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Bericht der WHO Coronaimpfstoffe retteten in Europa mehr als eine Million Leben

Die Zahl der Covid-19-Toten wäre noch höher gewesen, hätte es keine Coronaimpfungen gegeben, berichtet die WHO. Vor allem in der Omikron-Welle waren sie demnach entscheidend.
Spritzen in einer Arztpraxis in Brandenburg (Bild von 2021): Besonders viele Todesfälle konnten während der Omikron-Welle verhindert werden

Spritzen in einer Arztpraxis in Brandenburg (Bild von 2021): Besonders viele Todesfälle konnten während der Omikron-Welle verhindert werden

Foto: Jens Kalaene / dpa

Coronaimpfstoffe haben einer wissenschaftlichen Einschätzung zufolge in Europa und Ländern der ehemaligen Sowjetunion seit Ende 2020 mehr als eine Million Leben gerettet. Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. Berechnet wurde diese Zahl auf Grundlage von Todeszahlen und verabreichten Impfdosen in 26 Ländern. Seitdem die Coronapandemie vor rund drei Jahren ausgebrochen ist, starben in Europa dem Bericht zufolge mehr als zwei Millionen Menschen nachweislich an Covid-19.

Die Wirksamkeit der Impfstoffe wurde je nach vorherrschender Coronavariante für die jeweiligen Wellen der Pandemie unterschiedlich gewichtet. Indirekte Auswirkungen der Impfungen seien nicht berücksichtigt worden. Die meisten Menschen (96 Prozent), die durch die Impfstoffe gerettet wurden, waren laut dem Bericht älter als 60 Jahre. Besonders viele Todesfälle konnten während der Omikron-Welle verhindert werden. Die Zahl der mithilfe von Impfungen geretteten Leben in dieser Phase wurde auf knapp 570.000 geschätzt.

Der zuständige Bereichsleiter der WHO für Europa, Richard Pebody, rief ungeimpfte Menschen dazu auf, sich schützen zu lassen. »Wir sehen durch unsere Forschung, welch große Zahl an Leben durch die Covid-19-Vakzine in ganz Europa in der Pandemie gerettet wurde«, sagte Pebody einer Mitteilung zufolge.

Die Region Europa der Weltgesundheitsorganisation umfasst 53 Länder, dazu gehören neben den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums auch Russland und mehrere Länder des Kaukasus und Zentralasiens.

ani/dpa