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15. Juli 2013, 09:27 Uhr

Greenpeace-Protest

Aktivisten entern französisches Atomkraftwerk

Sie kamen um 5 Uhr morgens und kletterten auf die Anlage: Aktivisten der Organisation Greenpeace entrollten auf dem südfranzösischen AKW Tricastin Transparente. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen Präsident Hollande.

Hamburg - Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind in die südfranzösische Nuklearanlage Tricastin eingedrungen. Nach Angaben der Organisation kletterten die Demonstranten auf die Bauten und entrollten dort am Montagmorgen ein Banner mit der Botschaft "Atomunfall in Tricastin - Ist François Hollande der Präsident der Katastrophe?". Zudem wurden mit einem Lichtprojektor ein riesiger Riss und weitere Botschaften auf das Gebäude von Reaktor 1 projiziert.

Fünf Aktivisten wurden festgenommen, wie das französische Innenministerium sowie der Betreiber EDF mitteilten. Dem Innenministerium in Paris zufolge gelang es ihnen aber nicht, in die "sensiblen Bereiche" des Kraftwerks vorzudringen, ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin von EDF.

Den Angaben zufolge handelte es sich um rund 20 Aktivisten. Wie Greenpeace-Sprecherin Isabelle Philippe sagte, drangen die Aktivisten gegen 5 Uhr am Montagmorgen auf das Gelände der Anlage im Departement Drôme im Südosten Frankreichs vor.

Die Polizei bestätigte, dass sich Protestierende bei der Anlage befanden, machte aber zunächst keine Angaben zu Details. In den vergangenen Jahren hatten Greenpeace-Aktivisten immer wieder auf dem Gelände von Nuklearanlagen gegen die Gefahren der Atomindustrie demonstriert und auf Sicherheitsprobleme in den Kraftwerken aufmerksam gemacht.

boj/AFP/dpa

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