Alternative Energie Größter Windpark Europas am Netz

Im brandenburgischen Klettwitz speisen künftig 38 Windräder jährlich bis zu 110 Millionen Kilowattstunden Strom ins öffentliche Energienetz. Damit ist der Windpark in der Lausitz der leistungsstärkste seiner Art in Europa.

Klettwitz - Die produzierte Strommenge würde für eine Stadt von der Größe Cottbus, also für 30.000 Haushalte, ausreichen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin bezeichnete bei der Eröffnung und zwei Tage nach dem Einstieg in den Ausstieg aus der Atomenergie den Klettwitzer Windpark als weiteren Baustein für die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende. Rot-Grün will den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf mindestens zehn Prozent verdoppeln. "Mein Ziel ist es, danach pro Dekade zehn Prozent zuzulegen, das heißt ein Anteil von 20 Prozent im Jahr 2020 und mindestens 50 Prozent 2050", sagte Trittin.

Der Staatssekretär im Umweltministerium, Friedhelm Schmitz-Jersch, sagte, Ökostrom habe in Brandenburg bereits einen Anteil von rund 40 Prozent. Davon kämen rund vier Prozent aus Windkraft. Die Anlage in Klettwitz, die ohne Fördermittel des Landes gebaut wurde, sei ein weiterer Beitrag des Landes zum Klimaschutz durch Verminderung der Kohlendioxid-Emissionen.

Betreiberin der 160 Millionen Mark teuren Anlage ist die GHF-Gruppe aus dem ostfriesischen Leer. Die 156 Tonnen schweren und bis zur Rotorspitze 111 Meter hohen Anlagen waren seit Juni vergangenen Jahres auf einer Abraumhalde des ehemaligen Braunkohlentagebaus errichtet worden. Nach Angaben des Geschäftsführers der Windpark und Verwaltungs GmbH, Helmer Stecker, eignet sich die dünn besiedelte Lausitz mit den "wüsten und unfruchtbaren" Hochkippen des Tagebaus ideal für Windparks.

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