligaspieltag draußen bleiben

Kölner Fans müssen auch am letzten Bundesligaspieltag draußen bleiben

Foto: Henning Kaiser / dpa

Die Kölner hatten am Sonntag – da lag die Inzidenz bei 89,8 – schon einen entsprechenden Antrag vorbereitet. »Wir sind permanent in Gesprächen mit den Ämtern und werden die in dieser Woche intensivieren«, hatte Geschäftsführer Alexander Wehrle der »Bild«–Zeitung gesagt.

England lockert Corona-Restriktionen deutlich

09.55 Uhr: Trotz Warnungen vor einer Ausbreitung einer sehr ansteckenden Variante des Coronavirus genießen die Menschen in weiten Teilen Großbritanniens wieder deutlich größere Freiheiten. Im größten Landesteil England dürfen sich seit Montag bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte in geschlossenen Räumen treffen und müssen dabei auch keinen Abstand mehr halten. Im Freien sind sogar Treffen mit bis zu 30 Personen erlaubt. Umarmungen und Küsse zwischen Freunden und Verwandten sind wieder gestattet.

Museen, Zoos, Kinos, Theater und Sportstätten können ebenso öffnen wie Hotels und die Innengastronomie. Pubs und Restaurants dürfen aber nur am Tisch bedienen. Zudem ist Urlaub im Ausland wieder erlaubt. Allerdings ist eine Wiedereinreise nach Großbritannien ohne Quarantäne nur aus wenigen Ländern möglich, aus der EU steht nur Portugal auf dieser »grünen Liste«. Wer aus Deutschland ankommt, muss sich weiterhin zehn Tage selbst isolieren und auf eigene Kosten zwei Coronatests machen.

Premierminister Boris Johnson rief die Bevölkerung zu einer »hohen Dosis Vorsicht« auf. Jeder müsse seinen Teil dazu beitragen, dass der Erfolg des jüngsten Lockdowns sowie des Impfprogramms nicht gefährdet werde, sagte der Regierungschef. Wissenschaftler warnten allerdings, die Lockerungen erfolgten in einem »gefährlichen Moment«, da sich die zunächst in Indien entdeckte Coronavariante in einigen Gegenden rasch ausbreite. Gesundheitsminister Matt Hancock schloss regionale Lockdowns mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in betroffenen Regionen wie Bolton und Blackburn in Mittelengland nicht aus.

Bisher plant die Regierung, am 21. Juni alle Corona-Restriktionen aufzuheben. Das soll nun aber am 14. Juni noch einmal überprüft werden.

Einzelhändler erwarten Klagewelle wegen November- und Dezemberhilfen

09.36 Uhr: Der Einzelhandelsverband HDE rechnet mit einer Klagewelle wegen der November- und Dezemberhilfen. Der Verband spricht von einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie, die eindeutig begünstigt werde. Diese war allerdings seit Anfang November zwangsweise geschlossen, der Einzelhandel erst ab Mitte Dezember. Die November- und Dezemberhilfen, die bis zu drei Viertel des Umsatzausfalls ersetzen, gelten als besonders großzügig. Andere Branchen müssen sich dagegen mit der sogenannten Überbrückungshilfe III begnügen, das sind Zuschüsse zu den Fixkosten, wenn Firmen einen coronabedingten Umsatzeinbruch nachweisen können. Diese müsse zumindest schnell aufgestockt werden, so der HDE.

Neuinfektionen in Indien sinken laut Behörden weiter – WHO skeptisch

09.05 Uhr: In Indien sinkt die Zahl der Neuinfektionen nach offiziellen Angaben erstmals seit dem 21. April wieder unter die Marke von 300.000. Es habe zuletzt 281.386 neue Fälle gegeben, erklärt das Gesundheitsministerium. Zwischenzeitlich hatte es mehr als 400.000 binnen eines Tages gegeben. Die Zahl der Toten stieg um 4106 auf knapp 274.390. Der Chefwissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde indes in der Zeitung »Hindu« mit den Worten zitiert, es gebe große Teile Indiens, in denen der Höhepunkt noch nicht überschritten sein dürfte. Einige Experten sagen, dass die tatsächlichen Zahlen fünf- bis zehnmal höher als offiziell erklärt liegen könnten.

Ramelow – Bevölkerung auf dem Land unvorsichtiger

09.00 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow weist auf ein Stadt-Land-Gefälle bei den Corona-Infektionszahlen hin. Es sei in Thüringen offensichtlich so, dass sich die Menschen auf dem Land unvorsichtiger verhielten, sagt der Linkenpolitiker im ZDF. Die Infektionszahlen in den Städten seien niedriger, weil die Menschen dort stärker die Abstands- und Hygieneregeln beachteten.

