Epidemie Ebola-Tote im Kongo

Im Kongo ist wieder das Ebola-Fieber ausgebrochen. Laut Weltgesundheitsorganisation wurden bereits drei Fälle der höchstansteckenden Krankheit bestätigt. Dutzende Menschen stehen unter Verdacht, sich infiziert zu haben.


Genf - Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf mitteilte, gibt es 36 Verdachtsfälle, zwölf davon bei inzwischen gestorbenen Menschen. Weitere 184 Personen, die sich möglicherweise infiziert haben, werden beobachtet.

Ebola-Virus: Meist tödlich
Corbis

Ebola-Virus: Meist tödlich

Das in Zentralafrika vorkommende Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Nach einer Inkubationszeit von zwei Tagen bis drei Wochen führt die Krankheit spätestens innerhalb von zwei Tagen zum Tod. Zu den Symptomen des Ebola-Fiebers gehören hohe Temperatur, Magen-Darm-Leiden, Geschwüre an Gaumen und Zahnfleisch, Hautausschlag, Bewusstseinstrübungen, Zittern und starke innere Blutungen. Ebola wird durch den Ebo-Virus verursacht. Die Krankheit wird bei direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst schwere innere Blutungen aus.

Zum ersten Mal brach die Krankheit 1976 im Sudan und im Norden des ehemaligen Zaire aus. Fast alle Menschen, die mit Erkrankten in Berührung kamen, infizierten sich und starben. Seitdem trat die Krankheit in mehreren afrikanischen Ländern auf, wie zum Beispiel in Uganda, Gabun und der Elfenbeinküste, zuletzt im Juni 2005 im Kongo. Laut Angaben der WHO starben bis 2005 an der Krankheit 1301 Menschen.

dab/dpa/AP



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