Alan MacDiarmid Hauptgewinn im Wissenschafts-Roulette

Nicht nur Deutschland hat offenbar damit zu kämpfen, dass die besten Wissenschaftler in die USA abwandern: Mit Alan MacDiarmid können die Neuseeländer einem in Amerika lebenden Landsmann zum Nobelpreis gratulieren.


Alan MacDiarmid
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Alan MacDiarmid

Für Alan MacDiarmid, 73, ist der Nobelpreis die Erfüllung eines lang erträumten "Jackpots". Der gebürtige Neuseeländer verglich die Hoffnung eines jeden Forschers, einmal den begehrtesten Wissenschaftspreis der Welt entgegennehmen zu können mit den Erwartungen eines Spielers: "Der weiß genau, wie gering seine Chancen auf einen Millionengewinn sind, und kehrt trotzdem im Glauben, einmal den großen Preis einzustecken, immer wieder ins Casino zurück", sagte der US-Chemiker am Dienstag in Drexel Hill in der Nähe von Philadelphia.

MacDiarmid arbeitet als Professor für Chemie an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia. Zusammen mit seinen Mit-Preisträgern Alan Heeger und Hideki Shirakawa entdeckte und entwickelte MacDiarmid elektrisch leitende Kunststoffe. Diese werden heute unter anderem bei Computerbildschirmen sowie in Solarzellen verwendet.

MacDiarmid wurde am 14. April 1927 in Masterton in Neuseeland geboren. 1953 kam er in die USA, 1964 wurde er Professor für Chemie in Philadelphia. MacDiarmid ist verheiratet und hat vier Kinder.



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