Dieses Wochenende Sternschnuppenregen über Deutschland

Vom 9. bis zum 13. August rast die Erde wieder durch die kosmische Dreckspur des Kometen Swift-Tuttle. Die kleinen Staubkörner, die dabei in die Erdatmosphäre gelangen, verglühen und sind als Sternschnuppen sichtbar.


Hamburg - Es gibt zwei derartige Sternschnuppenregen, die jedes Jahr wiederkommen: Die Perseiden im August und die zurzeit etwas kräftigeren Leoniden im November. Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt. Die Leoniden haben ihren Namen vom Sternbild Löwe.

Sternschnuppen: beste Sicht auf dem Land
DPA

Sternschnuppen: beste Sicht auf dem Land

Der Höhepunkt der Perseiden genannten Erscheinung soll in der Nacht von Samstag auf Sonntag erreicht werden, wenn die Astronomen der Hamburger Sternwarte 60 Sternschnuppen pro Stunde erwarten. Der Sternenregen wird aber davon getrübt, dass schon am 15. August Vollmond ist und dessen helles Licht die Wahrnehmung der Sternschnuppen erschwert. Wer die Perseiden beobachten will, tut das am besten zwischen 22.00 Uhr und 04.00 Uhr, wenn die Nacht am dunkelsten ist. In großen Städten ist die Sicht in Parks und anderswo abseits von Straßenlaternen am besten.

Die Sternschnuppen sind millimeter- oder zentimetergroße Eis- und Felsbrocken, die mit einer Geschwindigkeit von 72 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eintreten. Was man sieht, ist die leuchtende Luftspur, die entsteht, wenn der Meteorit in der sehr dünnen Atmosphäre etwa 100 Kilometer über der Erde verglüht. Der Komet Swift-Tuttle, der zuletzt zum Jahreswechsel 1992/1993 zu sehen war, hat sie auf seiner Bahn zurückgelassen. Die Perseiden sind den Menschen seit Jahrtausenden bekannt. Aus China liegen aus dem Jahr 36 vor Christus Berichte über sie vor.



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