Fünf Weihnachtsmythen Der tüchtige Weihnachtsmann

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Wer bringt die Geschenke? Weltweit gibt es für viele Menschen keinen Zweifel: der Weihnachtsmann. Er wohnt im hohen Norden und kommt an Heiligabend auf einem Schlitten angebraust, der von Rentieren gezogen wird. Er verteilt die Geschenke.

Natürlich kann es nur einen Weihnachtsmann geben. Es heißt ja: Morgen kommt der Weihnachtsmann. Und nicht etwa: Morgen kommt ein Weihnachtsmann. Wie plausibel es ist, dass genau ein alter Mann mit Rauschebart und rotem Mantel die Kinder der Welt beschenkt, hat schon vor Jahren der US-Amerikaner Rod Morgan ausgerechnet.

Seine Kalkulation geht so: Unter den geschätzt zwei Milliarden Personen unter 18 Jahren weltweit gibt es viele Muslime, Juden, Hindus und Buddhisten, denen der Weihnachtsmann keinen Besuch abstattet. Geht man davon aus, dass er nur 15 Prozent der zwei Milliarden Kinder beschenkt, kommen immerhin noch 300 Millionen Kinder zusammen. Diese wohnen in etwa 90 Millionen Haushalten (bei rund 3,5 Kindern pro Haushalt).

Wenn jedes Kind ein Kilogramm Geschenke bekommt, muss der Schlitten mit 300.000 Tonnen beladen werden. Laut Morgans Berechnungen wären mehr als 200.000 Rentiere nötig, um diesen Koloss bewegen zu können.

Berücksichtigt man die unterschiedlichen Zeitzonen, stehen dem Weihnachtsmann 31 Stunden zur Verfügung, um die Geschenke zu verteilen. Um alle Kinder zu erreichen, müsste er etwa 700 Familien pro Sekunde besuchen. Das Gefährt müsste dabei mit 3000-facher Schallgeschwindigkeit durch die Luft rauschen.

Der auftretende Luftwiderstand würde die Rentiere erhitzen, warnt Morgan, bis sie in Flammen aufgehen: "Das ganze Rentierteam wird in 4,26 Tausendstelsekunden vaporisiert" - inklusive des Weihnachtsmanns.



insgesamt 8 Beiträge
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Max Murks 24.12.2014
1. Der hat keine Ahnung!
"Der auftretende Luftwiderstand erhitze die Rentiere, warnt Morgan, bis sie in Flammen aufgingen: "Das ganze Rentierteam wird in 4,26 tausendstel Sekunden vaporisiert" - inklusive des Weihnachtsmanns." Die Rentiere vom Weihnachtsmann sind feuerfest und der Bart vom Weihnachtsmann ist aus Asbest. Kopfschüttel - schlecht recherchiert! Aber das ist man ja inzwischen von spon gewohnt.
7eggert 24.12.2014
2.
Nach der Quantentheorie und der Heisenberg'schen Unschärferelation kann das Produkt aus Ort und Impuls nicht unterhalb einer Unschärfegrenze bestimmt werden. Der Weihnschtsmann muß also nur alle Geschenke exakt gleichschnell abliefern, dann kann er gleichzeitig in jedem Haus des Universums sein*. Würde aber ein Kind den Weihnachtsmann sehen, so wäre plötzlich der Ort bestimmt, und das Ausliefern der Geschenke verzögert sich entsprechend. Wenn das zu häufig vorkommt, so käme der Weihnachtsmann nicht hinterher. Für diesen seltenen Notfall hat er aber die Geschenke meist schon deponiert und Vati hilft dann aus. * (Wobei es keine universelle Zeit gibt, nur lokale, und jede lokale Zeit eines Beobachters ist valide. Deswegen sehen wir auch nicht die Sonne vor 8 Minuten, sondern eine acht Minuten jüngere Sonne, wie sie aus unserer Sicht jetzt ist, und auch jeder sichtbare Stern ist jetzt - unser jetzt - noch am Leuchten, jeder in einem vielleicht Jahre, vielleicht Jahrmilliarden jüngerem, lokalen Teil des Universums.).
Parole 2 25.12.2014
3. Merry Christmas
Rauf und runter und den ganzen Tag der Weihnachtskitsch . Es geht um Jesus Christus und seine Botschaft . "Ich bin die Wahrheit und das Leben und wer an mich glaubt wird Leben in Ewigkeit " - Amen
MoorGraf 25.12.2014
4. öhmm...
also es gibt einen Haufen spannender Mythen, deren Hintergrund lesenswerter wäre als diese Beispiele. Das ist ein Stück weit Geschmackssache, aber weder die rote Nase noch die 3.000-fache Schallgeschwindigkeit wäre was, was ich anderen Leuten bei einem Glas Wein erzählen würde. Seit wann (und warum?) gibt´s einen Tannenbaum? Das fänd ich spannender, immerhin gab´s in Palästina wohl keinen... oder die "drei" heiligen Könige (in der Bibel steht weder was von drei noch tauchen da die Namen Melchior, Balthasar und Caspar auf) Immerhin: Hintergrund zu Christkind und zur weißen Weihnacht fand ich lesenswert
Biancchen 25.12.2014
5. Danke für den tollen Artikel!
Ich habe ehrlich gesagt nur "Weiße Weihnacht" und "Der fleißige Weihnachtsmann" gelesen, weil mich der Rest nicht so interessiert. Ersteres war sehr interessant und zweiteres sehr witzig. :-D
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