Wissenschaft 2011 Medikamente senken HIV-Ansteckungsrisiko

Es ist eine neue Hoffnung im Kampf gegen Aids: Je früher HIV-Infizierte Medikamente einnehmen, desto geringer ist die Gefahr, dass sie andere Menschen anstecken. Mediziner feiern die Erkenntnis als Durchbruch.

Vom HI-Virus infizierte Zellen: Studie nährt Hoffnung auf präventive Behandlung
Benjamin Chen/Science

Vom HI-Virus infizierte Zellen: Studie nährt Hoffnung auf präventive Behandlung


Gegen Aids gibt es bisher nur eine wirksame Waffe: antiretrovirale Medikamente. Nur sie können bei HIV-Infizierten den Beginn der Immunschwächekrankheit Aids hinauszögern und ihren Verlauf abbremsen. Andererseits können diese Mittel unter anderem Leber und Nieren schädigen. Die Frage ist deshalb: Wann beginnt man mit einer solchen Therapie?

Im Mai gab eine große Studie ein klare Antwort: so früh wie möglich. Sie zeigte, dass Infizierte, die frühzeitig HIV-Medikamente verabreicht bekamen, weit weniger ansteckend sind. Der Erfolg war so spektakulär, dass die Studie, die eigentlich bis 2015 laufen sollte, vorzeitig beendet wurde.

Experten hoffen nun, die Ausbreitung von HIV weiter verlangsamen zu können. Möglicherweise können so viele Leben gerettet werden: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO stecken sich jedes Jahr etwa 2,6 Millionen Menschen mit HIV an, 2009 starben 1,8 Millionen an den Folgen von Aids.

mbe



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