Theorie 4 Freimaurer-Symbolik

Im Jahr 1514 schuf Albrecht Dürer seinen berühmten Kupferstich "Melencolia I". Die mathematische Symbolik darin, vor allem das rätselhafte Polyeder, beschäftigt Forscher bis heute. Fünf Erklärungsversuche für das Mysterium.

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Von Günter M. Ziegler


Ernst Theodor Mayer, ein pensionierter Psychiater aus München, hat darauf hingewiesen, dass die beiden Dreiecke des Polyeders nach unten projiziert einen Davidsstern ergeben. Die Ecken des Polyeders seitlich projiziert wiederum passen genau in das 4x4-Gitter des magischen Quadrats. Löst das Dürers Rätsel?

Magisches Quadrat: Dürer als Freimaurer?
Dr. Ernst Theodor Mayer

Magisches Quadrat: Dürer als Freimaurer?

Mayers Beobachtungen sind auf einer Freimaurer-Webseite publiziert - offenbar feiern die Freimaurer Albrecht Dürer als einen der Ihren. Da sind ja tatsächlich Steinmetz-Werkzeuge im Bild, oder? Nun, das Polyeder wirkt, als sei es aus Stein, und da ist auch das steinerne Wagenrad, aber Hobel und Nägel gehören doch eher in eine Schreinerwerkstatt.

Andererseits gibt es zur Melencolia auch eine 500-jährige Tradition der Überinterpretationen. Man findet sehr leicht 500 interessante Linien, Kreise, Ellipsen, Schnittpunkte, Muster und Strukturen in dem kleinen Kupferstich, und dann schließen sich unzählige Interpretationsmöglichkeiten an, keine besser als die andere. Ist Mayer auf so etwas hereingefallen?

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