Ebola Erster Todesfall im Süden Ugandas

In Uganda ist ein Soldat an Ebola gestorben - weit außerhalb der Quarantänezone. Die Regierungsbehörden hielten die Meldung über den Todesfall fast eine Woche zurück.


Kampala - Der Soldat sei am vergangenen Freitag in der Universitätsklinik von Mbararar im Süden des Landes gestorben, bestätigte Sam Okware vom ugandischen Gesundheitsministerium. Die Ebola-Erkrankungen waren dagegen in der Umgebung von Gulu, rund 420 Kilometer entfernt im Norden Ugandas, ausgebrochen. Dort erlagen bislang 80 Menschen den Folgen des Fiebers.

Der Soldat sei vor dem Auftreten von Ebola von Gulu nach Mbararar verlegt worden, so Okware. Später habe der Mann über Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall geklagt. Fünf Tage später war er tot.

Die Ärzte hätten schon bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus den Verdacht gehabt, dass der Patient mit dem Ebola-Virus infiziert sei. Seine Blutproben seien nach Gulu geschickt und im dortigen Labor des US-Centers for Disease Controll untersucht worden. Das Ergebnis habe eindeutig den Verdacht bestätigt.

Die ungandischen Behörden haben nun die Weltgesundheitsorganisation der Uno und mehrere Hilfsorganisation gebeten, medizinisches Personal nach Mbararar zu schicken. Man müsse dafür sorgen, dass sich der Erreger nicht weiter ausbreite, sagte Okware.



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