H5N1 Vogelgrippe in Moskau ausgebrochen

Das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 ist in Moskau ausgebrochen. Die erkrankten Hühner stammten vom größten Geflügelmarkt der russischen Hauptstadt.


Moskau - Nach der Bestätigung der ersten H5N1-Vogelgrippefälle im Raum Moskau haben die russischen Behörden strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Die Zuchtbetriebe in der Region würden ein Jahr lang unter strenge Kontrollen gestellt, sagte der leitende Veterinärmediziner der Landwirtschaftsagentur Rosselchosnadsor, Nikolai Wlasow.

Auf zwei Farmen in Domodedowo knapp 40 Kilometer südlich von Moskau und in Swenigorod rund 45 Kilometer westlich war am Samstag das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen worden. Zwei weitere Farmen im Süden und Norden der Hauptstadt stehen ebenfalls unter Verdacht. Die meisten der infizierten Tiere waren auf dem Hauptgeflügelmarkt in Moskau gekauft worden. Die betroffenen Farmen seien desinfiziert worden, sagte Wlasow. Auf allen vier Höfen sei der gesamte Vogelbestand notgeschlachtet worden.

Menschen seien bislang nicht infiziert oder erkrankt. Die Lage sei unter Kontrolle. In Moskau wurde ein Teil des Geflügelmarktes geschlossen, von dem die infizierten Tiere stammten.

Ende Januar war erstmals in Russland das H5N1-Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Betroffen war die Region Krasnodar rund tausend Kilometer südlich der Hauptstadt. Seit dem Wiederauftreten der Vogelgrippe im Jahr 2003 starben weltweit bislang mehr als 160 Menschen.

jul/AFP



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