Hund biss Penis ab Ärzte modellieren Ersatz-Glied

Einem heute 35-jährigen Mann, dem ein Hund als Kind Penis und Hoden abgebissen hatte, operierten chinesische Ärzte ein Ersatzglied an. Das aus Gewebe des Mannes modellierte Glied soll begrenzt empfindungsfähig sein.


Peking - Chinesische Ärzte haben einem 35-jährigen Mann, dem im Kindesalter von einem Hund der Penis und die Hoden abgebissen worden waren, Ersatz beschafft: Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, modellierten die Ärzte der Sun-Yat-Sen-Universität in Guangzhou aus Haut, Muskeln und einem Knochen aus der Hüfte des Mannes ein 14 Zentimeter langes Organ.

Damit könne er "ein Sexleben und angenehme Gefühle" haben, aber "nicht so intensiv wie andere", wie der Chirurg Zhang Jinming es formulierte. Die Hoden konnten nicht ersetzt werden. Der Mann hatte seit der Hunde-Attacke unter seinem Zustand gelitten, die Ärzte bescheinigten ihm psychologische Probleme.

In China war im Jahr 2005 auch die erste Penis-Transplantation der Welt vorgenommen worden. Allerdings hatte der Patient nach einem Bericht der Zeitschrift für Europäische Urologie nach zwei Wochen darauf bestanden, dass ihm das Organ wieder entfernt wurde. Er selbst und seine Frau hatten Probleme damit, den Penis zu akzeptieren, der von einem verstorbenen Spender stammte.

Die Gefahr scheint im aktuellen Fall nicht zu bestehen: Der Patient, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, hat bereits am Freitag das Krankenhaus verlassen. Er selbst verweigerte jedes Interview, seine Freundin jedoch versicherte der Presse, dass sie und ihr Partner die Bemühungen der Operateure sehr zu schätzen wüssten. Über den Verlauf seien beide sehr erfreut, berichtet die staatliche Agentur.

pat/AFP



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