Zahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder an

Nach einem zuletzt deutlichen Rückgang hat das Robert Koch-Institut einen Anstieg bei der Coronainzidenz registriert. Zudem wurden von den Gesundheitsämtern 383 weitere Virustote gemeldet.
Arzt und Patient bei Corona-Schnelltest

Arzt und Patient bei Corona-Schnelltest

Foto: Ole Spata / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat binnen 24 Stunden 42.770 Coronaneuinfektionen gemeldet. Das sind 2157 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 44.927 Positivtests gemeldet wurden.

Allerdings stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 207,4 von 205,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Er war zuletzt nahezu kontinuierlich gesunken.

Die Gesundheitsämter meldeten zudem, dass 383 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 111.602. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 7,1 Millionen Coronatests positiv aus.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel weniger getestet wird und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet werden. Zuletzt hatte auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf die problematische Datenlage in Deutschland hingewiesen. Der SPD-Politiker erklärte, bis zum 7. Januar sollten die Lücken in der Erfassung geschlossen sein.

Im Fokus steht weiter die neue Virusvariante Omikron. Die bisher vorliegenden Daten zeigen eine Ballung von Fällen besonders in Norddeutschland.

Gemessen an der Zahl der Einwohner am stärksten von der Ausbreitung betroffen ist derzeit Hamburg. Insgesamt wurden hier bislang 1684 Omikron-Fälle registriert, 218 davon sind per Sequenzierung bestätigt, bei 1466 besteht der Verdacht auf die Variante. Auf 100.000 Einwohner entfallen in Hamburg somit 91 Omikron-Infektionen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 16.

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Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein als Hotspots

Im Stadtstaat Bremen und in Schleswig-Holstein tritt die neue Variante gemessen an der Zahl der Einwohner ebenfalls häufig auf. 32 beziehungsweise 28 Omikron-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden dem RKI am Mittwoch von hier gemeldet.

Hamburgs Sozialbehörde schrieb zu den aktuellen Werten auf Anfrage des SPIEGEL: »Die räumliche Nähe zu europäischen Nachbarländern, in denen die Omikron-Variante bereits einen wesentlichen Teil des Infektionsgeschehens ausmacht – darunter Dänemark, die Niederlande und Großbritannien – und die in Hamburg regelmäßig hohe Mobilität dürfte der stärkeren Verbreitung und dem Eintrag der Omikron-Variante in Hamburg Vorschub leisten.«

Eine weitere mögliche Erklärung für sehr unterschiedliche Zahlen zur Omikron-Ausbreitung aus den Bundesländern sind unterschiedliche Testkapazitäten und eine unterschiedliche Auslastung der Gesundheitsämter, die Fälle erfassen und dem RKI melden (ausführliche weitere Informationen finden Sie hier in der Analyse ).

jok/Reuters
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