Norddeutschland Keine weiteren Hinweise auf die Vogelgrippe

Seit November werden in Deutschland immer wieder Fälle von Vogelgrippe gemeldet. Nach einem Ausbruch im Rostocker Zoo wurden dort vorsorglich alle betroffenen Tiere getötet. Umweltminister Backhaus gibt nun erste Entwarnung.
Pelikane im Zoo Rostock: Nach Vogelgrippe-Fällen blieb Anlage geschlossen

Pelikane im Zoo Rostock: Nach Vogelgrippe-Fällen blieb Anlage geschlossen

Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Rostock/Magdeburg/Stendal - In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zurzeit keine weiteren Hinweise auf die Vogelgrippe. Bei sieben am Wochenende im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft entdeckten Schwänen war nicht das hochinfektiöse Virus H5N8 für deren Tod verantwortlich, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Montag in Rostock.

Zunächst war in der zweiten Januarwoche im Rostocker Zoo ein Weißstorch an der Vogelgrippe gestorben. Insgesamt verlor der Zoo 60 Vögel, darunter alle Ibisse, Störche sowie alle Nacht- und Seidenreiher. Bei den Flamingos seien Antikörper gegen das Virus festgestellt worden, sie hätten die Infektion schadlos überstanden. Am 8. Januar war der Zoo geschlossen worden.

Wildvögel oder Futterhandel?

Alle Zoovögel wurden in den vergangenen Tagen getestet. "Es gibt keine weiteren positiven Befunde", sagte Backhaus. Der Test müsse in Kürze wiederholt werden, erst danach könne endgültig Entwarnung gegeben werden.

Der Zoo ist wieder geöffnet, wie Zoodirektor Udo Nagel sagte. Allerdings blieben das Vogel-Reptilien-Haus, die Singvogel-Voliere und die Stelzvogelanlage noch geschlossen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Kampf gegen die Geflügelpest

Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Der in Südkorea schon länger bekannte Erreger tauchte Anfang November auf einem Putenhof in Mecklenburg-Vorpommern auf, bis zum Ende des Jahres dann in Niedersachsen und mehreren Ländern Europas.

Unklar ist, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Zugvögel, die selbst offenbar nicht daran erkranken, könnten die Viren aus Korea via Russland nach Mitteleuropa gebracht und auf Nutztiere in Ställen übertragen haben. Erkrankungen von Menschen, die dem Subtyp H5N8 ausgesetzt waren, sind bisher nicht bekannt geworden.

nik/dpa
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