Alternative Nobelpreise Ehrung für Umwelt- und Klimaschützer

Die alternativen Nobelpreise stehen in diesem Jahr im Zeichen des Umwelt- und Klimaschutzes: Insgesamt vier Preisträger haben die Auszeichnung erhalten - für beispielhafte Antworten auf die dringendsten Herausforderungen unserer Zeit.


Stockholm - Die diesjährigen Preisträger der alternativen Nobelpreise stehen fest. Die mit insgesamt zwei Millionen Schwedischen Kronen (umgerechnet etwa 220.000 Euro) dotierten Auszeichnungen gehen an drei Personen und eine Firma, teilte die Stiftung Right Livelihood Award am heutigen Dienstag mit.

Der Kampf für eine intakte Natur und gegen den Klimawandel spielte in diesem Jahr bei der Auswahl der Preisträger eine besondere Rolle. Das bangladeschische Unternehmen Grameen Shakti wird bei der offiziellen Preisvergabe am 7. Dezember im schwedischen Parlament ausgezeichnet, weil es Solaranlagen in Tausenden Dörfern des armen asiatischen Landes installierte.

Die Kanadier Percy und Louise Schmeiser erhalten die Auszeichnung, weil sie auf die Gefahren aufmerksam machten, die von Firmen ausgeht, die Saatgut gentechnisch manipulieren. Die Jury würdigte die Schmeisers "für ihren Mut bei der Verteidigung der Artenvielfalt und der Rechte der Bauern".

Weitere Preisträger sind der srilankische Richter am Internationalen Gerichtshof, Christopher Weeramantry, und die kenianische Konfliktforscherin Dekha Ibrahim Abdi.

Der alternative Nobelpreis wird von der gemeinnützigen schwedischen Stiftung Right Livelihood Award vergeben, die bisher 123 Preisträger aus 56 Ländern ausgezeichnet hat. Die Preise wurden 1980 von Jakob von Uexküll erstmals ausgelobt, um "jene zu ehren und zu unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten" auf die "dringendsten Herausforderungen unserer Zeit" anbieten.

hda/AFP/ddp

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