Impfpriorisierungen enden in einigen Bundesländern

07.03 Uhr: In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Coronaimpfungen in Arztpraxen. Baden-Württemberg und Berlin beginnen an diesem Montag. Bayern folgt voraussichtlich im Laufe der Woche, Sachsen am 24. Mai. Allerdings dürfte vielerorts noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen, dass alle Impfwilligen auch schnell einen Impftermin erhalten. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung noch bestehen.

Zudem werden in einigen Bundesländern in dieser Woche die Coronaregeln gelockert. So öffnet Schleswig-Holstein ab diesem Montag unter strengen Auflagen für Touristen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben wieder hochgefahren. Bisher waren touristische Übernachtungen nur in einzelnen Modellregionen möglich.

In Mecklenburg-Vorpommern öffnen an diesem Montag die Schulen und Kindertagesstätten wieder. In den meisten Regionen haben die Kinder von Klasse eins bis sechs und die Schüler der Vor-Abschlussklassen täglich Präsenzunterricht. Für die anderen gibt es zunächst Wechselunterricht. Die Berliner Kitas bieten von diesem Montag an wieder für alle Familien und Kinder ein Betreuungsangebot an.

RKI meldet 5412 Neuinfektionen – Inzidenz verharrt bei 83,1

05.25 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 83,1 (Vortag: 83,1; Vorwoche: 119,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 64 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 54 Tote gewesen.

Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI vom Sonntag. »Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.«

Unicef: Reiche Staaten sollten Covax-Initiative mehr Impfdosen überlassen

04.30 Uhr: Reiche Staaten könnten der Covax-Initiative nach Ansicht des Uno-Kinderhilfswerks Unicef mehr als 150 Millionen Impfdosen bereitstellen, ohne ihre eigenen Impfprogramme zu gefährden. Die sieben führenden Industrienationen (G7) und die EU könnten dazu beitragen, die weltweite Impflücke zu schließen, indem sie 20 Prozent ihrer Vorräte für Juni, Juli und August der Covax-Initiative für die weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen überließen, heißt es in einer am Montag von Unicef veröffentlichten Studie der britischen Firma Airfinity.

Dabei könnten die reichen Staaten noch immer ihre eigenen Impfprogramme wie geplant fortsetzen, betonte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Im Juni findet in Großbritannien ein G7-Gipfel statt. Bis dahin fehlen dem Covax-Programm laut Unicef 190 Millionen Dosen. Dies liegt unter anderem an der dramatischen Coronalage in Indien, das eigentlich einen Großteil der Covax-Dosen produzieren und exportieren sollte, sie nun aber für die eigene Bevölkerung braucht.

Türkei lockert Beschränkungen nach hartem Lockdown

04.10 Uhr: Die Türkei lockert nach einem knapp dreiwöchigen harten Lockdown die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Menschen dürfen das Haus ab Montag tagsüber wieder verlassen, abends gilt aber ab 21.00 Uhr Ortszeit eine Ausgangssperre.

Die türkische Regierung hatte Ende April angesichts hoher Corona-Infektionszahlen den 17 Tage langen Lockdown verhängt. Die Menschen durften nur aus triftigen Gründen wie etwa zum Einkaufen auf die Straße. Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf nötig sind, mussten schließen.

Ausgangsbeschränkungen gelten nun weiter am Wochenende, die Einwohner dürfen dann nur für dringende Besorgungen auf die Straße. Auch Cafés und Restaurants bleiben vorerst weiter geschlossen und dürfen nur Lieferservice anbieten. Einkaufszentren und Bekleidungsgeschäfte öffnen wieder. Zu eventuellen Schulöffnungen will sich das Bildungsministerium noch äußern. Die Regelungen gelten vorerst bis 1. Juni.

Schleswig-Holstein öffnet sich Touristen

Strandkörbe in Eckernförde (Archivbild)

Strandkörbe in Eckernförde (Archivbild)

Foto: Carsten Rehder/ dpa

03.00 Uhr: Wenige Tage vor Pfingsten öffnet sich Schleswig-Holstein am Montag unter Auflagen für Touristen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben in dem nördlichen Bundesland wieder hochgefahren. Lokale dürfen ihre Innenbereiche wieder öffnen, Ausflugsschiffe wieder Gäste an Bord nehmen. Die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, forderte die anderen Länder auf, sich das nördliche Bundesland zum Vorbild zu nehmen.

Bisher waren touristische Übernachtungen nur in vier Modellregionen von Schleswig-Holstein möglich. Das Bundesland weist bundesweit die niedrigste Corona-Ansteckungsrate auf. Am Sonntagabend gab das Gesundheitsministerium in Kiel die Sieben-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 35,1 an.

Für die Öffnungen müssen Touristen aber Hygieneauflagen erfüllen wie das Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen sowie negative Coronatests vor der Anreise und dann alle drei Tage. Beim Besuch von Lokalen ist ein negatives Testergebnis oder der Nachweis des Impfschutzes nötig.

jok/asc/mfu/fek/mjm/AFP/dpa/Reuters/aid
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