Podcast Cover
__proto_kicker__
__proto_headline__

»Klimabericht«-Podcast Wie uns ein wärmerer Planet krank macht

Hitzetote, Pollen, neue Krankheiten: Der Klimawandel wirkt sich auch ganz unmittelbar auf die Gesundheit aus. Was kommt auf uns zu und wie kann man gegensteuern?

Wird über die Auswirkungen des Klimawandels gesprochen, geht es meist um große Brände, Dürren und Hochwasser. Kaum Thema öffentlicher Debatten sind Hitzetote, stärkere Belastung durch Pollen, Asthma und die Verbreitung tropischer Krankheiten wie Denguefieber in unseren Breiten. Dass die Erwärmung der Welt auch mit einer Beeinträchtigung der ganz individuellen Gesundheit einhergehen kann, wird noch immer kaum diskutiert.

Dabei können insbesondere die nun häufiger auftretenden Hitzewellen schnell verheerenden Schaden anrichten. So sind etwa der schweren Hitzewelle im Sommer 2003 rund 70.000 Todesopfer in mehreren europäischen Ländern zuzuordnen. Bei Temperaturen von in der Spitze 47 Grad wurde insbesondere Frankreich schwer getroffen, allein in Paris brachen an einem Tag 40 Menschen leblos zusammen, die Kliniken waren heillos überlaufen.

Klimakrise

Lesen Sie mehr über die neuesten Entwicklungen, Hintergründe und spannenden Lösungsansätze in unserem Themenspezial.

Alle Artikel

Experten schätzen, dass Hitzewellen auch in Deutschland wahrscheinlich das stärkste klimabedingte Gesundheitsrisiko darstellen. Mit steigenden Temperaturen kommen zudem Krankheiten zu uns, die bisher nur aus fernen Ländern bekannt waren. Das gelte vor allem für Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, sagt Tomas Jelinek, der medizinische Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin im »Klimabericht«-Podcast.

»Das ist sicherlich ein Thema unmittelbar in der nächsten Zeit, weil natürlich Mücken, die ursprünglich mehr in den Tropen und Subtropen verbreitet waren, von veränderten Temperaturen profitieren«, sagt Jelinek. »Denguefieber hat wirklich fast explosionsartig zugenommen in den Tropen, insbesondere Lateinamerika, Philippinen und Südostasien sind in den letzten Jahren sehr stark betroffen. Und wir hatten auch bereits Übertragungen in Europa, weil die Mücken nach Europa eingewandert sind.«

Podcast Klimabericht abonnieren

Sie können den Klimabericht in allen Podcast-Apps kostenlos hören und abonnieren. Klicken Sie dafür einfach auf den Link zu ihrer Lieblings-App:

Und abonnieren Sie dann den Podcast, um keine Folge zu verpassen. Wenn Sie lieber eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie dort einfach nach »Klimabericht«. Den Link zum RSS-Feed finden Sie hier. 

Während es beim Auftreten einiger neuer Krankheiten noch um Einzelfälle geht, dürften die steigenden Temperaturen auch Allergiker betreffen – in Deutschland also rund 40 Prozent der Bevölkerung, wie Claudia Traidl-Hoffmann berichtet. Sie ist Direktorin für Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg und ebenfalls Gast in der Sendung.

»Pollen nehmen durch den Klimawandel zu. Einmal haben wir eine Verlängerung der Pollensaison. Das heißt, die fliegen sehr viel früher im Jahr und fliegen noch später im Jahr. Dann sehen wir aber auch quantitativ sehr viel mehr Pollen pro Tag in der Pollensaison. Und auch der Pollen selbst wird aggressiver. Das heißt also, der Pollen setzt mehr seiner entzündungsfördernden Substanzen frei«, so Traidl-Hoffmann.

Was macht die Klimakrise mit unserer Gesundheit, wie können wir gegensteuern und welche Vorbereitungen im Gesundheitsbereich sind jetzt nötig? Das diskutieren wir in dieser Woche im »Klimabericht«, dem neuen wöchentlichen SPIEGEL-Podcast zur Klimakrise, der immer dienstags erscheint, auf SPIEGEL.de und überall, wo es Podcasts gibt.

Podcast Cover
__proto_kicker__
__proto_headline__

Neugierig geworden? Dann hören Sie jetzt unseren »Klimabericht«.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.

Abonnieren bei

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.