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Mehr Qualm in der Dritten Welt

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aus DER SPIEGEL 5/1987

Einen steilen Anstieg des Zigarettenkonsums verzeichnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer jüngsten globalen Gesundheitsstatistik. Anders als in den industrialisierten Ländern, wo der Verbrauch von Zigaretten ungefähr entsprechend dem Bevölkerungszuwachs zu nahm, gingen die Zahlen in den Ländern der Dritten Welt überproportional in die Höhe. Den stärksten Anstieg registrierten die WHO Beamten in Afrika: Dort stieg der Zigarettenkonsum zwischen 1971 und 1981 um 41,5 Prozent, während die Bevölkerung um 23,4 Prozent zunahm. Der Mehrverbrauch in Lateinamerika betrug 31,4 Prozent (Bevölkerungszuwachs: 24,5 Prozent). Das Gesundheitsrisiko durch Rauchen sei zudem in der Dritten Welt besonders hoch, warnt die WHO: Die dort verkauften Zigaretten haben einen höheren Teer- und Nikotingehalt als die in Europa und USA gängigen Marken. Führend in der Bronchialkrebs-Sterblichkeit sind allerdings nach wie vor die viel qualmenden Schotten mit 71 Bronchialkrebs-Toten pro 100000 Einwohner im Jahr (Bundesrepublik: 42).

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