Funkkontakt abgerissen Raumstation "Mir" außer Kontrolle

Die Raumstation "Mir" macht wieder einmal Ärger. Jetzt hat Moskau den Funkkontakt zur Raumstation verloren. Offenbar besteht dadurch die Gefahr eines unkontrollierten Absturzes.


Verlassen im All: die Raumstation Mir
DPA

Verlassen im All: die Raumstation Mir

Moskau - Wie das Moskauer Kontrollzentrum am Dienstag mitteilte, brach am Montagnachmittag der Funkkontakt zu dem tonnenschweren unbemannten Orbitalkomplex ab. Bis dahin habe alles normal funktioniert.

Dies ist die jüngste Panne in einer ganzen Serie der altersschwachen Raumstation. Die russische Regierung wollte die fast 15 Jahre alte Mir Anfang kommenden Jahres kontrolliert abstürzen lassen, da ihre Flugsicherheit nicht mehr länger gewährleistet sei.

Sprecherin Irina Maschilina sagte, die Situation werde noch nicht als gravierend betrachtet. Es werde weiter versucht, Kontakt zu der unbemannten Station herzustellen. Sollte dies nicht gelingen, werde möglicherweise eine Notcrew zur Mir geschickt, berichtete Interfax.

Seit der Beinahe-Katastrophe von 1997, als ein Raumtransporter mit der "Mir" kollidierte, gab es eine Reihe von Computerpannen. In diesem Jahr arbeitete eine dreiköpfige Besatzung 73 Tage fast ohne Zwischenfall in der Station, die am 19. Februar 1986 ins All gestartet war.

Nach Angaben des Kontrollzentrums wird mehrmals täglich routinemäßig Funkkontakt zur "Mir" hergestellt. Der kontrollierte Absturz ist für Ende Februar in einer entlegenen Pazifikregion vorgesehen.



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