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Ausstellungen Meisterwerke aus Alt-China

aus DER SPIEGEL 2/1995

Die Druckkunst, die Nutzung von Magneten und das Schießpulver hätten »das Antlitz und den Zustand der Welt« verändert, schrieb Francis Bacon im Jahr 1620. Die Herkunft dieser Erfindungen nannte er »dunkel und glanzlos« - so sehr heimisch waren sie in der westlichen Welt schon geworden, der chinesische Ursprung war Bacon nicht mehr bewußt. Mit der Ausstellung »China in Mannheim - 5000 Jahre Erfindungen und Entdeckungen« will das Mannheimer Reiß-Museum zeigen, wieviel auch die moderne Welt den Ingenieuren und Handwerkern Alt-Chinas verdankt. Die ursprünglich in einem Hildesheimer Museum erarbeitete, nun mit einem neuen Konzept und zusätzlichen Leihgaben in Mannheim präsentierte Ausstellung zeigt das Spektrum chinesischen Kunsthandwerks vom 6. Jahrtausend vor Christus bis an die Schwelle dieses Jahrhunderts. Erstmals in Deutschland zu sehen sind mehr als 60 Leihgaben aus den berühmten Felsengräbern des Fürsten Liu Sheng und seiner Gemahlin Dou Wan aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert, darunter eines der kostbaren und seltenen »Totengewänder« aus Tausenden mit Goldfäden verknüpften Jadeplättchen, das der verstorbenen Prinzessin Unsterblichkeit verleihen sollte. Zur Ausstellung (vom 15. Januar bis 21. Mai) erscheint ein Katalog (circa 600 Seiten; 68 Mark).

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