RKI zur Coronalage Sieben-Tage-Inzidenz überschreitet erstmals Wert von 1300

Auch an diesem Freitag meldet das Robert Koch-Institut Höchststände bei den Neuinfektionen und der Inzidenz. Zudem registrierten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 170 weitere Coronatote.
Intensivstation in Ludwigsburg

Intensivstation in Ludwigsburg

Foto: Sebastian Gollnow / picture alliance/dpa

Die Zahl der Coronaneuinfektionen und die Inzidenz haben weitere Höchststände erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden am Freitagmorgen mit 248.838 an. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom Vortag mit 236.120 übertroffen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag indessen am Freitag bei 1349,5, und damit deutlich über dem bisherigen Rekord von 1283,2 am Vortag.

Wie das RKI zudem mitteilte, wurden am Freitag 170 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter bundesweit noch 190.148 Neuinfektionen vermeldet. Die Inzidenz hatte vor einer Woche noch 1073,0 betragen. Der Indikator beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Seit Pandemiebeginn verzeichneten die Gesundheitsämter nach Angaben des RKI insgesamt 10.671.602 Infektionsfälle. Die Gesamtzahl der registrierten Coronatoten in Deutschland liegt nun bei 118.504. Die Zahl der von einer Coronaerkrankung genesenen Menschen in Deutschland beziffert das RKI auf rund 7.953.200.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung oder Lockerung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellsten RKI-Bericht lag die Hospitalisierungsinzidenz am Donnerstag bundesweit bei 5,00 und damit so hoch wie seit Weihnachten nicht mehr.

Deutlich gestiegene Positivquote bei den Tests

Im jüngsten Wochenbericht vom Donnerstag wies das RKI darauf hin, dass in der vergangenen Woche in Deutschland 41 Prozent der gemeldeten Coronatests positiv ausfielen. In der Vorwoche waren es noch 32 Prozent. Aufgrund des »massiven« Anstiegs des »Infektionsdrucks« gibt es schon länger Befürchtungen, dass die registrierten Infektionszahlen nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen abbilden.

Das RKI erklärte dazu: »Auch wenn nicht mehr jeder Einzelfall im Meldesystem erfasst wird«, sei durch ergänzende Indikatoren »eine zuverlässige Einschätzung der Gesamtentwicklung« möglich. Für die Lagebewertung in der aktuellen Situation der Pandemie stehe zudem »nicht die Erfassung aller Infektionen durch Sars-CoV-2, sondern die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund«.

Die Belastung der Intensivstationen zeige indessen »noch keinen durch die Omikron-Welle verursachten steigenden Trend.« Mit Datenstand vom 2. Februar wurden demnach 2307 Personen mit einer Covid-19-Diagnose auf einer Intensivstation behandelt. In der Vorwoche waren es noch 2363 Intensivpatienten.

jok/AFP
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