Bilderbuchstart Endeavour ist auf dem Weg

Mit dem größten und teuersten Sonnensegel der Welt an Bord ist die Raumfähre Endeavour zur internationalen Raumstation gestartet. Insgesamt bringt die amerikanisch-kanadische Crew 15 Tonnen Proviant zur ISS.




Cape Canaveral - Das Shuttle mit fünf Astronauten hob mit einem Bilderbuchstart pünktlich vom US-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral ab, obwohl sich das Auftanken mehrere Stunden vor dem Abheben wegen fehlerhafter Bolzen um zwei Stunden verzögert hatte.

Nächtlicher Feuerschweif: Die Endeavour startet zur Internationalen Raumstation
AP

Nächtlicher Feuerschweif: Die Endeavour startet zur Internationalen Raumstation

Wichtigstes Mitbringsel der amerikanisch-kanadischen Crew für die dreiköpfige Langzeitbesatzung der ISS, die Anfang November in ihr 60 Milliarden Dollar teures Domizil eingezogen war, sind 600 Millionen Dollar teure Sonnensegel. Es sind die teuersten und mächtigsten Geräte, die jemals für ein Raumfahrtprojekt gefertigt wurden. Sie haben eine größere Spannweite als die Flügel eines Jumbo-Jets und sollen die Energieversorgung der Raumstation verbessern.

Innerhalb von gut zehn Tagen soll das Team seine Mission erfüllen. Drei Spaziergänge im All sind geplant, um die Segel an ein bereits installiertes Gerüst außerhalb der ISS zu montieren und zu entfalten. Das Andockmanöver der Endeavour an die Raumstation ist für Samstagabend europäischer Zeit vorgesehen. Läuft alles planmäßig, soll die Crew am 11. Dezember wieder auf der Erde landen.

Für die erste Langzeitbesatzung der ISS ist es der erste Besuch von der Erde. Der amerikanische Kommandant Bill Shepherd und seine beiden russischen Kollegen Sergej Krikaljow sowie Juri Gidsenko waren Anfang November in ihr 60 Milliarden Dollar teures Domizil im All eingezogen. Vier Monate lang soll das Team auf der ISS-Baustelle in 350 Kilometern Höhe arbeiten, ehe es von einer neuen Mannschaft abgelöst wird. Die ISS ist ein Gemeinschaftsprojekt von 16 Nationen, darunter auch Deutschland.



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