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Breakthrough-Preis: Promis unter Forschern

Foto: NORBERT J VONDERGROEBEN/ REUTERS

Forscherpreis Breakthrough 22 Millionen Dollar und ganz viel Glamour

Eine Party à la Hollywood: Beim Breakthrough-Preis erhält jeder Sieger mehrere Millionen Dollar und posiert mit Filmstars auf dem roten Teppich. Wird die pompöse Wissenschaft-Sause zur Konkurrenz für den Nobelpreis?

Mit Forschung Geld zu verdienen, ist nicht immer leicht. Aber zumindest beim Breakthrough-Preis lohnt sich gute Wissenschaft. In der Nacht auf Montag wurden bei der Verleihung im Nasa Ames Research Center in Mountain View, Kalifornien, knapp 22 Millionen US-Dollar (etwa 20,4 Millionen Euro) Preisgeld für herausragende Forschung verteilt. Die sieben Hauptkategorien sind mit jeweils drei Millionen US-Dollar (etwa 2,8 Millionen Euro) dotiert.

Die Verleihung wurde im Stil einer großen Hollywood-Gala inszeniert - moderiert von Seth MacFarlane, Schauspieler und Schöpfer der US-Zeichentrick-Serien "Family Guy". Zu den prominenten Gästen gehörten die Schauspieler Russell Crowe und Hilary Swank. Zudem trat der Musiker Pharrell Williams auf.

Der Preis wurde erstmals 2013 verliehen. Wer die Auszeichnung erhält, wird jedes Jahr von einer Jury bestehend aus vorherigen Preisträgern entschieden.

Hier einige Sieger:

  • Genetik: Karl Deisseroth von der Stanford Universität und Edward Boyden (Massachusetts Institute of Technology) für die Weiterentwicklung der Optogenetik. Diese Technik macht es möglich, Nervenzellen mithilfe von Licht an- oder auszuschalten. So lassen sich Vorgänge im Gehirn auf Zellebene untersuchen.
  • Medizin: John Hardy vom University College in London für seine Forschung an der Alzheimer-Krankheit. Er konnte beobachten, dass das Amyloid-Precursor-Protein (APP) eine wichtige Rolle bei der Entstehung der degenerativen Hirnerkrankung spielt.
  • Cholesterin-Forschung: Helen Hobbs vom University of Texas Southwestern Medical Center für die Entdeckung einer Genmutation, die vor Herzinfarkt schützen kann. Ihre Entdeckung hat zu besseren Cholesterinsenkern geführt.
  • Paläogenetik: Ein Teil des Breakthrough-Preises geht auch an Svante Pääbo, Direktor des Max Planck Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Dank seiner Forschung ist es heute möglich, aus alten archäologischen Funden DNA-Proben zu generieren und zu analysieren.
  • Breakthrough-Preis für Mathematik: Der US-Amerikaner Ian Agol von der University of California, Berkeley, für seine sogenannte Topologie von dreidimensionalen Mannigfaltigkeiten - einer Theorie zur Raumkrümmung.
  • Breakthrough-Preis Fundamental Physics: Die Auszeichnung geht gleich an eine ganze Gruppe von Wissenschaftlern, die für die Erforschung der rätselhaften Neutrinos ausgezeichnet wurden, darunter auch die diesjährigen Nobelpreisgewinner Takaaki Kajita aus Japan und Arthur McDonald aus Kanada.
  • Zudem wurde der High-School-Schüler Ryan Chester mit einem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Er erhielt gut 400.000 Dollar (gut 370.000 Euro) für sein Video zur speziellen Relativitätstheorie.

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Ob der Breakthrough-Preis langfristig dem weitaus renommierteren Nobelpreis Konkurrenz machen kann, dürfte sich erst in einigen Jahren zeigen. Finanziell gesehen ist er der schwedischen Auszeichnung aber weit voraus. Nobelpreisgewinner erhalten weitaus weniger Geld: Bis 2012 gab es für die Sieger zehn Millionen Kronen (1,12 Millionen Euro) - ab 2012 wurde das Preisgeld auf acht Millionen Kronen (gut 850.000 Euro) gesenkt.

Die hohen Breakthrough-Preisgelder sind vor allem durch die Finanzierung aus der IT-Branche möglich. Neben einigen weniger bekannten Unternehmen gehören Google-Chef Sergey Brin und Mark Zuckerberg von Facebook zu den Stiftern. Auch der russische Unternehmer Juri Milner, der 2012 bereits den Breakthrough Prize in Fundamental Physics ins Leben gerufen hatte, ist einer der Geldgeber.

joe
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