Maßnahme gegen Coronavirus Saarland und Bayern schließen alle Schulen und Kitas ab Montag

Erst das Saarland, jetzt auch Bayern: Beide Bundesländer stehen vor flächendeckenden Schulschließungen. Auch die Kitas sollen ab Montag geschlossen bleiben.
Schule in Saarbrücken (Symbolbild): Ab Montag findet kein Unterricht mehr statt

Schule in Saarbrücken (Symbolbild): Ab Montag findet kein Unterricht mehr statt

Foto: action press

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag bekannt gegeben. Wenig später zog ein weiteres Bundesland nach: In Bayern bleiben die Schulen ebenfalls ab Montag zu. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur und die "Süddeutsche Zeitung " aus Regierungskreisen erfuhren.

Im Saarland bleiben ebenfalls landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland, teilte die Staatskanzlei in der Nacht mit. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Am Freitag berät im Saarland die Ministerkonferenz über das weitere Vorgehen. Die Minister treffen sich in einer außerordentlichen Sitzung. Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

In Haut-Rhin im Risikogebiet Grand Est seien bis Donnerstag mit 359 infizierten Personen rund 61 Prozent der bestätigten Infektionen der Region aufgetreten, teilte die französische Botschaft in Deutschland mit.

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An der Grenze wird Fieber gemessen

Im Saarland hätten die Landesbehörden die Bundespolizei in diesem Zusammenhang gebeten, als Amtshilfe für die Landespolizei stichprobenartig Fieberkontrollen durchzuführen. Daher sei es derzeit durchaus möglich, "an der Grenze zwischen dem Saarland und Frankreich Bundespolizisten mit Fieberthermometern anzutreffen".

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Wenn jemand "eine mehr als erhöhte Temperatur und Grippe-ähnliche Symptome" habe, werde er an der Grenze gestoppt und das weitere Vorgehen mit den Gesundheitsämtern besprochen. Je nach konkretem Fall könnten die Betroffenen zum Beispiel in eine Klinik gebracht werden, um dort auf das neuartige Coronavirus getestet zu werden.

jok/sen/dpa/AFP
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