Ackerfund Römischer Helm für 2,3 Millionen Pfund versteigert

Das Höchstgebot lag achtmal höher als der Schätzwert: Ein römischer Helm ist in London für umgerechnet 2,6 Millionen Euro versteigert worden. Ein junger Mann hatte die Antiquität auf einem Acker ausgegraben - und darf nun den Großteil des Erlöses behalten.

Auktion in London: 2,3 Millionen Pfund für 2000 Jahre alten Helm
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Auktion in London: 2,3 Millionen Pfund für 2000 Jahre alten Helm


London - Ein seltener römischer Kavalleriehelm ist am Donnerstag in London für rund 2,3 Millionen Pfund (2,6 Millionen Euro) versteigert worden. Die fast 2000 Jahre alte Antiquität war im Mai von einem jungen Mann gefunden worden, der mit einem Metalldetektor ein Feld in Nordengland absuchte.

Da der Helm nicht unter das britische Schatzgesetz fällt, darf der Finder den größten Teil des Geldes behalten. Ansonsten hätte das Britische Museum ein Zugriffsrecht gehabt. Das Höchstgebot überraschte die Experten des Auktionshauses Christie's, es lag acht Mal höher als angenommen.

Der ungewöhnliche Bronzehelm ist einer von dreien, die bisher in Großbritannien gefunden wurden. Die anderen beiden Stücke sind in Museen in London und Edinburgh ausgestellt. Der Helm mit Gesichtsmaske gilt als außergewöhnliches Beispiel für die Metallkunst der Römer. Er war nicht für den Einsatz im Kampf gedacht, sondern wurde wahrscheinlich bei Paraden der Kavallerie getragen.

jok/dapd



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