Atlantis Landung mit Tücken

Schlechtes Wetter verhinderte zwei Tage lang die Rückkehr der US-Raumfähre Atlantis. Nach einigen Ehrenrunden im All konnte sie nun doch landen - allerdings nicht in Cape Canaveral.




Atlantis-Landung in Kalifornien: "Willkommen zurück"
NASA

Atlantis-Landung in Kalifornien: "Willkommen zurück"

Edwards - Diesmal lies das "Willkommen zurück" des Nasa-Kontrollzentrums länger auf sich warten. Erst nach wiederholten Verzögerungen wegen schlechten Wetters konnte Atlantis am Dienstag kurz nach 21.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit zur Erde zurückkehren.

Allerdings zwang anhaltender starker Wind auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida die fünfköpfige Crew zur Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien. Ursprünglich hatte das Shuttle bereits am Sonntag nach elftägiger Mission zurückkehren sollen, aber die Wetterprobleme bescherten der Besatzung zwei zusätzliche Reisetage. Nach Angaben der Nasa hatte die Fähre noch genügend Treibstoff an Bord, um den Flug bis Mittwoch oder zur Not auch bis Donnerstag ausdehnen zu können.

Die Raumfähre hatte das 1,4 Milliarden Dollar teure Forschungslabor "Destiny" zur Internationalen Raumstation ISS transportiert. Die Shuttle-Astronauten verbrachten bei drei Weltraumausstiegen insgesamt knapp 20 Stunden außerhalb der Atlantis. Sie befestigten das Forschungsmodul an der Außenwand der ISS und kontrollierten die Kabelverbindungen. Vor einer Woche schrieben die Astronauten mit dem 100. Außeneinsatz seit 1965 ein Kapitel Raumfahrtgeschichte.

Kurz vor dem Abdocken am Freitag wurden außerdem zahlreiche Ausrüstungsgegenstände von der Atlantis in die Raumstation umgeladen. Insgesamt hatte die Fähre knapp 1400 Kilogramm Vorräte und neue Geräte für die Station mitgebracht.

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