Hideki Shirakawa Bei der entscheidenden Entdeckung half der Zufall

Der 64-Jährige ist ein Beispiel dafür, dass auch große Wissenschaftler manchmal ein Quäntchen Glück brauchen. Letztendlich brachte eine Ungenauigkeit beim Experimentieren dem Japaner den Nobelpreis.


Zweiter Chemie-Nobelpreisträger aus Japan: Hideki Shrakawa
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Zweiter Chemie-Nobelpreisträger aus Japan: Hideki Shrakawa

Der leidenschaftliche Experimentator hatte bei einem Versuch in den siebziger Jahren aus Versehen tausendmal mehr Reaktionsbeschleuniger verwendet, als bei Experimenten mit dem Kunststoff Polyacetylen üblich. Zu Shirakawas Überraschung entstand in dem Reaktionsgefäß daraufhin ein silberner Film. Durch diese Beobachtung angeregt, forschte der Chemiker weiter und gelangte später zu den elektrisch leitenden Kunststoffen. Für diese Erkenntnisse erhielt der 64-Jährige nun den Nobelpreis.

Shirakawa wurde in Tokio geboren, promovierte am Institute of Technology in seiner Heimatstadt. Bereits 1966 nahm er die Lehre am Institut für Materialwissenschaft in dem nordöstlich von Tokio gelegenen Wissenschaftszentrum Tsukuba auf, wo er 1982 ordentlicher Professor wurde und bis heute ist. An der Universität Pennsylvania in Philadelphia forschte der Japaner Ende der siebziger Jahre zusammen mit Alan MacDiarmid und Alan Heeger, die nun ebenfalls mit dem Nobelpreis geehrt werden.

Nach Kenichi Fukui im Jahr 1981 ist Shirakawa der zweite Japaner, der den Chemie-Nobelpreis erhält.



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