Aids Neue Form des tödlichen Virus entdeckt

Koreanische Forscher vermuten, auf eine bislang weitgehend unbekannte Form des HI-Virus gestoßen zu sein. Möglicherweise ist die Mutation bereits weit verbreitet.


Mutiert: Modell des HI-Virus
DPA

Mutiert: Modell des HI-Virus

Der Fund schürt neue Befürchtungen, dass sich die aktuellen Behandlungsformen und die derzeit in Versuchsstadien befindlichen Impfstoffe schon bald als wirkungslos erweisen könnten. Das HI-Virus, das die tödliche Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann, gehört zu einer Gruppe von Erregern, die besonders schnell mutieren können.

Wie "BBC News Online" berichtet, wurde die neue Virusvariante erstmals 1998 bei einem in Zypern gestorbenen Aidspatienten entdeckt. Aktuelle Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Seoul National University deuteten jedoch darauf hin, dass das mutierte Virus auch in Südkorea zu finden ist. Die HIV-Variante weist anscheinend eine grundlegend andere Genstruktur auf als die bislang bekannten Viren.

Nach Auskunft der koreanischen Forscher hat die Trägerin des Virus als Prostituierte in der Hafenstadt Pusan gearbeitet. Folglich könnte eine größere Zahl Männer bereits mit der mutierten Version infiziert sein.

Bislang sind zwei Formen des potenziell tödlichen Virus bekannt, die von Experten als HIV-1 und HIV-2 bezeichnet werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die koreanische Variante ein Untertyp von HIV-1 ist.



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