Glücksgefühle Geld ist nicht alles

Eine neue Studie belegt: Luxus, Geld oder Macht machen nicht glücklich. Psychologen fanden heraus, dass ganz andere Werte zählen.


Erleichterung bei Antikapitalisten: Geld ist nicht das höchste der Gefühle
DPA

Erleichterung bei Antikapitalisten: Geld ist nicht das höchste der Gefühle

Washington - Für Glücksgefühle sorgen offenbar eher selbstbestimmtes Handeln, Kompetenz, die Nähe zu anderen Menschen und Selbstachtung. Weniger wichtig scheinen dagegen Popularität, Einfluss, Geld oder Luxus zu sein. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in der aktuellen Ausgabe des "Journal of Personality and Social Psychology" erscheint.

Im Rahmen der Untersuchung befragten der Psychologe Kennon Sheldon und sein Team verschiedene Studentengruppen in den USA nach ihren befriedigendsten Erlebnissen in der letzten Woche, im letzten Monat und im letzten Semester. Außerdem wurden die Probanden aufgefordert, das unbefriedigendste Ereignis des letzten Semesters zu nennen. Um andere Kulturkreise mit einzubeziehen, wurde auch eine Gruppe koreanischer Studenten befragt.

Das Resultat war bei allen Befragungen ähnlich: Selbstbestimmung, Kompetenz, menschliche Nähe und Selbstachtung waren die vier wichtigsten Bedürfnisse. Zwischen den Kulturkreisen ergaben sich geringfügige Unterschiede: Bei den US-Studenten rangierte Selbstachtung ganz oben auf der Liste, während den Koreanern menschliche Nähe am wichtigsten war. Ob das Ergebnis auch bei älteren Personen oder in ärmeren Ländern gilt, müssten weitere Untersuchungen zeigen, erklärten die Forscher.



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